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(Triathlon)
Auf der Pressekonferenz zum Ironman Triathlon European Championship trauten viele ihrer Augen nicht. So ein stark besetztes Starterfeld muss sich vor keinem Ironman dieser Welt verstecken. Zwei amtierende Weltmeister (Chris McCormack und Chrissie Wellington), einer davon sprach sogar während der Pressekonferenz von einer mögliche Weltbestzeit!
Die Pressekonferenz (von links: Timo Bracht (GER), Nicole Leder (GER), Chris McCormack (AUS), Chrissie Wellington (GBR), Normann Stadler (GER), Kathrin Paetzold (GER), Cameron Brown (NZL), Frank Vytrisal (GER), Meike Krebs (GER), Faris Al-Sultan (GER) und Michael Göhner (GER) ) war so stark besetzt wie wahrscheinlich noch nie zuvor beim Ironman Triathlon European Championship in Frankfurt. Die aktuelle Weltmeisterin der Frauen, Chrissie Wellington, sagte bei der Pressekonferenz folgendes: "Ich habe viel Gutes über das Rennen gehört. Ich freue mich sehr Im Herzen der Stadt an den Start gehen zu dürfen."
Der männliche Weltmeister schlug da schon andere Töne an. Der Australier McCormack holte sich im vergangenen Herbst den WM-Titel auf Hawaii. In dieser Saison holte er sich auch schon einen souveränen Sieg. Nach einer Weile machte dieser folgende Aussage: "Die Sub-8 ist in Frankfurt machbar". Sub-8 bedeutet eine Zeit unter acht Stunden, der bisherige Streckenrekord liegt zum Vergleich rund 9 Minuten darüber (Timo Bracht 2007). Im weiteren Verlauf der Pressekonferenz sprach er sogar vom elf Jahre alten Weltrekord von 7:50:27 Stunden. Die Kollegen wussten nicht recht, wie sie mit diesen Aussagen umgehen sollten. Die Gesichtsausdrücke schwankten zwischen Bluff und purem Wahnsinn, schien doch bereits die achten Stunden Marke in Frankfurt als unantastbar.
Die Deutschen waren hingegen nicht so euphorisch. Kein Wunder, war die bisherige Saison doch bestimmt hinter den Erwartungen der deutschen Leistungsträger geblieben. Norman Stadler (Weltmeister 2004,2006) kann sich beim besten Willen "eine solche Zeit hier nicht vorstellen". Timo Brach nimmt sich aber doch auch einiges vor: "Das massierte Feld sorgt bei jedem einzelnen Profi für einen Anstieg im Niveau. Der Wettbewerb beschleunigt auch die Entwicklung aller Sportler, weil die Leistungsdichte so hoch ist".
Betrachtet man den Kurs, wird schnell klar, wer eine solch überragende Zeit unter acht Stunden schaffen will, muss in allen Disziplinen förmlich über sich hinauswachsen. Kann man die 3,8 Kilometer Schwimmen noch einigermaßen mit anderen Verhältnissen vergleiche, kommt es schon beim Wechsel zur zweiten Disziplin zu einem Zeitverlust. Auf dem Weg zur Wechselzone muss man einen Anstieg bewältigen. Die folgende Radstrecke ist sehr anfällig für Wind, weshlab dort eine um drei bis fünf Minuten langsamere Zeit als im Internationalen Durchschnitt erwartet wird. Der abschließende Marathon ist durch seine mehrfachen Wechsel über den Main gespickt mit Höhenmetern und Richtungsänderungen, nicht unbedingt gute Voraussetzungen für eine Top-Zeit.
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