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(Gewichtheben)
Gewichtheber Matthias Steiner hat sich als Titelanwärter für die Olympischen Spiele empfohlen. «Wir wollen Gold», sagte Sportdirektor Frank Mantek.
Sein Schützling hatte in Heidelberg beim international besetzten Olympia-Ausscheid die nie zuvor von ihm bewältigte Last von 451 Kilogramm im Zweikampf (Reißen 201/Stoßen 250) gehoben. Steiner überbot seine Leistung von den Europameisterschaften vor knapp drei Monaten, als er Gold im Reißen und Silber im Zweikampf eroberte, damit um fünf Kilo. «Besser geht es zu diesem Zeitpunkt nicht. Das war eine Gala-Vorstellung, Gewichtheben vom Allerfeinsten», sagte Mantek und befand: «Steiner kann sich unter die größten deutschen Gewichtheber einreihen.»
Der Sportdirektor bezweifelt aber, dass diese Leistung in Peking für eine Medaille reichen wird. Diese sei aber Pflicht. «Frank Mantek sagt immer: Unter 450 Kilo ist man kein richtiger Superschwerer. Jetzt weiß ich, wie sich 450 Kilo anfühlen und kann beruhigt größere Lasten angehen», so Steiner, der 2005 von Österreich nach Deutschland wechselte und seit sechs Monaten die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt. Der 25 Jahre alte Hüne vom Chemnitzer schaffte den Bestwert trotz einiger Probleme. «Vor dem Wettkampf hatte ich Krämpfe. Außerdem hat die Spritzigkeit nach dem Trainingslager auf Teneriffa gefehlt. Wenn ich richtig fit bin, läuft es noch besser.»
Steiner stand ebenso wie Almir Velagic aus Kaufbeuren und die Görlitzerin Julia Rohde bereits vor dem Wettkampf als Olympia-Fahrer fest. Hinzugekommen ist seit Samstag Jürgen Spieß. Der 24 Jahre alte Sportsoldat vom AC Forst überbot mit der Zweikampf-Bestleistung von 378 Kilo in der Kategorie bis 94 Kilogramm Körpergewicht die geforderte Norm gleich um fünf Kilo. «Der Druck, es zu schaffen, war zuletzt sehr groß. Ich habe die Nacht vor dem Wettkampf schlecht geschlafen. Jetzt bin ich erleichtert», sagte Spieß.
Als fünfter Peking-Fahrer kommt Artyom Shaloyan aus Speyer infrage. Zwar verfehlte er den geforderten Wert von 308 Kilo um drei Kilogramm, doch der Bundesverband Deutscher Gewichtheber (BVDG) will den 31-Jährigen dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) für Peking vorschlagen. «Darum werde ich jetzt kämpfen. Wir haben gute Argumente», sagte BVDG-Präsident Claus Umbach.
Quelle: Financial Times Deutschland
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