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(Beachvolleyball)
Kleefisch / Köhler und Fuchs / Lüdike die Sieger am Citybeach in Essen - Reckermann nach Verletzung erstmals wieder am Start
Es war wieder einmal eine große Beachparty die auf dem Kennedyplatz gefeiert wurde. Die Sonne knallte vom Himmel, die Zuschauertribünen waren rappelvoll, die Stimmung war phantastisch, immer wieder untermalt von den passenden musikalischen Einspielern aus der Regie. "Essen hat das beste Publikum der Tour", gab Spielerin Julia Sude zu Protokoll. Und diesem Publikum bekam viel und vor allem kostenlos geboten. Es war Klassesport der geboten wurde. Der Tourort Essen wurde noch aufgewertet, denn einer der absoluten deutschen Topspieler, Jonas Reckermann ging erstmals nach seiner Verletzung an den Start. Mit seinem Interimspartner Philip Gabathuler aus der Schweiz, ebenfalls ein Blockspieler, bot er den Zuschauern auf den überfüllten Tribünen besten Beachvolleyball. Am Netz gab es einige male sogar einen Block mit nur einer Hand zu sehen. "Es gibt kaum einen besseren Blockspieler in Deutschland", so sein Manager Jürgen Wagner. Der hätte ihn gerne im Endspiel gesehen, doch gegen die späteren Sieger Fuchs / Lüdike schied er mit seinem Partner nach hartem Kampf im Halbfinale aus. So blieb dem Duo nur kampflos Platz 3, denn das Team Karl / Waligora musste nach einer Verletzung von Florian Karl passen.
Doch auch ohne Reckermann war das Finale hochklassig. Gleich der erste Ballwechsel bot alles, was den Sport so attraktiv macht, die Spieler flogen zur Begeisterung der Zuschauer nur so durch den Sand und hechteten den Bällen nach. Die Teams Fuchs / Lüdike und Götz / Böckermann schenkten sich nichts. Dabei sahen Götz / Böckermann schon wie die sicheren Sieger aus. Mit 21:16 hatten sie Satz Eins gewonnen und führten im Zweiten mit 17:15. Doch gerade die risikoreichen, aber ungemein harten Aufschläge von Florian Lüdike machten den Qualifikanten Probleme. Sie verloren den Satz noch mit 19:21 und mussten sich genau nach einer Stunde Spielzeit in drei Sätzen geschlagen geben.
Zwischen den Spielen gab es immer wieder Unterhaltung für die Fans. Neben zahlreichen Promotionspielen der Sponsoren zeigte Tourspieler Raimund "Ray" Wenning seine "Vollstreckerqualitäten". Zwei Zuschauer sollten seine Aufschläge nur berühren und konnten so Preise gewinnen. Ein schwieriges Unterfangen für die Nichtvolleyballer wie sich herausstellte, aber es sorgte für beste Unterhaltung in der Spielpause auf den vollen Tribünen.
Bei den Frauen lief es ähnlich eng und dramatisch ab. Sude / Lehmann bestimmten das kleine Finale über die angeschlagene Stefanie Hüttermann und Ruth Flemig. Jana Köhler stand mit Maria Kleefisch im großen Finale Ilka Semmler und ihrer Interimspartnerin Karla Borger gegenüber. Ilka Semmlers Partnerin Katrin Holtwick muss derzeit noch mit einer Verletzung zuschauen. Das neuformierte Duo schaffte in Essen den ersten Finaleinzug der Tour und lieferte den favorisierten Team Köhler / Kleefisch einen heißen Fight. Knapp ging der erste Satz an Jana und Maria, die dann noch einen kurzen Schock verdauen mussten. Maria Kleefisch verletzte sich bei einer Annahme am Knie und musste einige Minuten behandelt werden. Durchbeißen war bei den Siegern des Supercups aus der Vorwoche in Leipzig angesagt. "Ich hab versucht alles zu geben, ein Glück hat es gereicht," so die 23-jährige, die immer wieder von ihrer Partnerin aufgebaut wurde, denn keiner feiert erzielte Punkte so schön wie Jana Köhler. Blockspielerin Ilka Semmler gab zwar mit Karla Borger alles, doch man merkte ihnen an, dass sie weniger eingespielt wirkten, wie ihre Gegnerinnen. Umkämpft war der zweite Satz, Satz- und Matchbälle wechselten sich ab, mit dem besseren Ende für Jana und Maria, die ihren zweiten "Tourniersieg" in Folge schafften. Foto: powerplay-essen.de (D.U)
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