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Ein Punkt zum Saisonauftakt

06.09.2008
Ein Punkt zum Saisonauftakt
Foto: keine Quelle wurde angegeben
 

7198 Zuschauer kamen zum Saisonauftakt der DEG Metro Stars gegen die Adler Mannheim in den ISS DOME. Die Adler Mannheim gewannen letztlich mit 3:2 (1:1; 0:0; 1:1; 0:0; 1:0) nach Penaltyschießen, nachdem Patrick Reimer die DEG vier Sekunden vor Schluss in die Verlängerung geschossen hatte.








 
7198 Zuschauer kamen zum Saisonauftakt der DEG Metro Stars gegen die Adler Mannheim in den ISS DOME und wollten mit einem Sieg ihrer Mannschaft in die neue Eishockeyspielzeit starten. Mit dem Spiel am Freitagabend ging für die Fans endlich die Sommerpause zu Ende und man war wieder heiß auf Eis. Doch daraus wurde leider nichts, denn die Adler Mannheim gewannen letztlich mit 3:2 (1:1; 0:0; 1:1; 0:0; 1:0) nach Penaltyschießen, nachdem Patrick Reimer die DEG vier Sekunden vor Schluss in die Verlängerung geschossen hatte.
Schon vor dem Spiel wurden die früh angereisten Fans mit Livemusik und der Enthüllung des Metro Stars Sterns an der Fassade der Heimspielstätte der Düsseldorfer auf das erste Eishockeyspiel der neuen Saison eingeheizt, bevor im Inneren eine rundum erneuerte Pre-Game-Show die Fans vollends in Eishockeystimmung brachte.
Doch mit der guten Laune war es nach nur 50 Sekunden fürs Erste vorbei. In einer unübersichtlichen Situation wurde DEG-Torhüter Jamie Storr unglücklich zu Fall gebracht, so dass es für Mannheims Stürmer Forbes ein Leichtes war, zum 0:1 einzuschieben. In der Pressekonferenz nach dem Spiel sagte Harold Kreis, dass ihm in dieser Situation nur „nicht schon wieder“ durch den Kopf ging, und dies die Situation sei, von der ihm Lance Nethery schon öfters aus der Vorsaison erzählt hatte.
Doch man soll nicht in die Vergangenheit, sondern nach vorne schauen und so kam es, dass man im ersten Saisonspiel eine DEG sah, die nach dem Rückstand nicht den Kopf in den Sand steckte, sondern das Gegentor gut weg zustecken schien und gut nach vorne arbeitete, sich einige gute Chancen erspielte, dabei aber immer wieder an einem gut aufgelegten Fredrick Brathwaite im Mannheimer Tor scheitere.
Begünstigt durch einige Undiszipliniertheiten bei den Mannheimer Adlern, bekamen die Metro Stars gegen Mitte des ersten Drittels allerdings für fast sechs Minuten die Chance, mit fünf gegen drei zu spielen und drängten in dieser Phase auf den Ausgleich. Doch immer wieder sorgte Brathwaite dafür, dass dieser nicht gelangt. Als Brathwaite dann doch endlich geschlagen war, waren es die Schiedsrichter, die den Torerfolg verwehrten. Allerdings zu Recht! Nach einem vermeintlichen Treffer der Rot-Gelben fuhr Hauptschiedsrichter Roland Aumüller zum Videobeweis und entschied auf kein Tor, da der Puck die Torlinie nicht vollständig überschritten hatte.
In der 15. Minuten war es dann allerdings doch so weit. Die DEG spielte immer noch mit zwei Mann mehr und Brathwaite war bei Shane Josephs Treffer chancenlos – 1:1. Nach einigen weiteren guten Chancen auf beiden Seiten in der Schlussphase des ersten Drittels ging es ohne weitere Treffer und der Hoffnung auf ein spannenden zweites Drittel in die Pause.
Doch der Mittelabschnitt gestaltete sich alles andere als spannend. Vielmehr erlebte man nun ein Abtasten der beiden Mannschaften, wie man es eher zu Beginn des Spiels erwartet hätte. So plätscherte das Drittel ein wenig dahin und stellenweise hatte man nicht wirklich das Gefühl, ein Spiel der höchsten deutschen Spielklasse zu sehen. Auf Grund des Spielverlaufs ist es auch wenig verwunderlich, dass es ohne weitere Treffer in die zweite Pause ging.
Das letzte Drittel begann dann dort, wo das das zweite aufgehört hatte. Das Spiel kam weiterhin ohne wirkliche Großchancen aus und je länger das Spiel dauerte, desto mehr deutete alles daran hin, dass das nächste Tor entscheidet. Und dieses sollte zehn Minuten vor dem Ende den Mannheimern gelingen. Aus völlig unmöglichen und extrem spitzen Winkel brachte Markus Kink bei einem Angriff seiner Adler die Scheibe aufs Tor von Jamie Storr und irgendwie flog der Puck auch ins selbige (1:2, 51. Minute).
Man könnte nun denken, das Spiel sei gelaufen gewesen, doch wie schon nach dem frühen Rückstand zu Beginn der Partie steckten die Metro Stars frei nach dem Motto „never surrender“ aus dem neuen Lied der Einlaufshow nicht auf und versuchten mit allen Mitteln den Ausgleich zu erzielen. Doch wie schon so oft im Spiel war Braithwaite immer wieder die Endstation für die Angriffsbemühungen der DEG Metro Stars. Als die Düsseldorfer schließlich auch noch knapp zwei Minuten vor dem Ende eine Unterzahlsituation hinnehmen mussten, schien die Niederlage zum Saisonauftakt besiegelt.
Doch es kam anders. Die tapferen Recken der DEG überstanden das Mannheimer Powerplay und nach einer taktischen Einweisung durch Trainer Harold Kreis in einer Auszeit gelang vier Sekunden vor dem Ende der Ausgleich zum 2:2. Zugegeben ein wenig glücklich war der Treffer von Patrick Reimer schon, hat er doch Brathwaite von hinten am Schoner angeschossen, von wo der Puck ins Tor rutsche. Aber so etwas gehört eben auch zum Eishockey dazu.
Der Ausgleich so kurz vor Schluss, führte dann auch im ersten Spiel der Saison direkt zu einer Verlängerung. Und die hatte es in sich. Zwar brachte sie kein weiteres Tor und somit nicht die Entscheidung, doch eine spannende Verlängerung wie diese erlebt man selten. Die DEG Metro Stars spielten zeitweise mit zwei Mann weniger und mussten einige große Chancen der Gäste überstehen, hatten auf der anderen Seite aber ihrerseits auch die Chance für kurze Zeit im eigenen Powerplay den Siegtreffer zu erzielen. Das waren wirklich fünf Minuten Dramatik pur. Doch wie geschrieben: Tore gab es nicht und so musste das Penaltyschießen über Sieg oder Niederlage entscheiden.
Das sollte sich nach dem zweiten und dritten Schützen allerdings ändern. Während auf Mannheimer Seite Francois Methot auch den zweiten Adler-Penalty verwandelte hatte Patrick Reimer auf Düsseldorfer Seite weniger Glück. Danach hielt Jamie Storr die Düsseldorf mit einem gehaltenen Penalty noch im Spiel, doch leider zischte auf der Gegenseite Adam Courchaines Penalty Zentimeter über das Gehäuse. Der erneute Ausgleich misslang und damit leider auch der perfekte Saisonauftakt. Die Adler Mannheim bezwangen die DEG Metro Stars mit 3:2.
Die engagiert spielenden Metro Stars müssen nach dieser unglücklichen Niederlage nun nach vorne schauen, doch viel Zeit das Spiel zu verarbeiten bleibt nicht. Bereits am Sonntag geht es mit einem Heimspiel weiter und das nicht gegen irgendeinen Gegner, sondern gegen die Kölner Haie. Um 14:30 Uhr steht dann das erste rheinische Derby auf dem Programm und da beide Mannschaften ihr Auftaktspiel verloren haben, sind beide Teams sicher heiß auf einen Sieg in diesem Prestigespiel.

Kollar Robert                              



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