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| Betreff: |
Trainerlizenz Beachvolleyball? |
| Autor: |
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| Datum: | 03.11.08 13:52 |
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Um mal wieder ein bisschen Schwung ins Forum zu bringen:
Wie kann man Beach- Trainer werden? Finden diese Lehrgänge auch in den Landesverbänden statt oder nur national?
Hat jemand von euch eine Lizenz und kann Interessantes darüber berichten?
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| Betreff: |
Aw:Trainerlizenz Beachvolleyball? |
| Autor: |
Beachvolleyballcamp.de |
| Datum: | 03.11.08 13:59 |
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Hi,
Das Lehrwesen im Beachvolleyball ist noch stark in den Kinderschuhen. Für Bayern kann ich berichten, dass jährlich ein sogenannter "Qualifikationsvermerk Beachvolleyball für C-Trainer" angeboten wird. Diese Struktur ist vom DVV vorgeschrieben und setzt den Hallen-C-Trainerschein voraus. Ob es in anderen Landesverbänden auch sowas gibt, weiß ich leider gerade nicht. In Schleswig-Holstein gabs das aber mal.
Ansonsten fand im letzten Jahr die erste Beachvolleyball-A-Trainerausbildung statt. Insg. 10 Teilnehmer, darunter Eric Koreng, Stefan Schmeckenbecher, Malte Homeyer als Top-Spieler und weitere aktive Beachtrainer -wie z.B. ich ;-) - nahmen daran teil. War sehr interessant... . Ich hoffe, das wird auch weiterhin angeboten... .
Es ist wohl angedacht, die Trainerausbildung im Volleyball ein bisschen zu verändern, in Richtung Basismodul und Schwerpunktmodul Halle oder Beach. Aber wie weit das schon fortgeschritten ist, kann ich leider nicht sagen.
Hoffe, ich konnte zumindest ein bisserl helfen!?
Viele Grüße
Roland
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| Betreff: |
Aw:Trainerlizenz Beachvolleyball? |
| Autor: |
Marvin P. |
| Datum: | 03.11.08 14:28 |
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Ich stehe dem Thema Trainerlizenz im Beach-Volleyball zurzeit noch zwiespältig gegenüber.
Auf der einen Seite finde ich es gut, wenn Wissen an Menschen vermittelt wird, die versuchen anderen etwas beizubringen. Andererseits braucht man m.E. kein mehrstufiges Lizenzmodell, für das es zurzeit noch keine breitgefächerte Anwendung gibt. Beispiel: Angenommen ich mache einen B- oder C-Trainer-Schein. Dann kostet das erst einmal Geld aber meine Anwendungsgebiete sind nicht größer als vorher auch.
Warum? Es gibt bisher nur zwei Arten von Trainern:
* Trainer von Top-Teams, die i.d.R. hervorragende Hallentrainer oder ehemalige Top-Sportler waren und von daher genügen Wissenstransfer leisten können und somit keine Schein brauchen.
* Jugendtrainer, die Kinder unf junge Erwachsene in ihren Vereinen unterrichten, wobei es meiner Erfahrung nach in 75% der Fälle sogar eher darum geht die Kinder wieder auf die Hallensaison vorzubereiten. Hier ist ein Grundlagenwissen notwendig, dass eventuell mit einem Basisschein erworben werden könnte.
Ich will nicht verschweigen, dass es auch andere Trainer (von kleinen Spielergruppe auf A-Niveau oder die Kadertrainer,...) gibt aber das sind so wenige, dass man dafür nicht extra ein Ausbildungsmodell entwerfen müsste.
Bzgl. der Jugendtrainer sehe ich keinen echten Nutzen für die Vereine, diese Lehrgänge zu bezahlen, wenn ihre Trainer Hallenlehrgänge besucht haben und etwas Ahnung von Beach-Volleyball haben. Der "beachvolleyballspezifische" Wissensinhalt dieser Kurse ist für die meisten klugen Köpfe doch schneller und realitätsnäher außerhalb des Unterrichts zu erlernen.
Den Top-Spielern ist es egal ob ihre Trainer einen Kurs belegt haben, denn sie brauchen andere Dinge, die sie von den bereits bestehenden Top-Trainern besser lernen können, als von Frischlingen von der Akademie.
Ich habe selber noch keinen solchen Lehrgang besucht und besitze auch nicht viel Interesse daran, da ich denke, dass ein guter Trainer keine Lizensierung braucht (Ich bin als Diplompädagoge und ehemaliger Top-Beach-Volleyballer wahrscheinlich sowieso qualifizierter als die meisten Beachtrainer mit reiner Lizenz es je sein werden). Eher habe ich manchmal das Gefühl, dass dadurch versucht wird das "freie Thema" Beach-Volleyball in den Griff zu bekommen und im Hinblick auf eine Kontrolle und mögliche Geldquelle zu organisieren. Aber letztendlich kann ja jeder selber entscheiden ob er sich in diesem System einreihen möchte oder nicht.
Übrigens: Ein Bausteinsystem würde ich auch sehr begrüßen. Außerdem haben viele Hallentrainer immer wieder über die veralteten Lehrinhalte und die zu hohe Philosophielastigkeit der Ausbildung geklagt. Ich hoffe, dass das beim Beach-Volleyball sofort besser läuft. Aber mit Vince habt ihr ja nen guten Mann, der weiß wovon er spricht.
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| Betreff: |
Aw:Trainerlizenz Beachvolleyball? |
| Autor: |
Beachvolleyballcamp.de |
| Datum: | 03.11.08 16:42 |
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Ist echt ein interessantes Thema, das Ganze.
Ich denke allerdings schon, dass es Sinn macht, eine von qualifizierten Leuten durchgeführte Ausbildung -die natürlich selber keinen Schein haben können, da dieser bisher noch nicht angeboten wurde- zu besuchen und weiteres Wissen zu erhalten. Neben Jörg Ahmann waren u.a. Bernd Werscheck, Elmar Harbrecht, Isolde Künstlinger, Berthold Kremer und Martin Zaweija da.
Die Frage nach dem Aufgabengebiet stellt sich natürlich, erst Recht, solange Beachvolleyball -übringens laut Duden zusammengschrieben- nicht bezuschussungsfähig ist.
Am Rande: es wäre meiner Meinung nach wünschenswert, wenn beim Beachvolleyball das Coaching erlaubt würde. Das würde vermutlich das sportliche Niveau heben und ganz nebenbei auch weitere Betätigungsfelder aufmachen.
Hoffen wir, dass sich das beides mal ändert... .
"Frischlinge von der Akademie" sind zumindest die aktuellen Teilnehmer der A-Ausbildung definitiv nicht, es waren wie schon geschrieben auch einige aktuelle und ehemalige Spitzenspieler dabei. Die anderen -so auch ich, zusätzlich noch Sportwissenschaftler und Hallen-B-Trainer- waren bzw. sind auch aktuelle Spieler, zwar noch nie 4.auf der WM geworden (Herzlichen Glückwunsch nochmal, Marvin, weißt eh, das war supergeil, hab auch bis auf das erste alle Spiele live gesehen und am Abend mit Heiko die Bar fast leergeräumt ;-) ) aber sind durchaus auf höherem Niveau -und dazu zähle ich die Kat1. und 2-Turniere definitiv- unterwegs.
Die Inhalte waren hochaktuell und wahrlich interessant. Ich würde jedem Interessierten -der es sich leisten kann, denn teuer war es tatsächlich- empfehlen, da mit zu machen. Die Hallen-A-Ausbildung soll veraltet sein, das habe ich auch schon erzählt bekommen.
Grundsätzlich hat man als ehemaliger Spitzensportler sicher Vorteile, wenn man auf derselben Ebene als Trainer aktiv sein möchte, jedoch ist eine fundierte Ausbildung definitiv nachhaltig sinnvoll. Ich denke nicht, dass es ausreichend sein muss -aber kann!- seinen Sport gut ausgeübt haben zu können, aber von Trainingsplanung, Belastungssteuerung, vom Umgang/Coaching von/mit Menschen, Krafttraining, usw. nicht wirklich etwas wissen, bzw. keine Ahnung haben, wie das auf andere Sportler angewendet werden muss. Das nur ganz allgemein, ist nicht auf Dich bezogen, Marvin! Auf keinen Fall...!
Was ein "guter" und was ein "schlechter" Trainer ist, ist sowieso immer subjektiv und wird wohl immer so sein. Dass eine Lizenz im Beachvolleyball nicht für ein Traineramt nötig ist, egal in welchem Aufgabengebiet, ist grunsätzlich gut so, jedoch ist eine fundierte Ausbildung sicher höher anzusehen, als keine, weil vergleichbar, die Erfahrungen als Aktiver sind es nicht. Und ob die Leistungsunterschiede als Spieler auch Unterschiede bei der Trainertätigkeit mit sich bringen sei dahingestellt. Am Besten wird vermutlich sein, sowohl ein "guter" Aktiver in seiner jeweiligen Sportart gewesen zu sein UND eine fundierte Trainerausbildung genossen zu haben. Aber natürlich kann man theoretisch auch ein "guter" Trainer sein, ohne beides erlebt zu haben, das ist immer individuell zu sehen.
Grundsätzlich halte ich die weitere Entwicklung der Struktur im Lehrwesen für essentiell wichtig und es wäre für die Gesamtentwicklung der schönsten Sportart der Welt (oder sieht das jemand anders??) wirklich schlecht, wenn da nichts weitergeht... . Eine regelmäßige Fortbildungsmöglichkeit -jedoch ohne Teilnahmeverpflichtung- wäre auch wünschenswert. Regelmäßiger Erfahrungsaustausch erhöht das jeweilige Niveau.
Sollte die Struktur mit den verschiedenen Modulen durchgehen wäre das vermutlich das Sinnvollste. Schaun mer mal!
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| Betreff: |
Aw:Trainerlizenz Beachvolleyball? |
| Autor: |
Marvin P. |
| Datum: | 03.11.08 17:08 |
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Ich stimme dir auf jeden Fall zu dass es nicht schaden kann, wenn man einen Lehrgang mitmacht. Nur wie gesagt denke ich, dass es für die breite Masse nicht sinnvoll ist und nur Geld kostet.
Aber gerne lasse ich mich natürlich auch vom Gegenteil überzeugen. Du hast den Lehrgang doch mitgemacht. Hast du viele neue Sachen gelernt? Denkst du, dass die Sachen, die du dort gehört hast, benötigt werden wenn man unterrichten möchte? Ich habe halt etwas Sorge, dass man irgendwann versucht nur noch lizensierte Trainer unterrichten zu lassen, ähnlich wie es im Hallenbereich bereits praktiziert wird.
LG Marvin
PS: Mit dem Duden hast du Recht aber die offizielle Schreibweise des Deutschen Volleyball-Verbandes ist "Beach-Volleyball" (also mit Bindestrich). Daher benutze ich sie so entgegen der verbreiteten Form.
PSS: Heiko die Pfeiffe kann doch nur ein kleines Helles trinken, dann ist Schluss. Bar leergeräumt...pffff ;)
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| Betreff: |
Aw:Trainerlizenz Beachvolleyball? |
| Autor: |
Beachvolleyballcamp.de |
| Datum: | 03.11.08 17:37 |
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naja, ok, Heiko, ich und noch weitere 250 Leute... . Aber als Ihr mind.9 wart, hat er gesagt, er geht jetzt die Bar leerkaufen... .;-)
Beach-Volleyball oder Beachvolleyball ist ja eigentlich auch völlig egal. Stellt sich nur die Frage, warum der DVV es falsch benutzt. Jetzt könnte man eine allg. Verbandsschelte durchführen, aber das lasse ich mal lieber, bin ja selber auch einer von den Verbandsfuzzis ;-) Ich werde aber trotzdem weiterhin die korrekte Schreibweise benutzen.
"Nicht schaden" finde ich untertrieben, ich finde es definitiv sinnvoll, auch für gestandene Spieler, darum empfehle ich jedem, der irgendetwas lehren möchte, egal auf welchem Niveau, eine Trainerausbildung mitzumachen. Ob und was man dann braucht muss jeder für sich selber entscheiden. Die A-Bachtrainer-Ausbildung war auf alle Fälle eine feine Sache.
Wegen Lehrgang: ich denke nicht, dass ich ein "typischer" Teilnehmer bin, da ich als Dipl.-Sportwissenschaftler und Dipl.Touristik-und Sportmanager natürlich schon vieles mal gehört habe. Einiges war sicher neu, einiges war mir schon bekannt. Das wird wohl bei jeder Ausbildung so sein, dass der eine etwas, der andere noch viel mehr lernt. Ob die gelehrten Sachen benötigt werden: das kann man so auch nicht sagen, kommt auf die Zielgruppe an. Einiges ist für Beachvolleyballcamps sehr sinnvoll, anderes wiederum zu hoch angesiedelt und eher für Teams der DVV-RL 20 oder höher geeignet. Grundsätzlich aber eher ja als nein.
In der Halle werden gewissen Trainerlizenzen je nach Liga vorgeschrieben, um das sportliche Niveau hoch zu halten. Über sinnvoll ja oder nein, lässt sich da auch gut diskutieren. Solange man im Beachvolleyball von Jahr zu Jahr nicht weiß, wieviele Turniere in welcher Kategorie angeboten werden und solange auf den Turnieren kein Trainer vorgeschrieben wird -wäre ja auch ein Schmarrn- macht es keinen Sinn, einem Team einer Turnierkategorie einen Trainer mit einer bestimmten Lizenz vorzuschreiben. Auch weil die Teams an unterschiedlichen Kategorien teilnehmen, die Teilnehmerfelder oft nicht voll sind und weil sowieso keiner Geld hat, wäre das ja völlig an der Realität vorbei.
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| Betreff: |
Aw:Trainerlizenz Beachvolleyball? |
| Autor: |
Nik N. |
| Datum: | 04.11.08 00:15 |
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Interessantes Thema und spannende Antworten. Denke, die Linzenz macht noch keinen guten Trainer, aber es hilft ungemein sich aktuell auszubilden oder fortzubilden.
Der A-Trainer Beachvolleyball-Lehrgang war auf einem sehr hohen Niveau, die Referenten hatten Interessantes und zum Teil auch Neues zu berichten. Und abends mit Malte oder Eric auf Trainerebene über Beach zu diskutieren oder philosophieren rundet den Lehrgang positiv ab.
Es ist einfach etwas anderes, etwas zu lernen oder richtig zu lehren. Die Trainerausbildung und insbesondere Trainerverhalten und Fehlerkorrektur unterstützen Interessierte, die Spaß am Volleyball richtig zu vermitteln. Der Schritt der eigenen Lizenzstufe ist ein Schritt in die richtige Richtung, denn bereits seit Jahren wird im Volleyballmagazin oder in der Literatur gefordert, dass es auch im Sand gut ausgebildete Trainer geben soll.
Für den VVB kann ich jedenfalls schreiben, dass es sowohl für C-Trainer, als auch für B-Trainer die Möglichkeit des Qualifikationsmerkmales gibt. Aber natürlich macht die keiner, wenn man dies nicht machen muss. Und das ist der Teufelskreis. Beachvolleyball ist zu komplex, als nur Volleyball im Sand zu sein. Und gerade das Training sieht anders aus, da Coaching verboten ist.
Egal, die Antwort für den Berliner Volleyball hab ich gegeben.
Andere Frage - PAMELA, wo kommst Du eigentlich her und wieso fragst Du?
@ Roland - Lernst Du noch oder chattest Du schon ;o)
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| Betreff: |
Aw:Trainerlizenz Beachvolleyball? |
| Autor: |
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| Datum: | 04.11.08 11:22 |
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HEy hey...
Also ursprünglich komme ich aus Celle (Hannover) studiere aber jetzt in Frankfurt Sport. Wie ich auf die Frage komme? Also in HH waren DHM Beach und wir hatten da ein bisschen mit Jörg geplaudert.
Weil wir die ganze Beachsache nun ernster angehen wollten, hatten wir ne Freundin gefragt (die ein sehr guter Hallentrainer ist) ob sie uns nicht ein bisschen mit im Sand bewegen wollte. Und da kam eben die Frage nach einer Trainerlizenz auf.
Und ich höre/ lese bisher sehr sehr interessante Dinge... ;)
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| Betreff: |
Aw:Trainerlizenz Beachvolleyball? |
| Autor: |
Nik N. |
| Datum: | 04.11.08 13:31 |
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Dann danke für die schnelle Antwort und viel Glück für die nächste Saison. Deine Frage find ich sehr gut und berechtigt, denn wir hier in Berlin haben mehrere große Beachanlagen, wo natürlich auch Training angeboten wird. Aber die Qualtität lässt bei einigen Übungsleitern sehr zu wünschen übrig. Da werden wesentliche Trainingsgrundsätze nicht beachtet und Übungen anscheinend wahllos zusammengestellt, um die Leute zu beschäftigen.
Außerdem werden beachspezifische Techniken teilweise nur halb oder sogar falsch von diesen "engagierten" Übungsleitern erklärt. Denn Trainer in Deutschland ist man halt nur nach dem Erwerb der Lizenz, siehe Franz Beckenbauer als er als "Teamchef" Weltmeister wurde. Das bestätigt ja auch meine Aussage, eine Lizenz macht noch keinen guten Trainer, es geht auch ohne! Doch man sollte wissen, was man wem wie beibringen kann.
Ich persönlich würde mir wünschen, dass man als jemand, der anderen etwas beibringen will und in Berlin beim Hochschulsport oder bei privaten Kursen damit Geld verdient, sich auch mal die Mühe macht, eine Fortbildung zum Thema Beach zu besuchen. Immerhin waren mit Markus Dieckmann, Holden Leinemann und Andi Künkler interessante und namhafte Gastreferenten am Start.
Umso mehr habe ich mich gefreut, jemand so interessiertes und im unteren und mittleren Leistungsbereich engagiertes wie Roland Höfer beim A-Trainerlehrgang Beach kennen gelernt zu haben. Natürlich ist der Lehrgang mit über 1000.-€ kein Schnäppchen, aber wer sich weiterbilden will und für sich selbst etwas lernen und mitnehmen eine einmalige Gelegenheit.
Beachvolleyball ist so eine tolle Sportart und ein Trainer macht auch Sinn. Am Anfang war es jahrelang ein vernachlässigtes "Stiefkind" beim DVV und das Engagement von Jörg hier etwas in der Lehre und Ausbildung von Trainern zu bewegen, ist der richtige Schritt, einen Trainer für Beachvolleyball zu haben und nicht nur einen Hallentrainer mit Qualifikationsvermerk. Es gibt einfach zu viele wesentliche Unterschiede zum Hallenvolleyball.
Also Pamela, viel Spaß beim Lesen der weiteren Statements ;o)
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| Betreff: |
Aw:Trainerlizenz Beachvolleyball? |
| Autor: |
Beachvolleyballcamp.de |
| Datum: | 04.11.08 14:42 |
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Ich hab auch noch Text, wer hat noch Ohr? Bzw. mag noch lesen? ;-)
Muss Dir, Nik, ein kleines bisschen widersprechen, ich habe auch 4 Jahre die BVV-Nachwuchskader trainiert, zwar aus zeitlichen Gründen nur im Winter, aber immerhin. ;-)
Nik, ich lerne noch nicht. Du?
Zu der Trainerdiskussion: es wäre doch auf alle Fälle wünschenswert, wenn es im Beachvolleyball mehr qualifizierte Trainer geben würde, die auch ein Betätigungsfeld vorfinden würden. Dazu benötigt es wie immer v.a. mehr Geld, egal ob bei Verbänden oder für ein Team. Grundsätzlich würde das die sportlichen Leistungen definitiv steigern und das wollen doch alle. Oder etwa nicht!? Solange aber -und da hat nun Marvin wieder Recht- keine echten Betätigungsfelder -und damit kaum Nachfrage- gibt, macht eine Trainerausbildung LEIDER nur wenig Sinn. In Bayern ist der QV-C übrigens immerhin als Fortbildung für die Hallenscheine anerkannt, was einen weiteren Anreiz schafft.
Leider ist das Ansehen und die großen Vorteile die Beachvolleyball für die Halle bringt noch kaum zu den Hallentrainern durchgedrungen. V.a. im Jugendbereich könnte man hier sehr viel von Beachvolleyball profitieren, allein was koordinative, konditionelle und psychische Fähigkeiten anbelangt. Die Bedenken der Hallentrainer richten sich aber hauptsächlich gegen die die Technikunterschiede, die aber -wie wir ja gelernt haben, Nik ;-) - ausser im Zuspiel nur gering bis minimal sind.
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| Betreff: |
Aw:Trainerlizenz Beachvolleyball? |
| Autor: |
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| Datum: | 04.11.08 19:14 |
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Hey,
war auch bei euch in Berlin, Mixed- Turniere haben wir da immer gezockt (immer, haha, 3 mal, weil Hannover noch n Stückchen weg ist ;-)
Habe auch beim Hochschulsport zwei Kurse Beachvolleyball gegeben und fand es wirklich schwer. In der Halle kann man sich ja wirklich viel abgucken und Infos finden. Im Sand fand ich Infos finden schon echt schwierig.
Weiß allerdings auch nicht, ob ich in Hessen gute Chancen habe, da Fortbildungen oder so zu machen =)
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| Betreff: |
Aw:Trainerlizenz Beachvolleyball? |
| Autor: |
Nik N. |
| Datum: | 13.11.08 09:56 |
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Mal wieder was, um die Diskussion voran zu bringen ;o)
Zum Glück hat Beachvolleyball was mit Hallenvolleyball zu tun und ich empfinde Beach und Halle als synergetisch. Im Sommer beachen und im Winter Halle spielen macht total Sinn. Und ich kämpfe auch bei vielen Hallentrainern um die Bereitschaft ihre Spieler mal in den Sand zu schicken - nicht in die Wüste ;o)
Dahin gehören eher manche bornierte Trainer, die die Entwicklung im Volleyball offensichtlich verpassen.
Aber neben den beachspezifischen Techniken wie Poke und Tomahawk sind es zum Teil auch andere Anforderungen an den Trainer, die Spieler zu fördern und Lerninhalte zu vermitteln. So muss ein Beacher viel selbstständiger sein, da es bei Turnieren kein coaching gibt. Erkennen der eigenen momentanen Schwächen, die des Gegners und auch mal an eine Auszeit im richtigen Moment zu nehmen, ist Aufgabe des Hallentrainers bei der Wettkampfbetreuung. Beim Beach fällt das "Händchen halten" weg.
Aber das eigentliche Thema war ja die Trainerlizenz im Beachvolleyball. Und die gibt es ja endlich und steckt noch in den Kinderschuhen. Doch der Bedarf ist da, qualifizierte und gute Ausbilder im Sand zu haben, denn davon gibt es noch nicht genug. Egal, ob nun mit Lizenz oder ohne. Es gibt viele goldene Regeln und Trainingsprinzipien, aber keine lautet: Ohne Lizenz ist das Training schlecht.
Allerdings helfen Aus- und Fortbildungen ungemein, ein qualitativ anspruchsvolles, angemessenes und auch individuelles Training mit guten Fehlerkorrekturen zu geben.
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| Betreff: |
Aw:Trainerlizenz Beachvolleyball? |
| Autor: |
Beachvolleyballcamp.de |
| Datum: | 14.12.08 00:03 |
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So, mittlerweile war es soweit, letzte Woche Sonntag war die 4-stündige Klausur in Stuttgart und ich hatte dann am Montag noch meine 2-stündige Lehrprobe. Da ich alles bestanden habe, darf ich mich nun offizieller A-Beachvolleyball-Trainer nennen ;-)
Die Klausur war ok, habe zwar nur knapp bestanden, aber immerhin und ausserdem egal. Extrem informativ war die Lehrprobe und v.a. das Gespräch hinterher. 45min lang haben mich die 4 Trainer, die mich während der Lehrprobe beobachtet haben (darunter Papageorgiou und Ahmann) "auseinandergenommen". Soll heissen: sie haben mir viele postive und viele negative Sachen, die ich gut, bzw. schlecht gemacht habe mitgeteilt. Das war sehr interessant. Einige Sachen werde ich nun ändern, andere wiederum lasse ich wie bisher, weil ich dahinterstehe. Heute hatten wir das erste Come-Together mit www.beachvolleyballcamp.de in München, da habe ich das gleich mal einfliessen lassen. ;-) Schon allein für dieses Feedback lohnt es sich die gesamte Trainerausbildung zu machen.
Ich bleibe also dabei: es ist definitiv sinnvoll, eine Trainerlizenz zu machen, egal ob man "ganz oben" mitgespielt hat, oder nicht und kann es nur nachhaltig empfehlen!
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| Betreff: |
Aw:Trainerlizenz Beachvolleyball? |
| Autor: |
Nik N. |
| Datum: | 14.12.08 12:29 |
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Hallo Roland,
gratuliere Dir zur bestandenen Lizenz. Leider konnte ich ja letzten nicht mitschreiben, aber was die Lehrprobe angeht, kann ich Dir nur zustimmen. Denn wir haben ja in Köln schon interessantes Feedback von Jörg und Papa bekommen. Und diese Hinweise für das eigene Training sind so wertvoll und können nicht durch bloße Spielerfahrung kompensiert werden.
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