Ein Trailer für die kommenden Höhepunkte - Die Laufkolumne sportograf.com; Peter Maisenbacher in Aktion

Ein Trailer für die kommenden Höhepunkte - Die Laufkolumne

  • Peter Maisenbacher

Der Frühling beginnt – und mit ihm die Saison der Trail-Läufer. Ob in den Alpen oder auch nur davor: Das Laufen auf Naturwegen hat Hochkonjunktur. Davon hat sich auch unser Kolumnist Peter Maisenbacher überzeugt, und das nicht nur neben der Strecke am Mikrofon.

Was bis in die Siebziger Jahre noch Waldlauf hieß, danach Cross-Country (kurz: Cross), hat im letzten Jahrzehnt eine weitere Variante für Naturgenießer erhalten: den Trail-Run, also das Laufen auf Pfaden und Wegen. Als Läufer wie Moderator durfte ich bis zu den Deutschen Cross Meisterschaften Querfeldeinläufe aktiv wie passiv miterleben.

Doch als mich mein Freund Charly 2013 bei einem gemütlichen Jog durch den Englischen Garten in München fragte: „Peter, würdest du mich beim Transalpine Run begleiten?“, zögerte ich doch … drei Sekunden, bis ich antwortete: „Ein Wahnsinn – aber den mach ich mit!“ Nach Monaten der systematischen Vorbereitung von Hügel- über Bergläufe bis zu Ultrabelastungen meinten wir für 260 Kilometer Streckenlänge und 16000 Höhenmeter quer über die Alpen bereit zu sein. Nun ja, was Kondition und Kraft betrifft, vielleicht schon, aber Koordination und Konzentration? Das Rennen forderte dann im hochalpinen Gelände mehr, als wir Voralpenläufer so gewohnt sind: Etappen bis auf 3000 Meter über dem Meeresniveau waren ebenso dabei wie Etappen mit 2000 Höhenmetern bergauf: Oder, noch viiiel schlimmer, bergab. – Welchen Platz wir belegten? In welcher Zeit? Das weiß ich nicht – und es interessiert mich wie fast alle Trailläufer nicht. Hauptsache ankommen und zuvor Spaß haben!

Und das Abenteuer Trail-Run kennt fast keine Grenzen. Für Hartgesottene wären noch Ultra-Trails wie der Rennsteiglauf im Angebot. Der „längste Crosslauf Europas“ bietet für Landschaftsläufer aller Leistungsklassen etwas, von der Wanderung über 17 Kilometer bis zur „Königsstrecke“, dem Supermarathon über 72,7 Kilometer. Oder muss es noch länger, noch härter sein? Wie wär’s mit dem UTMB, dem Ultra-Trail du Mont Blanc mit einer Streckenlänge von 160 Kilometern, mehr als 9000 zu überwindende Höhenmeter inklusive?

Da wirken Trail-Runs mit moderater Streckenführung und –länge geradezu harmlos. Doch warum nach den Sternen greifen, wenn das Gute liegt so nah? Gerade für Läufer, die wie ich im Münchner Umfeld leben, bietet das Frühjahr zahlreiche Trailläufe an, die mit Ausblicken auf das wunderschöne Voralpenland nicht geizen. Mein nächstes Ziel ist der Dießen Trail Run, dessen sechs Kilometer lange Strecke sich nur leicht hügelig oberhalb des Ammersees entlang schlängelt. Ein echter Trailer für die kommenden Lauf-Höhepunkte in der Natur.

Zur Seite des Veranstalters: http://sec-sportevents.de/laufsport/trailrun/trailrun.html

Unser Kolumnist

Peter Maisenbacher ist als Moderator bei unzähligen Laufevents dabei, u.a. bei den großen Marathons in München und Berlin, hautnah dran am Läufergeschehen und auf Du und Du mit den Top-Athleten wie den Breitensportlern. Den Laufkalender dieses Jahres peppt er mit einer regelmäßigen Kolumne und dem dazugehörigen Blick hinter die Kulissen auf. Selbstverständlich immer mit einem kleinen Augenzwinkern!

 

 

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