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Mineralstoffe - Wertvolle Unterstützung beim Sport

Mineralstoffe – Welche wir wofür benötigen

  • Prof. Dr. Curt Diehm
Das sind Nährstoffe, von denen viele lebenswichtig, einige sogar lebensnotwendig sind. Ihre Funktionen sind vielfältig. Ohne sie kann unser Organismus nicht funktionieren. Informationen rund um den menschlichen Körper und die Gesundheit – erklärt von Prof. Dr. Curt Diehm.
Grundsätzlich unterscheiden wir Ärzte bei Mineralstoffen in sogenannte Mengenelemente – also Mineralstoffe, die im Körper in höherer Konzentration vorkommen – und sogenannte Spurenelemente mit sehr geringer, zum Teil nur Milligramm-Konzentration. Beiden Gruppen gleich: Der Körper kann sie nicht selbst herstellen. Wir müssen sie also über die Nahrung zu uns nehmen.

Im nachfolgenden ein Überblick über die Mengen- und Spurenelemente und ihre Funktionen in unserem Körper. Dabei sei jedoch gleich erwähnt: Alle Mineralstoffe sind an vielfältigen Prozessen im Körper beteiligt, nicht selten auch im Zusammenwirken mit Vitaminen sowie untereinander.

Mengenelemente

Die Mengenelemente sind:
- Calcium, aus dem unsere Knochen und Zähne bestehen und das auch unsere Nerven und den Blutdruck beeinflusst.
- Natrium, das den Wasserhaushalt und den Transport der Nährstoffe im Körper kontrolliert.
- Magnesium unterstützt die Muskelfunktion, ist aber auch Bestandteil von Knochen und Zähnen.
- Kalium, das die Flüssigkeitsversorgung unserer Zellen reguliert und bei der Übertragung der Impulse an Nerven und Muskeln mitwirkt.
- Phosphat ist ebenfalls Bestandteil von Knochen, Zähnen und Zellen und an Prozessen der Energieproduktion und -speicherung sowie an der Regulation des Säuren-Basen-Gleichgewichts beteiligt.
- Schwefel, ohne das Eiweiße und Enzyme ihre Funktionen im Körper nicht erfüllen können.
- Chlorid, das die Wasserverteilung und den Säure-Basen-Haushalt des Körpers reguliert.

Spurenelemente

Die wichtigsten Spurenelemente sind:
- Chrom, das wichtig für den Stoffwechsel ist.
- Cobalt, als Bestandteil des Vitamins B12.
- Eisen, wichtig für den Sauerstofftransport im Körper und zur Blutbildung.
- Fluor unterstützt die Knochen- und Zahnstabilität.
- Jod, als Bestandteil von zwei Schilddrüsen-Hormonen.
- Kupfer, unterstützt den Eisentransport und das Immunsystem.
- Mangan, kontrolliert den Energie-Stoffwechsel
- Molybdän, als Bestandteil von Enzymen.
- Selen, als Baustein von Aminosäuren und Enzym-Bestandteil.
- Zink, als wichtiger Mineralstoff für viele Körperfunktionen.

Nach diesem kleinen Überblick über die Mineralstoffe und ihre wichtigsten Funktionen in unserem Körper abschließend noch eine gute Nachricht: Normalerweise müssen wir in Deutschland keine Ernährungsdefizite befürchten. Das Angebot an frischen Lebensmitteln ist groß und jeder, der sich ausgewogen und abwechslungsreich ernährt, nimmt immer auch genügend Mineralstoffe zu sich. Ein Mineralstoff-Mangel kommt bei uns zum Glück sehr, sehr selten vor und ich rate dringend von einer unkontrollierten Zufuhr über Nahrungsergänzungsmittel ab – zumal bei einigen Mineralstoffen eine längere Überdosierung durchaus auch negative Folgen für die Gesundheit haben kann.

Sollten Sie dennoch das Gefühl haben, dass Ihnen – wie man so schön sagt – „irgendetwas fehlt“, dann reden Sie mit Ihrem Arzt darüber. Er kann etwaige Mängel oftmals schon über einen einfachen Bluttest nachweisen und so gezielt für Abhilfe sorgen.

Über den Autor
Prof. Dr. med. Curt Diehm zählt zu den führenden Medizinern im Südwesten Deutschlands, er ist Autor zahlreicher Fach- und Patientenbücher und langjähriger Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gefäßmedizin. Seit Mitte 2014 leitet er als Ärztlicher Direktor die renommierte Max Grundig Klinik in Bühl. Alle Beiträge dieser Serie zum Nachlesen unter www.max-grundig-klinik.de.

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