Publikumspreis bei den „Sternen des Sports“ 2020 Sterne des Sports - DOSB
Das Publikum kann ab sofort mitentscheiden, wer ausgezeichnet werden soll

Publikumspreis bei den „Sternen des Sports“ 2020

  • Redaktion
Am 18. Januar gibt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bekannt, welcher Sportverein für sein außerordentliches Engagement mit dem „Großen Stern des Sports“ in Gold ausgezeichnet wird. Darüber hinaus wird im Rahmen dieses vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) zusammen mit den Volksbanken und Raiffeisenbanken initiierten Wettbewerbs auch in diesem Jahr ein Publikumspreis vergeben. Für die drei nominierten Kandidat*innen kann das Publikum ab sofort abstimmen.
Den Publikumspreis loben der DOSB und die deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken in Kooperation mit der ARD aus. Die Anwärter auf die Auszeichnung werden nacheinander vom 5. bis 7. Januar im ARD-Morgenmagazin vorgestellt. Die Porträts können zudem auf www.sportschau.de und www.sterne-des-sports.de abgerufen werden. Abstimmen kann jede*r Interessierte – ganz einfach und jederzeit online auf www.sterne-des-sports.de/abstimmung. 

Wer bis zum 16. Januar um 12.00 Uhr die meisten Zuschauerstimmen erhalten hat, ist Gewinner*in des Publikumspreises bei den „Sternen des Sports“ 2020. Zusätzlich dürfen sich die Nominierten – je nach Platzierung – über eine Prämie in Höhe von 2.000 Euro (1. Platz), 1.000 Euro (2. Platz) und 500 Euro (3. Platz) freuen. Das Ergebnis der Abstimmung wird am 18. Januar im ARD-Morgenmagazin präsentiert. 

Zur Wahl für den Publikumspreis stehen in diesem Jahr drei Personen beziehungsweise Personengruppen, deren Vereine aufgrund eines besonderen Projektes für den „Großen Stern des Sports“ in Gold 2020 nominiert wurden und die sich in ihrer Vereinsarbeit durch besonderes Engagement auszeichnen. Nominiert von der Gold-Jury unter dem Vorsitz von Andreas Silbersack, DOSB-Vizepräsident Breitensport und Sportentwicklung, sind: 

• Jana Glindmeyer vom VfL Pinneberg (Schleswig-Holstein) 
• Rateb Hatahet und Clemens Busse vom Polizeisportverein Rostock (Mecklenburg-Vorpommern) 
• Frank Holbach, Stefan Weber und Jörg Hupperich vom VfB Tünsdorf 1954 (Saarland) 

Jana Glindmeyer steht als Vorsitzende der Sportjugend und Kinderschutzbeauftragte beim VfL Pinneberg für das Projekt „Stopp – Nicht mit mir!“. Dabei geht es in erster Linie um einen zwölfseitigen Comic zum Kinderschutz, den der Verein aus Schleswig-Holstein aufgelegt hat. Darin werden unterschiedliche Situationen in der Umkleidekabine, in der Turnhalle, auf dem Spielfeld und in der Kommunikation illustriert und erläutert, was in Ordnung ist und wann die Kinder sagen sollen: „Stopp – Nicht mit mir!“ Zudem wurde im Rahmen eines Workshops eine „Kinderschutzampel“ erarbeitet, die darstellt, welche Verhaltensweisen in Ordnung sind (grün), welche im Grenzbereich liegen (gelb) und was gar nicht geht (rot). 

Der Polizeisportverein Rostock hat sich ein großes Ziel auf die Fahne geschrieben: „Wir kämpfen für eine bessere Welt – Sportliches Vorbild für die Gesellschaft“ lautet der Projektname des größten Kinder- und Breitensportvereins in Mecklenburg-Vorpommern. Vorneweg gehen Clemens Busse und Rateb Hatahet, ein ehemaliger Thaibox-Weltmeister, der im Jahr 2015 aus Syrien geflohen ist. Die Trainer setzen sich für kulturelle Vielfalt im Sport, für ein faires und demokratisches Miteinander, für Inklusion sowie für Toleranz und Respekt ein und geben diese Werte an Kinder und Jugendliche weiter. Heranwachsende aus Problemvierteln werden zudem von der Straße in die Turnhalle geholt und erhalten bei Bedarf Nachhilfeunterricht. 

Stellvertretend für eine ganz besondere Initiative des VfB Tünsdorf 1954 stehen Frank Holbach, Stefan Weber und Jörg Hupperich: Im Rahmen des gemeinsamen Dorfprojektes „Mehrgenerationenfeld: Weniger Online = Mehr Bewegung“ hat es der Verein aus dem Saarland geschafft, zahlreiche Kinder und Jugendliche vom Smartphone oder Computer wegzulocken und gleichzeitig einen generationsübergreifenden Treffpunkt zum Sporttreiben zu erschaffen. Auf einem brach liegenden Gelände neben dem Sportplatz entstanden in den vergangenen Monaten durch zahlreiche ehrenamtliche Helfer ein Kunstrasenplatz und ein Basketballfeld sowie zwei Boulebahnen – da ist für jeden etwas dabei. 

Mit dem Wettbewerb „Sterne des Sports“ würdigt der DOSB zusammen mit dem Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) seit 2004 außergewöhnliche Aktivitäten oder Angebote von Sportvereinen und deren besonderes Engagement. Projekte aus Bereichen wie Bildung und Qualifikation, Ehrenamtsförderung, Gesundheit und Prävention, Gleichstellung, Integration und Inklusion sowie Klima-, Natur- oder Umweltschutz werden alljährlich ausgezeichnet. Der Gewinner des „Großen Stern des Sports“ in Gold wird am 18. Januar in der DZ BANK in Berlin von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, DOSB-Präsident Alfons Hörmann und BVR-Präsidentin Marija Kolak bekanntgegeben. Insgesamt hoffen 17 nominierte Vereine auf die begehrte Auszeichnung und einen Siegerscheck über 10.000 Euro.

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