Deutschland-Finale Red Bull Streetstyle Red Bull

Deutschland-Finale Red Bull Streetstyle

  • Marco Heibel
Der 4. Dezember stand ganz im Zeichen von Südafrika 2010. Während die Sportwelt auf die Gruppenauslosung zur Fußballweltmeisterschaft in Kapstadt blickte, wurde in Köln ein weiteres Ticket für Südafrika ausgespielt. Lukas Podolski kam hierbei eine ganz entscheidende Rolle zu.

Den Ball ein paar Mal hoch halten oder den einen oder anderen kleinen Trick vollführen, das kann wahrscheinlich jeder, der in seinem Leben schon ein paar Mal Fußball gespielt hat. Doch was die 16 Starter beim Red Bull Streetstyle Deutschland-Finale am 4. Dezember in Köln geboten haben, war schon ein bisschen mehr als bloßes Tricksen.



600 begeisterte Zuschauer waren dabei, als im Kölner Bootshaus die 16 besten Fußball-Freestyler des Landes beim Deutschland-Finale aufeinander trafen. Im K.O.-Modus wurde der Vertreter Deutschlands für die Freestyle-Soccer-WM in Südafrika im kommenden April ermittelt. Jeder Battle dauerte 3 Minuten, wobei der Ball jeweils nach 30 Sekunden zum Kontrahenten weitergegeben werden musste.

Jury um Lukas Podolski bewertet Kontrolle, Kreativität und Style


Erlaubt war im Grunde alles. Hauptsache, es macht Eindruck bei der Fachjury. Die bestand aus Rapper Schu von der Band „Blumentopf”, Fußball-Choreograph Michael Delaney (machte u.a. Zinédine Zidane und Cristiano Ronaldo für diverse Werbespots tricktechnisch fit) sowie Jury-Präsident und Fußball-Nationalspieler Lukas Podolski. Diese drei entschieden im Stile von Punktrichtern beim Boxen über Weiterkommen oder Ausscheiden. Hierbei standen die Kriterien Kontrolle (Ball & Körper), Kreativität und Style in Kombination mit Musik im Vordergrund.

Die Tricks der Teilnehmer in Worten zu beschreiben, ist fast unmöglich. Daher lassen wir am besten ein paar Bilder sprechen. Nur so viel. Wenn Lukas Podolski schon beeindruckt ist („Auch für mich als Fußballer ist es krass, was die Jungs alles drauf haben"), will das was heißen.

 

Timo Löhnenbach siegt hauchdünn


Besonders beeindruckend war das Halbfinale zwischen Adrian Fogel und dem späteren Sieger Timo Löhnenbach (22) aus Köln. Die beiden Sportstudenten und Trainingspartner zeigten in den ersten 30 Sekunden ihres Duells eine Art Paar-Choreographie, ehe sie sich anschließend sportlich bekämpften. Das Finale entschied Timo Löhnenbach, der im Viertelfinale bereits Titelverteidiger Dominik Kaiser aus dem Wettbewerb geworfen hatte, dann in einer hauchdünnen Entscheidung gegen René Mathussek (20) aus Schwäbisch Gmünd für sich. Timo Löhnenbach bildet somit im April 2010 als Ein-Mann-Team schon einmal die deutsche Vorhut in Südafrika.

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