Headicao - Hilfsprojekt mit Köpfchen Headis Trendsports UG

Headicao - Hilfsprojekt mit Köpfchen

  • Franziska Tietjen
Headicao ist ein Projekt, das es benachteiligten Kindern und Jugendlichen ermöglicht, sportlich aktiv zu sein. Gestartet ist Headicao 2014 in Brasilien. Gespielt wird Headis, also Kopfballtischtennis. Wir stellen Euch das Projekt von Headis-Erfinder René Wegner vor.

Was ist Headicao?

Zunächst zum Namen: Headicao bedeutet so viel wie „das große Headis“ (Hier geht es zum Artikel „Was ist Headis“). Angelehnt ist die Bezeichnung an Seleção – ein Spitzname der brasilianischen Nationalmannschaft. Der Bezug zu Brasilien ist natürlich kein Zufall: Im Mai 2014, im Jahr der Fußball-Weltmeisterschaft, reiste das Headis-Team nach Brasilien, um dort mit seinem Charity-Projekt durchzustarten. Selbstredend nicht in die großen Sportstätten, die für die WM gebaut wurden, sondern dorthin, wo Sportangebote dringend benötigt werden; in die armen Gegenden Brasiliens. „Wir haben Headis-Platten gebaut und diese in Waisenhäusern und anderen sozialen Einrichtungen aufgestellt. Außerdem haben wir 100 Headis-Bälle mitgebracht, damit das Projekt nach und nach weitergeführt werden kann“, erzählt René Wegner, Erfinder der Sportart. Ziel ist es, armen Kindern und Jugendlichen in der Gemeinschaft ein sportliches Erlebnis zu ermöglichen. „Damit das Projekt keine Eintagsfliege wird, sondern langfristig und nachhaltig wachsen kann, haben wir vor Ort Sozialarbeiter und Trainer geschult“, fügt Wegner hinzu.

Unterstützt wird das Headis-Team von Joachim Gögel, Gründer der Tischtennis-Schule Primeira Bola in Goîania, Brasilien, und Brecher Visual Communication (Design und Dokumentation). Zahlreiche weitere Partner, Sportler und Freunde des Kopfballsports fördern das Projekt zudem durch Kooperationen und Spenden. Auch nicht selbstverständlich: 100 % der Erlöse fließen in das Projekt, dessen Material und Equipment für die Sportart nicht allzu teuer sind. Um Headis spielen zu können, werden Holzplatten, Tonnen zur Stabilisierung sowie speziell entworfene, leichte Gummibälle benötigt. Geringe Materialkosten für einen guten Zweck und jede Menge Spaß – da ist es nicht verwunderlich, dass Headicao in Brasilien ein grandioser Erfolg war und Fortsetzungen in weiteren Ländern geplant sind.

Klappe die Zweite: Headicao in Santa Domingo

Die Unterstützung für Headicao ist laut dem Headis-Team ungebremst und die nächsten Flüge sind bereits gebucht. „Wir sind stolz in so kurzer Zeit weltweit schon mehrere Partner für unser Projekt gefunden zu haben“, so Wegner. Als nächstes geht es in die Dominikanische Republik nach Santa Domingo. Dort arbeiten die Headis-Jungs mit dem Team von Café con Leche e.V. zusammen – ein gemeinnütziger Verein, der in Form von Fußballprojekten Kindern aus Armutsvierteln eine soziale Perspektive bietet. Das Team um Wegner wird in Santa Domingo wieder sein Werkzeug auspacken und dort so viele Kopfballtischtennis-Platten wie möglich aufbauen. „Die Kinder aus den sozialen Brennpunkten brauchen Ansprechpartner, die sie Zuhause nicht haben – uns können sie sich mitteilen. Es gibt aber auch eine Bedingung, um am Fußballtraining teilnehmen zu dürfen: Die Kinder müssen regelmäßig zur Schule gehen“, berichtet uns David Niethammer von Café con Leche.

Nach der Dominikanischen Republik packt das Headis-Team wieder seine Koffer. Aber nicht etwa, um zurück in die Heimat zu fliegen. Als nächstes Reiseziel für das Headicao-Projekt klopft bereits Südafrika an die Tür.

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