Sports for Human Rights – das steckt dahinter netzathleten.de

Sports for Human Rights – das steckt dahinter

  • Nils Borgstedt
Sports for Human Rights ist eine von netzathleten.de und ehemaligen Olympioniken initiierte Protestaktion gegen die Verletzung von Pressefreiheit und Menschenrechten. Sie startete im Vorfeld der Olympischen Spiele in Peking im Frühjahr 2008.

Sports for Human Rights ist eine von netzathleten.de und ehemaligen Olympioniken initiierte Protestaktion gegen die Verletzung von Pressefreiheit und Menschenrechten. Federführend war einer unserer Gründer, Stefan Pfannmöller, der in Athen 2004 Bronze im Kanuslalom gewann.

Die Aktion Sports for Human Rights startete im Vorfeld der Olympischen Spiele in Peking im Frühjahr 2008. Durch das Tragen eines blau-grünen Silikonbändchens mit der Aufschrift „Sports for Human Rights“ sollte es Athleten ermöglicht werden, ihrem Protest gegen Menschenrechtsverletzungen und Vergehen gegen die Pressefreiheit Ausdruck zu verleihen, ohne Wettkämpfe boykottieren zu müssen. Außerdem sollte die Gefahr eines Ausschlusses von Wettkämpfen aufgrund öffentlicher politischer Meinungsäußerung in verbaler oder schriftlicher Form umgangen werden. Während der Wettkämpfe der Olympischen Sommerspiele 2008 wurde das Tragen der Bändchen vom IOC untersagt.

Zahlreiche Sportler und Fans unterstützen die Aktion „Sports for Human Rights“. Die Zahl der Protestteilnehmer lag zuletzt bei 100.000. Die Aktion wurde u.a. über das online Sportportal www.netzathleten.de organisiert. Die Erlöse flossen Amnesty International zu.

Die Protestaktion wurde in Deutschland öffentlich diskutiert und sorgte für Aufsehen. Zahlreiche Fernsehsender, unter anderem ARD, ZDF, RTL und n-tv, Zeitungen, wie die Süddeutsche Zeitung (SZ), die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) und die tageszeitung (taz) sowie Onlineportale wie Spiegel-online berichteten ausführlich über die Aktion.

Das sagten die Sportler zu Sports for Human Rights:

Yvonne Bönisch, Olympiasiegerin Judo: „Ich finde das Anliegen der Aktion wichtig und die Idee super, um den Protest auszudrücken und werde mich ab sofort dafür einsetzen und hoffe, dass mir noch viele folgen.“

Kathrin Boron, 4-fache Olympiasiegerin Rudern: „Ich bin eine mündige Athletin und lasse mir keinen Maulkorb verpassen. Was in Tibet passiert, ist menschenverachtend und nicht tolerierbar.“

Stefan Pfannmöller, Olympia-Bronze im Kanu-Slalom: „Wir können als Sportler einfach nicht mehr wegschauen, wenn im Vorfeld der Spiele systematisch Menschenrechte gebrochen werden und die Pressefreiheit mit Füßen getreten wird! Wir als Sportler tragen eine große Verantwortung und müssen diese auch zeigen. Wenn nicht wir, wer dann?“

Stefan Kretzschmar: „Ich wünsche es niemandem, seinen Traum nicht verwirklichen zu können und nicht an den Olympischen Spielen teilnehmen zu dürfen. Was in Tibet passiert ist menschenverachtend! Deswegen sollten wir nach China zu den Spielen fahren und dort für die Menschenrechte eintreten ohne unseren Traum aufgeben zu müssen.“

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