Weltcupfinale in Voss - Fialas Ski Cross-Kolumne netzathleten.de

Weltcupfinale in Voss - Fialas Ski Cross-Kolumne

  • Derk Hoberg
Zum Abschluss des Ski Cross-Weltups 2010/11 zieht Ex-Skicrosser Martin Fiala ein positives Fazit. Die Deutschen Ski Cross-Fahrer, um Heidi Zacher und Simon Stickl machten in dieser Saison einen Schritt nach vorne.

Das letzte Rennen der Ski Cross Saison 2010 / 2011 im norwegischen Voss war von allen Athleten mit viel Spannung erwartet worden. Bei den Damen war der Ausgang um die Gesamtwertung noch offen, zudem wird Voss 2013 der Ausrichter der Ski Cross-WM sein.

Trotz hervorragender Schneelage ist es dem Veranstalter zum Bedauern aller Athleten leider nicht gelungen, einen "finalwürdigen" Kurs auf die Beine zu stellen. Die mangelnde Erfahrung hätte man evtl. durch eine super Organisation und ausreichende Ressourcen ausgleichen können, dies war jedoch nicht der Fall. Vielmehr mussten gar die Trainer dafür sorgen, dass eine ausreichende Sicherung der Piste und am Renntag eine fahrbare Strecke sichergestellt war.

Heidi Zacher konnte sich nach einem sehr starken und ausgeglichenen Winter auf dem zweiten Platz in der Gesamtwertung liegend berechtigte Hoffnungen machen, die große Kugel mit nach Hause zu nehmen. Die führende Anna Holmlund (SWE) zeigte aber in den letzten Rennen ihre hervorragende Form. Bei den Damen war somit für Spannung gesorgt.

Bei den Herren stand der Gesamtsieger mit Andy Matt (AUT) bereits vor dem Rennen fest. Die folgenden Top Ten Plätze waren jedoch ziemlich eng beieinander und somit noch alles offen. Mit von der Partie die Deutschen Simon Stickl und Daniel Bohnacker.

Die Haupt- und leider auch fast die einzige Herausforderung der Strecke stellte die Startpassage mit einem fetten Wu Tang (ein Sprung mit fast senkrechtem Absprung in die Höhe und fast senkrechter Landung) dar. Nach der Landung war die Zielreihung zumeist bereits festgelegt, Überholmanöver waren aufgrund der Streckenkonzeption leider kaum möglich. Lediglich einige glimpflich ausgegangene Stürze mischten zwischendurch die Reihung der Heats durcheinander.

Leider konnte keiner der deutschen Athleten den Einzug in das große Finale in Voss vollziehen. Heidi Zacher wurde am Ende Sechste, Anna Wörner Achte, Simon Stickl Neunter und Daniel Bohnacker Zehnter. Anna Holmlund gewann das Rennen und damit auch den Gesamtweltcup.

Rückblickend kann die deutsche Ski Cross-Mannschaft mit dem Winter 2010 / 2011 mehr als zufrieden sein. Der Aufwärtstrend des Olympiawinters wurde konsequent fortgesetzt. Hinter den Topathleten konnten junge Nachwuchsläufer wie Florian Eigler und Pauli Eckert den Sprung in die absolute Weltklasse vollziehen. Verletzte Athleten wie Mathias Wölfl und Tommy Fischer, lieferten nach vorausgegangenen Kreuzbandrissen einen soliden Winter ab und damit eine gute Basis für den kommenden Schritt in der nächsten Saison, 2011 / 2012. Tommy Fischer verletzte sich leider erneut im Training, auf diesem Wege eine gute Besserung. Auch die am Kreuzband verletzte Alex Grauvogl konnte mit Achtungserfolgen unter Top 16 in Grasgehren und in Branas (SWE) ihre Möglichkeiten in diesem Jahr aufzeigen.

Ich freue mich nun auf die verbleibende Saison in den Bergen und natürlich auf den kommenden Winter mit vielen spannenden Ski Cross-Heats.

Herzlichen Gruß
Martin

Besucht Martin Fiala auch auf www.hornbachkette.de. Dort berichtet er über die Hornbachkette in den Allgäuer Alpen im Lechtal mit Informationen zu Bergtouren, Skitouren und lohnende Freeride Lines.

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