Luxus fürs Auge - Skifahren auf der Sellaronda Derk Hoberg

Luxus fürs Auge - Skifahren auf der Sellaronda

  • Derk Hoberg
Die Sellaronda in den Dolomiten ist ein Highlight für jeden Skifahrer. Die besten Tipps in Sachen Pisten, Genuss und Lifestyle.

Eines der Highlights für jeden Skifahrer ist die 26 Kilometer lange Sellaronda in den Dolomiten. Längst ein Klassiker, absolviert ein sportlicher Fahrer das Skikarussell in etwa vier Stunden. Es empfiehlt sich aber, mehr Zeit zu investieren und einige Stopps zum Genießen auf der Runde einzulegen. Wo sonst bekommt man solch malerische Gipfel wie jene der Langkofel-Gruppe, des Rosengarten oder der Sellagruppe zu sehen. Oder aber, um die besten Pisten der Runde gleich mehrfach in Angriff zu nehmen. Daneben bietet das UNESCO-Weltnaturerbe Dolomiten noch wesentlich mehr als die üblichen überfüllten Pisten und Einkehrschwünge in gewöhnliche Skihütten.

Die Region rund um den Sellastock ist von München aus etwa 300 Kilometer entfernt. Ein entscheidender Vorteil, um dort Urlaub zu machen. Durch die Entfernung zu Deutschland sind hier in Südtirol weit weniger Tagestouristen als in Tirol unterwegs, auch wenn es während der Hauptsaison durchaus voller werden kann.

Der Einstieg in die Runde

Der Einstieg in die Sellaronda kann von mehreren Orten erfolgen. Wir empfehlen jenen von Corvara aus, genauer gesagt vom luxuriösen Hotel La Perla, das direkten Anschluss an einige der Skilifte der Runde hat. Daneben beherbergt es einen der bedeundsten Weinkeller Italiens, den berühmten Mahatma Wine. Von dort folgen wir den orangenen Hinweisschildern, bewegen uns also im Uhrzeigersinn auf der langen Skirunde. Von der Sellaronda selbst lassen sich übrigens jederzeit Abstecher in die angrenzenden 12 Skigebiete einlegen, die allesamt zum Großraumskipass Dolomiti Superski gehören. Dadurch kommen die gigantischen 1.200 Pistenkilometer zu Stande, die dem Skipass-Besitzer hier zur Verfügung stehen. Langeweile auf den Pisten ist damit von vorneherein ausgeschlossen. Freilich wartet aber auch abseits der Pisten jede Menge Spaß auf Freerider.

Die Pordoi-Scharte, das Mittagstal und der extrem schmale „Canyon“ am 3.343 Meter hohen Marmolada sind nur einige der Varianten, die geübte Skifahrer hier abseits der Piste bewältigen können. Daneben stehen selbstverständlich Fun-Parks und weitere Attraktionen zur Verfügung sowie Pistenhighlights wie die 13 Kilometer lange Abfahrt vom Marmolada hinunter. Ein Abstecher von der Sellaronda auf den Gipfel des Marmoladas ist auch aus einem weiteren Grund empfehlenswert: Das Panorama vom Marmolada lohnt sich auch für all jene, die die Pisten nicht verlassen wollen. Immerhin hat man von hier aus den wohl besten Blick über das gesamte Gebiet.

Kulinarischer Höhepunkt auf der Piste

Inzwischen haben wir den Marmolada aber hinter uns gelassen und die Mittagszeit ist fast schon vorüber. Da trifft es sich gut, dass wir eine ganz besondere Verabredung zum Mittagessen haben. In unmittelbarer Nähe des Langkofels betreibt Ex-Skirennläufer Peter Runggaldier ein Skileistungszentrum für Kinder und Jugendliche. In einem dreistündigen Kurs können hier aber auch Erwachsene per Videoanalyse ihre Renntechnik verbessern. Mit Runggaldier treffen wir uns in der Comici-Hütte, dem Treffpunkt für Promis und Sportstars auf der Sellaronda. Die Gourmetküche unterhalb des Langkofels lockt diese in Scharen an, von Formel 1-Weltmeistern bis Prinz Albert von Monaco. So zeugen die zahlreichen Bilder an den Wänden des Gastraums von den prominenten Besuchern, die sich die ausgezeichnete Küche hier schmecken lassen.

Natürlich hat die Region hier noch weitaus mehr zu bieten. Wandern, Eisklettern, Snow Tubing, Langlauf und Rodeln, um nur einige der weiteren Möglichkeiten zu nennen. Jedoch sind wir hier, um die bestens präparierten und schneesicheren Pisten so lange wie möglich zu genießen. Bis in den Abend hinein verlieren wir uns noch in den unzähligen Panoramaabfahrten und die Abendsonne ist längst zu unserem Begleiter geworden. Sie entzündet die vormals bleichen Berge zu einem Naturschauspiel der besonderen Art: Die „Enrosadira“ lässt die Dolomitengipfel tiefrot aufglühen und die Gewissheit wächst, in einem der schönsten Skigebiete der Welt unterwegs zu sein.

Foto: ©thinkstockphoto.de

 

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