ISPO Brand New Award 2014 – Die Gewinner Ispo Brand New Award

ISPO Brand New Award 2014 – Die Gewinner

  • Nils Borgstedt
Gestern wurden in München die Gewinner des ISPO Brand New Awards 2014 bekannt gegeben. Zum insgesamt 26. Mal wurden Produktinnovationen der Sportbranche ausgezeichnet.

Insgesamt 264 Bewerbungen aus 31 Ländern erreichten fristgerecht die Organisatoren des Brand New Awards. 36 Finalisten wurden ausgewählt und schließlich einer Jury zur Bewertung vorgelegt. Die Juroren, allesamt selbst einmal Brand New Award Gewinner, haben sich auf folgende Sieger in acht Kategorien verständigt.

ISPO Brand New Award – Kategorie Hardwear Winter: Fimbulvetr

Fimbulvetr ist ein innovativer Schneeschuh, der inklusive Schnallen und Justiergurten nur aus 12 Teilen besteht. Der Schneeschuh ist asymmetrisch geformt und besteht aus einem sehr leichten und robusten Material namens Hytrel, das auch im Autobau zum Einsatz kommt. Hytrel ist darüber hinaus komplett recyclebar. So weit möglich, wurde auf typische Sollbruchstellen wie Schrauben oder Bügelgelenke verzichtet.

ISPO Brand New Award – Kategorie Hardwear Summer: Bikeparkitect

Im Bereich Hardwear Summer hat mit Bikeparkitect ein Unternehmen aus Tschechien gewonnen. Bei ihrem Produkt „Modular Pumptracks“ handelt es sich um einen mobilen Bikepark. Wobei Bike zu sehr einschränkt. Der Trail ist so konzipiert, dass man ihn ohne Treten befahren kann. Dadurch ist er auch ideal für Skater, Inlineskater oder Scooter-Fahrer geeignet. Die Konstruktion lässt sich, ähnlich wie eine Holzeisenbahn für Kinder, individuell zusammenstecken. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt und langweilig wird es so sicherlich nie. Klingt vielversprechend, vor allem für Sommerfeste und Gemeinden, die Brachland sinnvoll nutzen wollen.

ISPO Brand New Award – Kategorie Fitness: HyperIce

HyperIce ist ein innovatives Sportprodukt zur Kühlung und Kompression von Gelenken und Muskeln. Bestehend aus flexiblem Neopren und einem Latexsack, vereinfacht, optimiert und ersetzt es den kühlenden Druckverband. Durch ein spezielles Vakuum-Prinzip passt sich das Eis exakt der entsprechenden Körperform an und sorgt so für gleichmäßige Kühlung. Ein vielversprechendes Konzept, würden wir sagen. Ob und wie es sich allerdings in Praxis schlägt, bleibt abzuwarten. Lindsey Vonn, Blake Griffin, Gabby Douglas, Hope Solo und weitere US-Sportgrößen nutzen es bereits. Wir bleiben für Euch am Ball.

ISPO Brand New Award – Kategorie Accessoire Award: Pubpaddals

Diese Innovation, so viel sei verraten, hat uns auf jeden Fall überzeugt. Die Idee ist einfach und funktionell. Bei den Pubpaddals handelt es sich im Grunde um Aufsteckpedale. Wer Klickpedale an seinem Fahrrad montiert hat, wird das Problem kennen, mit Straßenschuhen radeln zu wollen. Die Pubpaddels sorgen für Abhilfe. Mit wenigen Handgriffen sind sie montiert und man hat ein vollwertiges Pedal, ohne die Pedale komplett austauschen zu müssen. Einziges Manko: Bisher sind die Pubpaddels nur für Egg-Beater von Crankbrother entwickelt.

ISPO Brand New Award – Kategorie Sportswear Award: Neoprenanzug von SAMS

Immer wieder hört man von Haiangriffen auf Surfer. Um diesem Problem Herr zu werden, hat das Team von SAMS zwei neue Farbmodelle für Neoprenanzüge entwickelt, die den Surfer vor Haien schützen sollen. Durch die bestimmte Farbgebung soll dem Hai entweder die Lust auf Surfer vergehen, da sie nicht aussehen wie ihre Beute, oder den Surfer für den Hai „unsichtbar“ machen, da er sich optimal im Wasser tarnt. Grundlage für das Farbdesign waren wissenschaftliche Untersuchungen des Sehvermögens von Haien, die vom Ocean Institute in Australien durchgeführt wurden. Als Laie ist es schwer einzuschätzen, inwieweit die Farbgebung wirklich einen Hai abschreckt, zumal auch das Board entsprechend getarnt werden müsste. Aber eines kann man auf jeden Fall sagen: Gefährlicher ist surfen mit dem neuartigen Design auf keinen Fall.

ISPO Brand New Award – Kategorie Digital Award: Uepaa!

Passend zur startenden Wintersportsaison, wurde eine Bergsport-App mit dem ISPO Digital Award ausgezeichnet. Die App Uepaa! soll verunglückten Sportlern die Möglichkeit bieten, auch im Funkloch die Rettung zu alarmieren und andere Bergsportler auf sich aufmerksam zu machen. Ist man dazu selbst nicht mehr in der Lage, löst die App automatisch Alarm aus. Wenn alles in der Praxis so klappt, wie es in der Theorie gedacht ist, steckt in der App ein enormes Potential. Manko: Derzeit ist sie nur in der Schweiz verfügbar und für die einwandfreie Funktion müssen auch andere Bergsportler die App installiert haben. Zudem ist nur eine Basisversion kostenfrei. Wer alle Funktionen nutzen möchte, muss die kostenpflichtige Vollversion installieren.

ISPO Brand New Award – Kategorie Style Award: Yunikue

Der Style Award geht in diesem Jahr nach Hamburg. Für ihre multifunktionalen Laptoptaschen wurde die Marke Yunikue ausgezeichnet. Highlight: Via Blutooth meldet sich die Tasche per Pushnachricht auf dem Handy oder Smartphone, bevor man sie vergisst. Lässig.

ISPO Brand New Award – Kategorie Social Awarness Award: Kipepeo

Soziales Engagement und coole „Designer“-T-Shirts in Kombination gibt es bei der non-Profit-Organisation Kipepeo. Die Designer sind in dem Fall Schulkinder aus Afrika, deren im Unterricht gezeichnete Bilder von Kipepeo auf T-Shirts gedruckt werden. Alle Einnahmen, die mit den Fair-Trade T-Shirts generiert werden, setzt das Stuttgarter Kleinunternehmen zur Unterstützung sozialer Projekte für Kinder in Tansania ein. Der Jury war das einen Award wert. Und auch wir sagen: Coole Sache.

ISPO Brand New Award – Kategorie Overall-Winner: Uro-Kayak

Der Overall-Winner wurde nach einjähriger Pause wieder gekürt. Gewonnen hat das Uro-Kayak. Inspiriert von der asiatischen Faltkunst Origami, entwickelten Anton Willis, Ardy Sobhani und Roberto Gutierrez ein Faltkajak. Aufgefaltet kommt das Boot auf eine Länge von 3,66 Metern. Zusammengefaltet sind die Maße etwa 84 x 74 x 26 cm. Darüber hinaus bietet es Platz für Schwimmweste und Paddel. Das Kajak eignet sich den Herstellern zufolge für Touren auf Flüssen, Seen und in Küstennähe.
Die 11,8 kg Gewicht, die das Kajak auf die Waage bringt, lassen sich auf den Rücken geschnallt gut auch mit Bus und Bahn transportieren. Pro Umwelt! Ein verdienter Sieger.

 

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