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Smart produziert

  • Redaktion
Immer mehr Unternehmen in der Mode-Branche finden den Weg zur umweltfreundlichen Produktion ihrer Ware. Von neuen Öko-Materialien bis hin zu komplett recycelten Produkten haben einige Hersteller wirklichen Erfindungsgeist bewiesen.

Produktivität und Industrie waren lange Zeit mit dem Bild riesiger rauchenden Fabrik-Schlote verbunden. Sie prägten seit den frühen 50er Jahren das Bild großer und reicher Städte, deren Himmel wie ein dunkles Tuch über den Häusern hing. Eine Vorstellung, die schon damals viele Zukunftsforscher zu berechtigtem Kummer veranlasste. Seit dieser Zeit hat sich die Industrie in Europa stark gewandelt. Immer mehr Unternehmen rückt der Umweltgedanke ins Bewusstsein. Insbesondere bei der Bekleidungsindustrie sind viele interessante Umwelttrends zu beobachten. Auf den unterschiedlichsten Ebenen werden nach Produktionswegen gesucht, um die Natur bestmöglich zu schonen.

Revolutionäres in punkto Umweltschutz
Smarte Produktionen sind heutzutage jedoch nicht nur im Bezug auf die Kleidung selbst zu verstehen. Auch was die Herstellung und Lagerung der Produkte anbetrifft, lassen sich immer mehr Unternehmen von ökologischen Aspekten leiten. Einige Unternehmen haben bereits ein Öko-Audit, welches sich stets bemüht im Rahmen der Produktion Schadstoffentwicklung und Umweltbelastung möglichst gering zu halten.

Vital Eco-Wear benutzt nur Stoffe aus ökologischen Anbau

Eco-Wear verarbeitet bei der Herstellung seiner Mode nur natürliche Stoffe, wie Bambus, Soja und Baumwolle. Die aus ökologischem Anbau entstammenden Stoffe zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie nach ihrem Gebrauch leichter wieder dem Verwertungskreislauf zugeführt werden können und bei ihrem Abbau keine chemischen Abfallstoffe entstehen.

Fjällräven glänzt mit umweltfreundlichem Material

Im Lichte technischer Innovation verbunden mit Umweltschutz glänzt die Firma Fjällräven mit der ersten Fleece-Jacke mit umweltfreundlicher Technologie. Das Zauberwort lautet hier Bamboo Charcoal. Bei dem neuartigen Material werden ultrakleine Partikel aus Bambus-Kohle beim Spinnen der Polyester-Fasern in das Polymer eingelagert und sind dort dauerhaft verankert. Bamboo Charcoal wirkt Temperatur ausgleichend und kann Gerüche bis zu einem Sättigungspunkt binden. Der Stoff bleibt damit länger geruchsneutral, was wiederum häufiges Waschen verhindert.

VAUDE recycled Flaschen zu Taschen

Auch das Thema Wiederverwertung wird heutzutage großgeschrieben. So werden aus unterschiedlichstem unbrauchbarem Müll neue Materialien gewonnen, aus denen wiederum andere Produkte gefertigt werden. Besonders zu erwähnen ist an dieser Stelle der
Sportbekleidungshersteller VAUDE mit seiner Taschenkollektion „Recycled“. Mit dem Slogan „Von der Flasche zur Tasche“ bezeichnet VAUDE einen neuen Weg der Materialgewinnung. Es werden PET-Flaschen nach ihrem Gebrauch gereinigt, zermahlen und anschließen zu PET-Garn verarbeitet. Dieses Garn wird zu 100 Prozent für das Innenleben der Taschen verwendet und zu 45 Prozent für das Außenmaterial. Überhaupt ist das Familienunternehmen VAUDE seit Jahren schon im Auftrag der Umwelt und Nachhaltigkeit unterwegs. Auch achtet das Unternehmen auf den betrieblichen Energieverbrauch und bei der Produktion auf eine hohe CO2-Kompensation. „Wir möchten aktiv dazu beitragen, die Welt zukunftsfähig zu gestalten“, so VAUDE Marketingleiterin Antje von Dewitz.


Bleibt zu hoffen, dass auch andere Unternehmen diesem Ideal folgen und nicht nur in punkto technischer Innovationen Fortschritte machen, sondern dabei auch unsere Umwelt im Auge behalten. Es zeichnet sich jedoch allgemein immer mehr der Trend in Richtung gewissenhafte Produktion ab. Wir sind gespannt, was uns die Bekleidungsindustrie noch an innovativen Herstellungstechniken in Zukunft zeigen wird. Wir werden euch zur gegebenen Zeit Bericht erstatten.

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