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Sex im Frühling - Vorsicht, Ordnungshüter!

  • Redaktion
Gerade im Frühling spielen die Hormone verrückt. Viele Beziehungen beginnen in dieser Zeit, andere erleben – im wahrsten Sinne des Wortes – ihren zweiten Frühling. Spontaner Sex im Freien ist jetzt keine Seltenheit, kann aber unangenehme Folgen haben.

Vorsicht vor den Augen des Gesetzes

Es ist nachvollziehbar, wenn Du dich im bald beginnenden Frühling ganz Deinen Gefühlen hingibst und Deine Hormone über Deinen Verstand regieren. Gerade frisch Verliebte tun ja im Frühling spontan Dinge, die sie normalerweise bleiben lassen, zum Beispiel Sex im Freien.

Daher erfolgt an dieser Stelle schon jetzt, im zu Ende gehenden Winter, ein Rat: Augen auf, ob Euch jemand beobachtet! Dieser Hinweis gilt auch für Leute, die auf den Kick stehen, dass sie jemand dabei beobachten könnte. Denn eine Anzeige kann teuer werden und gegebenenfalls sogar zu einem Gefängnisaufenthalt führen. Und auch im Ausland wacht das Auge des Gesetzes über Sitte und Moral.

Sexuelle Erregung vs. Erregung öffentlichen Ärgernisses

Nach Paragraph 183a des Strafgesetzbuches ist die Erregung öffentlichen Ärgernisses in Deutschland eine Straftat. Darunter fällt auch Sex in der Öffentlichkeit – sofern es jemand bemerkt, sich gestört fühlt und die Polizei einschaltet. Wer erwischt wird, muss mit bis zu einem Jahr Haft rechnen oder eine Geldstrafe zahlen. Um dem zu entgehen, kann es nie schaden, sich zumindest ein abgeschiedenes Plätzchen zu suchen. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann auch der Umgebung angepasste Kleidung tragen.

Andere Länder, andere Sitten

Verglichen mit dem, was Du im Ausland berappen müsstest, bist Du in Deutschland aber noch gut bedient. In Rumänien beispielsweise winken bis zu 7 Jahre Gefängnis, in Spanien kostet das Outdoor-Vergnügen bis zu 75.000 Euro. Wer Lust hat, eine große Menschenmenge gegen sich aufzubringen, sollte einen Abstecher beispielsweise in den Iran machen: Im arabischen Raum wird sogar das Küssen in der Öffentlichkeit als extrem anstößig empfunden.

USA-Urlaubern ist zu empfehlen, sich vorher zu informieren in welchen Bundesstaat (um ganz auf Nummer sicher zu gehen: in welche Stadt) die Reise geht. In Kalifornien bekommt man für Sex in der Öffentlichkeit maximal drei Monate, während in Arizona sogar Sex in geschlossenen Räumen mit drei Jahren Haft bestraft wird – wenn er vor- oder außerehelich ist.

"Testsieger": Skandinavien

Günstiger kommt man dagegen in Bulgarien und Jamaika davon, wo die Polizei es oft bei einer Verwarnung belässt. „Testsieger“ sind jedoch Norwegen und Schweden, wo die Höchststrafe bei einer Verwarnung bzw. 50 Euro Geldstrafe liegt. Allerdings hält sich hartnäckig der Verdacht, dass es die skandinavischen Länder wegen der rauen klimatischen Bedingungen gar nicht nötig haben, hohe Strafen für Sex in der Öffentlichkeit auszusprechen.

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