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Studie: Frauen haben mit reichen Männern mehr Orgasmen

  • Redaktion
Geld macht sexy. Das ist laut einer Studie der Newcastle University nicht nur ein Vorurteil, sondern Fakt. Demnach sollen Frauen mehr Orgasmen haben, wenn sie mit einem reichen Mann liiert sind.

Die Evolution ist knallhart. Alles, was nicht unmittelbar zur Fortpflanzung oder zum Überleben benötigt wird, verschwindet irgendwann (z.B. Ganzkörperbehaarung – in den meisten Fällen jedenfalls) bzw. führt ein Dasein als funktionsloses Rudiment, wie etwa der Blinddarm. Mit dem weiblichen Orgasmus soll es sich da nicht anders verhalten.

Weiblicher Orgasmus vom Aussterben bedroht?


Der biologische Nutzen des weiblichen Orgasmus steht bereits seit Längerem in Frage. Sorry, liebe Damen, aber so ist es. Zum eigentlichen Zweck des Geschlechtsverkehrs, der Fortpflanzung, braucht man ihn nämlich nicht: Eine Eizelle kann auch dann befruchtet werden, wenn die Frau keinen Orgasmus hat. Es gibt allenfalls Theorien darüber, dass durch die Muskelkontraktionen beim weiblichen Orgasmus die Spermien schneller in Richtung Eizelle befördert werden. Bewiesen ist das allerdings nicht.


Britische Studie: Reiche Männer sorgen für Orgasmen

Wer auf den Luxus eines Orgasmus nicht verzichten möchte, sollte sich einen reichen Mann suchen. Das behauptet zumindest eine Studie der Newcastle University. Ein Forscherteam um den Evolutionspsychologen Thomas Pollet hat dabei zunächst die Daten einer chinesischen Studie ausgewertet, in der es u.a. um das Sexleben der ProbandInnen ging.

Von den 1534 Frauen, die sich in einer Partnerschaft befanden, gaben 121 an, beim Sex immer einen Orgasmus zu haben, 408 regelmäßig, 762 gelegentlich und 243 selten oder nie. Anschließend betrachtete man das Einkommen ihrer Lebensgefährten. Nach Auswertung der Ergebnisse gelangten die Forscher zu dem Schluss, dass die Orgasmushäufigkeit der Frauen stark von dem Einkommen ihrer Partner abhängt. Verdient der Mann viel, hat die Frau auch viele Orgasmen.

Evolutionsphänomen: Orgasmus als Zeichen guter Partnerwahl

Gestützt wird diese These von einem Evolutionsphänomen: Das Erreichen des Höhepunktes ist demnach für Frauen ein Indiz dafür, einen guten Partner gefunden zu haben. Dass der Faktor Geld allerdings die einzige Rolle für ein ausgefülltes Sexleben spielt, ist in der Vergangenheit bereits mehrfach widerlegt worden. Schließlich messen mehrere ältere Studien u.a. auch der Attraktivität des Mannes und der „Chemie“ zwischen den Partnern eine Bedeutung für die Orgasmushäufigkeit bei.

Marco Heibel

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