Zu viel Sonne? – So entsteht ein Sonnenstich istockphoto.com/milandarula

Zu viel Sonne? – So entsteht ein Sonnenstich

  • Christian Riedel
Im Sommer macht nicht nur die Hitze dem Körper zu schaffen, sondern auch die Sonne. Wer zu lange im Freien bleibt und sich dabei direkt der Sonne aussetzt, riskiert nicht nur einen Sonnenbrand, sondern auch einen Sonnenstich. Hier erfahrt Ihr, wann Gefahr droht und wie die Erste Hilfe bei einem Sonnenstich aussieht.

Der Sonnenstich wird medizinisch auch als Insolation oder Heliosis bezeichnet. Er wird von der langwelligen Strahlung verursacht, die auch die Wärme des Sonnenlichts trägt. Da die langwellige Strahlung im Sommer deutlich intensiver ist, kommt der Sonnenstich auch nur bei hohen Temperaturen vor. Der Sonnenstich wird also, wenn man es genau nimmt, nicht durch die Sonne, sondern durch die Wärme verursacht. Die UV-Strahlen, die oft für den Sonnenstich verantwortlich gemacht werden, können den Sonnenstich nicht verursachen, da sie weder durch die Haut, noch durch den dicken Schädelknochen dringen kann.

Wenn die Sonne – oder besser gesagt die Wärmestrahlung – lange auf den ungeschützten Kopf und Nacken trifft, kann es zu Irritationen der Hirnhaut und des Hirngewebes kommen. Diese Irritationen können eine Entzündungsreaktion verursachen, die im Extremfall sogar in ein Hirnödem übergehen kann.

Symptome für einen Sonnenstich


Die Symptome des Sonnenstichs sind Schwindel, Übelkeit bis zum Erbrechen, Ohrgeräusche, Kopfschmerzen, Bluthochdruck und Nackenschmerzen, teilweise sogar eine Nackensteife. Obwohl die Wärme den Sonnenstich verursacht, bleibt die Körpertemperatur in der Regel normal. Im Extremfall droht durch einen Sonnenstich aber Lebensgefahr. Denn die Wärmestrahlen können in hoher Dosis zu Kreislaufproblemen bis hin zur Bewusstlosigkeit und Kreislaufversagen führen. Auch sind Todesfälle bekannt, die durch einen Sonnenstich verursacht wurden.

Erste Hilfe beim Sonnenstich


Bemerkt man die typischen Symptome, ist es wichtig, so schnell wie möglich ein schattiges Plätzchen aufzusuchen. Anschließend sollte man Kopf und Nacken kühlen und möglichst schnell einen Arzt aufsuchen. Sofern der Betroffene bei Bewusstsein ist, helfen gekühlte Getränke, die allerdings nicht zu kalt sein dürfen.

Schutz vor dem Sonnenstich


Um sich vor dem Sonnenstich zu schützen, sollte man Kopf und Nacken keiner direkten Strahlung aussetzen. Besonders Menschen mit wenigen Haaren oder einer Glatze sollten sich schützen, da die Wärmestrahlen bei ihnen eine größere Angriffsfläche haben. Auch wenn es noch so warm ist, sollte man daher immer eine Mütze tragen, den Nacken bedecken und sich nicht zu lange in der prallen Sonne aufhalten. Sonnencreme hilft zwar gegen UV-Strahlung, schütz dagegen nicht vor einem Sonnenstich.

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