Richtig Laufen – die häufigsten Fehler bei der Armhaltung shutterstock.com/Christopher Edwin Nuzzaco

Richtig Laufen – die häufigsten Fehler bei der Armhaltung

  • Christian Riedel
Die Armhaltung ist beim Laufen fast so wichtig wie die Lauftechnik. Trotzdem machen viele Läufer hier große Fehler. Dadurch wird der Laufstil unökonomisch. Hier findest Du die häufigsten Fehler.

Die Arme sind beim Laufen Stabilisator und Taktgeber zugleich – zumindest im Idealfall. Wer im Park Läufern zuschaut, wird sehr schnell feststellen, dass sich deren Armhaltung teilweise extrem unterscheidet. Manche machen es richtig und laufen mit dem so genannten „Läuferdreieck“, bei dem die Arme ungefähr im 90-Grad-Winkel gebeugt sind und in diesem Winkel nach hinten und wieder nach vorne geführt werden. Diese Technik beherzigen aber die wenigsten. Stattdessen machen viele Hobbyjogger die gleichen Fehler.

Orang-Utan


Statt sie mitzuschwingen, lassen die „Orang-Utans“ die Arme nach unten hängen. Bei höherem Tempo kann das schon mal so aussehen, als würden diese Läufer die Arme mit Gewalt nach unten strecken. Dadurch wird der Laufstil ökonomisch, da dem Körper die Schwungmasse der Arme verloren geht. Außerdem können die Arme hier nicht als Taktgeber fungieren.

Hier gibt es zwei Varianten, die beide falsch sind. Während die eine Hälfte die Arme nur nach unten hängen lassen, schwingt die andere Hälfte der Läufer die gestreckten Arme beim Laufen mit.

Boxer

Die „Boxer“ winkeln die Arme zwar an, doch anstatt sie als Taktgeber zu nutzen und nach vorne und hinten zu bewegen, drücken diese Läufer die Arme an den Körper und verstecken sich sozusagen hinter ihrer Doppeldeckung. Die Arme verharren in der Position und sind auch hier weder Takt- noch Schwunggeber.

Lokomotivführer


Bei diesem Fehler führen die Läufer die Arme zwar im Läuferdreieck nach vorne. Doch statt sie auch gerade nach hinten zu führen, löst man das Läuferdreieck auf und lässt die Unterarme nach unten fallen. Diese Bewegung erinnert an eine alte Dampflokomotive, bei der die Räder über eine Pleuelstange angetrieben werden. Die Bewegung ist sehr unökonomisch, da der Arm bei jedem Schritt wieder angehoben werden muss.

Auch die umgekehrte Form ist durchaus anzutreffen, wenn die Läufer am Ende der Rückschwungphase „aufmachen“, also den Ellenbogen nicht gebeugt halten, sondern den Unterarm absenken.

Tänzer


Im optimalen Fall führt man die Arme gerade seitlich am Körper entlang. Einige Läufer neigen aber dazu, in den Schultern zu rotieren und die Arme entsprechend zur anderen Körperseite zu führen. Dadurch entsteht sehr viel Unruhe im Laufstil.

Weitere Fehler


Es gibt eine Vielzahl von weiteren Fehlern, die man bei der Armhaltung machen kann und die auch gemacht werden. So bewegen einige Läufer die Arme nicht synchron, andere die Arme asymmetrisch oder im Extremfall sogar als Passgang, also Arm und Bein auf der gleichen Seite. All das sorgt dafür, dass der Laufstil unnötig viel Kraft kostet und zugleich langsamer wird.

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