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Wie unser Essverhalten beeinflusst wird

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Was habt ihr gestern gegessen? Oder vor einer Woche? Wahrscheinlich könnt ihr euch nicht daran erinnern, denn unsere Nahrungsaufnahme erfolgt nur teilweise bewusst.

Die Chipstüte beim Fernsehen, die ganz plötzlich leer ist, oder der Schokoriegel im Büro, zu dem man ganz unbewusst greift. Wer hat das nicht schon einmal erlebt?

Jeder Mensch hat bestimmte Ernährungsmuster, die er immer wieder fast automatisch abspult. Das fängt schon beim Einkaufen an: Beobachtet euch einmal selbst und achtet darauf, was in eurem Kopf passiert, wenn ihr einkaufen geht, etwas kocht oder nur esst. Wenn ihr euer persönliches Ernährungsmuster herausgefunden habt, könnt ihr es auch ändern, zum Beispiel um abzunehmen oder gesünder zu essen.

Ein Ernährungsprotokoll oder Diättagebuch kann dabei helfen, das Essverhalten zu analysieren. Dabei steigt das Bewusstsein für das eigene Verhalten. Doch was beeinflusst eigentlich unser Essverhalten? Werdet euch der äußeren Einflüsse bewusst. So könnt ihr negative Beeinflussungen besser umgehen.

Werbung und Essen

Egal ob ihr den Fernseher einschaltet, ein Magazin lest, im Internet surft oder durch die Stadt flaniert: Überall springt euch Werbung für Essen entgegen. Auch wenn viele Leute der Meinung sind, dass sie das vollkommen kalt lässt: Werbung wirkt. Und zwar unterbewusst, so dass ihr es gar nicht bemerkt.

Beobachtungen an Kindergartenkindern zeigten: Nachdem die Kinder Werbung für Fast Food und Süßigkeiten sahen, legten sie ein deutlich ungesünderes Essverhalten an den Tag als zuvor. Und das vollkommen unbewusst.

Aber nicht nur bei Kindern und Jugendlichen wirkt die Werbung: Glückliche und dünne Models, die uns Joghurt-Schokolade zeigen, saftige Ofen-Gerichte von netten Mamas im gemütlichen Heim zubereitet oder glücklich spielende Kinder, denen man gern eine Extraportion Milch oder Vitamin-Bonbons zusteckt. All das beeinflusst auch Erwachsene.

Die Werbung zeigt uns, was wir gerne hätten und verbindet das Produkt mit positiv besetzten Emotionen. Sehen wir die Produkte später im Supermarkt, tritt die Assoziation zu dem guten Gefühl auf und schon landet es im Einkaufswagen.

Von Kindesbeinen an…

Mutter, Oma oder Vater, egal wer im Kindes- und Jugendalter das Essen zubereitete, es hat uns nachhaltig geprägt, ob wir es bewusst wahrnehmen oder nicht. Der Kuchen, der immer zum Geburtstag gebacken wurde, der festliche Braten zu Feiertagen oder die deftige Suppe an kalten Wintertagen.

Beobachtet genau, ob alles was ihr gewohnt seid auch gesund ist. Erinnert euch an die gesunden Gerichte und fangt an, öfter mal selber zu kochen. In vielen Familien kommt das Kochen heutzutage leider zu kurz. Dabei ist es ein sozial wichtiges Element, mit dem ein gesundes Ernährungsverhalten ganz einfach an die eigenen Kinder weitergegeben werden kann.

Lebensmittelskandale überall

BSE, Gammelfleisch, Hormone im Fleisch, Pestizide in Obst und Gemüse und was es nicht schon alles gab. Auch diese Ereignisse haben einen Einfluss darauf, wie und was wir essen. Bei jedem Skandal in panische Angst zu verfallen, ist absolut nicht nötig.

Wer seine Kaufentscheidung beim Einkaufen von Lebensmitteln nicht nur vom Preis, sondern auch von Herkunft und Qualität abhängig macht, macht es genau richtig. Denn wir Verbraucher sind nicht ganz unschuldig an den Skandalen und können mit unserem Verhalten Einfluss darauf nehmen.

Untersuchungen ergaben, dass Menschen, die Wert auf gute Qualität beim Essen legen, insgesamt nicht unbedingt teurer leben, denn sie verzichten häufiger auf Fast Food und Süßigkeiten, die in der Summe nicht billig sind.

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