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US-Studie: Mandeln stärken Herz und Kreislauf

  • Nils Borgstedt
Einer US-Studie zufolge sollen Mandeln als Zwischenmahlzeit Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen als Teil einer gesunden Gesamternährung senken. Als Vergleichs-Snack diente den Forschern ein Muffin, der den gleichen Kaloriengehalt aufwies, wie die Portion Mandeln.

Die Forscher der Penn State University führten eine zwölfwöchige, randomisierte, kontrollierte klinische Studie mit 52 übergewichtigen Erwachsenen durch, die allesamt einen erhöhten LDL-Cholesterinwert aufwiesen, ansonsten aber gesund waren.
Die Teilnehmer wurden in zwei Gruppen eingeteilt und ernährten sich über sechs Wochen nach der gleichen cholesterinsenkenden Diät, einzig der tägliche Zwischensnack unterschied sich. Die eine Gruppe aß täglich 42 Gramm unbehandelte, naturbelassene Mandeln, die andere einen Muffin. Beide Snacks hatten einen identischen Kaloriengehalt. Die Gesamtkalorienzufuhr der Diät wurde für jeden Studienteilnehmer so berechnet, dass eine ausgeglichene Kalorienbilanz, also das Halten des Gewichts erreicht wurde. 

Das Ergebnis

Die Untersuchungen zeigten, dass der Verzehr von Mandeln die partielle Körperfettmenge senken kann, insbesondere an Bauch und Beinen, auch wenn die Gesamtfettmasse gleich geblieben ist. Vor allem Bauchfett gilt als Risikofaktor für das metabolische Syndrom und Herzerkrankungen.

Außerdem wiesen alle Probanden reduzierte Cholesterinwerte auf. Bei den „Mandel-Essern“ gingen die Werte von Gesamtcholesterin, LDL-Cholesterin, Nicht-HDL-Cholesterin und sonstigen Lipoproteinen aber stärker zurück als bei den „Muffin-Essern“. Auch der HDL-Cholesterinwert („gutes Cholesterin“) ging bei der Mandel-Diät zurück, allerdings nicht so stark wie bei der Muffin-Diät.

Die Forscher schließen aus den Ergebnissen, dass das Ersetzen eines kohlenhydratreichen Snacks am Tag durch Mandeln ein einfacher Weg sei, die Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und das metabolische Syndrom zu senken.

Hinweise

Die Wissenschaftler haben bei ihren Untersuchungen die vorherige Ernährung der Probanden sowie deren sportliche Aktivität nicht berücksichtigt. Zudem ist die Zahl der Studienteilnehmer mit 52 nicht besonders groß. Die Studie wurde von dem Kalifornischen Mandelproduzenten California Almonds unterstützt. Die Ergebnisse wurden im Journal of the American Heart Association veröffentlicht.

Berryman CE, West SG, Fleming JA, Bordi PL, Kris-Etherton PM. Effects of Daily Almond Consumption on Cardiometabolic Risk and Abdominal Adiposity in Healthy Adults with Elevated LDL-Cholesterol: A Randomized Controlled Trial. Journal of the American Heart Association 2015; 4:e000993 DOI: 10.1161/JAHA.114.000993.

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