Specialized Shiv – Kompromisslose Zeitfahrmaschine für Triathleten Jörg Birkel

Specialized Shiv – Kompromisslose Zeitfahrmaschine für Triathleten

  • Jörg Birkel
Der Rennradsport ist im Gegensatz zum Triathlon einfach der größere Markt, deshalb müssen sich Triathleten in der Regel mit den UCI-konformen Aeroboliden zufrieden geben. Obwohl es keine strikte Reglementierung gibt, wie die Räder aussehen dürfen.

Mit Specialized hat sich einer der Big Player als erstes über die UCI-Regeln hinweg gesetzt und ein Rad speziell für die Bedürfnisse von Triathleten gebaut. Als Vorlage diente dabei das sehr wohl UCI-konforme Specialized Shiv TT, welches unter anderem von Zeitfahrweltmeister Toni Martin gefahren wird.

Kompromissloses Aerodesign

Die Aerodynamik-Experten von Specialized um Mark Cote haben das Shiv weiter entwickelt und in 8 Punkten keine Rücksicht auf den Radsportweltverband genommen. Herausgekommen ist das Shiv Tri, das mit seinem markanten Formen aus der Maße der Triathlon- und Zeitfahrrädern deutlich hervorsticht.

Besonders auffällig ist das massiv wirkende Unterrohr, das im Windkanal aerodynamisch weiterentwickelt wurde. Das Unterrohr wirkt von der Seite aus betrachtet fast schon klobig, aber von vorne schneidet das schmale Profil wie ein Messer durch den Wind. Die Tragflächen ähnliche Konstruktion soll bei schräg von vorne auftreffendem Seitenwind Vortrieb erzeugen.

Aber nicht nur die Aerodynamik ist beim Specialized Shiv bemerkenswert. In den letzten Jahren ist immer mehr die Nährstoffversorgung der Athleten in den Blickpunkt gerückt. Das Problem: Ohne Getränke kann man keine langen Rennen bestreiten. Leider sorgen die üblicherweise im Rahmen angebrachten Flaschenhalter für Luftverwirbelungen und zerstören die mühsam im Windkanal erarbeitete Aerodynamik wieder.

Durchdachte Athletenversorgung

Specialized hat dieses Problem recht elegant gelöst, in dem ein Trinksystem ins Unterrohr integriert wurde. Vom Oberrohr aus kann man eine Trinkblase in den Rahmen einlassen. Von dort führt ein Trunkschlauch zwischen die Extensions und ermöglicht eine bequeme Flüssigkeitsaufnahme in Aerohaltung.

Das Fassungsvermögen beträgt allerdings nur 0,75 Liter, sodass bei längeren Distanzen eventuell doch ein zusätzlicher Flaschenhalter notwendig wird. Die Trinkblase lässt sich durch eine große Klappe im Oberrohr unterwegs wieder auffüllen, sodass man bei kurzen bis mittleren Distanzen mit der Verpflegung des Veranstalters hinkommt.

Flexible Einstellmöglichkeiten



Ein weiterer, ganz entscheidender Pluspunkt des Shiv Tri ist die gute Einstellbarkeit. Laut Herstellerangabe ist das Shiv zwar auf Komfort bei langen Strecken ausgelegt, aber die vielen Einstellmöglichkeiten am Vorbau lassen durchaus eine aggressive Sitzposition zu. Basbar und Aerobars lassen sich in alle Richtungen verstellen.

Zudem kommt den meisten Triathleten die kompakte Geometrie mit kurzem Oberrohr zugute. Außerdem lässt sich die Sattelstütze drehen, um mit der Sattelspitze näher ans Tretlager zu kommen. Das sorgt zusätzlich für eine entspannte Aerohaltung auf dem Rad.

Wer Hilfe bei der Einstellung benötigt, kann zudem auf das Inhouse Bike Fitting (Body Geometrie) von Specialized zurückgreifen, dass künftig bei ausgewählten Fachhändlern zum Service dazu gehört.

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