Harte Schale oder weicher Kern – Rückenprotektoren beim Wintersport Jörg Birkel

Harte Schale oder weicher Kern – Rückenprotektoren beim Wintersport

  • Christian Riedel
Neben einem Helm tragen viele Wintersportler auch Protektoren. Vor allem versucht man, den Rücken zu schützen. Aber welcher Rückenprotektor bietet am meisten Schutz und worauf muss man beim Einkauf achten?

Wintersport ist gefährlich. Auch wenn man selber sicher auf Ski oder Snowboard steht, kann man nie ausschließen, dass man von einem anderen Fahrer gerammt wird. Vor allem bei Zusammenstößen besteht eine hohe Verletzungsgefahr. Am häufigsten beim Skifahren sind Knieverletzungen. Beim Snowboarden sind Schulter, Arm und Rücken besonders gefährdet. Daher ist es wichtig, auch als guter Fahrer immer entsprechende Sicherheitsmaßnahmen zu treffen und sich zu schützen.

Neben dem Sturzhelm, der von vielen Fahrern mittlerweile getragen wird, und den Handgelenksprotektoren, die von Snowboardern angezogen werden, sind vor allem Rückenprotektoren ein wichtiger Schutz. Vereinfacht gesagt, kann man hier zwischen zwei verschiedenen Bauweisen wählen: dem harten und dem weichen Protektor.

Harte Schale


Der harte Protektor (ab etwa 30 Euro) erinnert ein bisschen an einen Schildkrötenpanzer. Er hat eine harte Schale, die den Stoß beim Fallen abfedern soll. Tatsächlich wird vom harten Plastik aber nur ein Bruchteil der Aufprall-Energie abgefangen. Der Stoß beim Aufprall wird stattdessen fast ungebremst auf den Rücken weitergeleitet. Von Vorteil ist, dass die Energie etwas verteilt wird, sodass der Aufprall dank des Rückenprotektors nicht auf einem Punkt aufgefangen wird. Ein weiterer Nachteil des harten Protektors ist, dass man sich auch ein wenig wie eine Schildkröte vorkommt, da der Panzer unbeweglich am Rücken liegt. Darunter leidet übrigens auch der Sitzkomfort im Sessellift oder in der Gondel.

Weicher Kern

Deutlich bequemer, aber auch deutlich teurer, ist der weiche Panzer (ab etwa 100 Euro). Er besteht aus einem speziellen Kunststoff, der sich bei einem Aufprall verfestigt. Ansonsten passt sich der weiche Rückenprotektor den Bewegungen an und ist kaum zu spüren. Spätestens nach einer Stunde fahren merkt man den weichen Protektor meist nur noch beim Liften. Da er sich auch erst beim Kontakt verfestigt, kann er Stöße viel besser abfedern als das harte Modell und bietet dem Rücken so auch einen besseren Schutz.

Rückenprotektor: Worauf muss man achten?

Vor allem beim Snowboarden sollte ein Rückenprotektor getragen werden, da hier die Gefahr auf den Rücken zu fallen deutlich höher ist als beim Skifahren. Aber auch auf zwei Brettern ist man vor Zusammenstößen nicht sicher, sodass es sich auch hier lohnt, den Rücken zu schützen. Dazu muss der Protektor auch passen. Da jeder Mensch unterschiedlich gebaut ist, sollte der Protektor verstellbare Träger haben, um ihn auf die Körpergröße einstellen zu können. Der schützende Bereich sollte ungefähr ab der Lendenwirbelsäule beginnen und kurz unter dem Nacken enden, damit die Beweglichkeit des Kopfs nicht eingeschränkt wird. Gut ist ein Bauchgurt, der den Protektor vom Verrutschen abhält. Die weichen Protektoren gibt es oft als Weste, welche bequem unter der Skijacke getragen wird.

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