17. Deutsche Fußball-Meisterschaft der Werkstätten für behinderte Menschen Carsten Kobow
Deutsche Meisterschaft 2017 eröffnet

17. Deutsche Fußball-Meisterschaft der Werkstätten für behinderte Menschen

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Die 17. Deutsche Fußball-Meisterschaft der Werkstätten für behinderte Menschen ist eröffnet. Und bereits am Montag standen die ersten Titelträger fest: Im Frauenturnier feierte das Team der Integra Bielefeld die Deutsche Meisterschaft.
Der Jubel war groß auf dem Hauptfeld der Sportschule Wedau. Mit 3:0 Toren setzte sich das Team der Integra Bielefeld im Finale gegen die Mannschaft der Hephata Werkstätten aus Mönchengladbach durch. Zur anschließenden Siegerehrung war ein besonderer Gast nach Duisburg gekommen: die Welt- und Europameisterin Annike Krahn. Gemeinsam mit dem Geschäftsführer der Sepp-Herberger-Stiftung Tobias Wrzesinski und dem BAG WfbM-Vorsitzenden Martin Berg führte sie die Siegerehrung durch.

Aus den Händen der 137-fachen Nationalspielerin erhielten die neuen deutschen Meisterinnen erstmals die offizielle Deutsche Meister-Plakette des DFB. „Die Förderung des Behindertenfußballs liegt uns besonders am Herzen, weil wir überzeugt sind, dass der Fußballsport einen besonderen Beitrag für ein gutes und faires Miteinander von Menschen mit und ohne Handicap leisten kann“, betonte Tobias Wrzesinski, Geschäftsführer der Sepp-Herberger-Stiftung.

Turnier mit langer Tradition

Bereits seit 17 Jahren wird dieses Turnier von Seiten der DFB-Stiftung Sepp Herberger und der Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen (BAG WfbM) organisiert. Unterstützung erfährt dieses Turnier zusätzlich durch Special Olympics Deutschland und den Deutschen Behindertensportverband. „Der Fußball spielt in vielen Werkstätten eine große Rolle, denn er erlaubt es uns, mit unterschiedlichsten Akteuren unserer Gesellschaft in Kontakt zu treten. Er ist ein Brückenbauer, mit dessen Hilfe wir die Teilhabe von Menschen mit Behinderung an der Gesellschaft voranbringen können“, so Martin Berg, Vorstandsvorsitzender der BAG WfbM.

Direkt im Anschluss an die Siegerehrung der Frauen erfolgte die Eröffnung des Männerturniers. Annike Krahn loste die vier Spielgruppen aus und bescherte den Männern den ersten Spannungsmoment der Veranstaltung: Gegen wen wird am Dienstag zu spielen sein? Allen Aktiven, die schon über die anstehenden Aufgaben zu diskutieren begannen, gab die Olympiasiegerin von 2016 noch einen Gedanken mit auf den Weg: „Für mich war das Schöne am Fußball immer, dass es eine Teamsportart ist. Man kann nur erfolgreich sein, wenn alle an einem Strang ziehen. Gleichzeitig darf man nie vergessen, dass es sich um ein Spiel handelt und der Spaß auch bei einem solchen Turnier im Vordergrund stehen sollte.“

Finale am Donnerstag

In den kommenden Tagen werden wieder knapp 250 Fußballer aus 16 Werkstätten den Deutschen Meister der Werkstätten für behinderte Menschen ausspielen. Es ist die bundesweit größte Fußballveranstaltung für geistig behinderte und psychisch kranke Werkstattbeschäftigte. Das Finale des Männerturniers findet am Donnerstag, den 7. September um 13.15 Uhr statt. Dazu werden unter anderem Ex-Nationalspieler Wolfgang Dremmler und DFB-Schatzmeister Dr. Stephan Osnabrügge erwartet.

Neben dem Geschehen auf dem Platz wird den Aktiven auch in diesem Jahr ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm geboten: So besuchen die Turnierteilnehmer mittwochs die Ausstellung „Herbergers Welt der Bücher“ im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund. Außerdem steht ein Spiel einer Turnierauswahl gegen die österreichische Gastmannschaft von „Jugend am Werk“ auf dem Programm.

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