Der Sterne Cup der Köche – Kochen und Skifahren Hansmann PR, Maria Poursaiadi, Video Nils Borgstedt

Der Sterne Cup der Köche – Kochen und Skifahren

  • geschrieben von  Derk Hoberg
Was passiert, wenn sich etwa 60 Sterneköche treffen? Richtig, es wird gut gekocht. Wenn sich die Kochelite aber in Ischgl, einem der beliebtesten Skiorte Österreichs trifft, wird gleich auch noch ein Skirennen ausgetragen – so geschehen bei der innoffiziellen Ski-WM der Gastronomie. Auch Witzigmann und Lafer gaben sich die Ehre.

20 Zentimeter Neuschnee fielen am ersten Tag des Sterne Cups in Ischgl, oben auf der Idalpe. Und das am 19. April. Damit fiel der Trainingstag auf der Piste für die Köche natürlich ins Wasser, auch wenn dieses einen anderen Aggregatszustand hatte. Der Stimmung am ersten Abend im Alpenhaus tat dies aber keinen Abbruch und für das Ski-Rennen am nächsten Tag war die Piste wieder bestens präpariert.

Die Kochelite gab sich die Ehre

Wie in den letzten Jahren kamen Spitzenköche wie Eckart Witzigmann, Rudi Obauer, Johann Lafer und Hans Haas (der sich vor dem Start des Skirennens leider verletzte) in die Patznauner Alpen. Wieder auf dem Programm stand das Skirennen, in Form eines Riesenslaloms auf dem Sonnenplateau der Idalpe.


Trainingstipps für die skifahrenden Köche gab es von den ehemaligen Alpin-Profis Marc Girardelli und Armin Bittner und auch an den beiden Abenden konnte sich das Rahmenprogramm sehen lassen. Ein zünftiges Beisammensein fand sonntags im Alpenhaus auf de Idalpe statt. Der Galaabend am Montag, nur wenige Stunden nach dem Skirennen und der kulinarischen Prüfung auf dem Berg, war der Höhepunkt des 13. Sterne Cups der Köche. Im Rahmen eines Acht-Gänge Menüs in der Trofana Arena im Herzen Ischgls fand die feierliche Siegerehrung der Skiköche statt – der Lohn für die kulinarischen und sportlichen Spitzenleistungen.

 

Showkochen auf dem Berg

Eine kulinarische Prüfung fand im Anschluss an das Rennen auf der Showbühne statt. Dort warteten mehrere komplett eingerichtete Küchen, an denen verschiedene Teams um die Wette kochen mussten. Eine Jury, unter anderem bestehend aus dem ehemaligen Weltklasse-Skiläufer Marc Girardelli, Fußballkommentator Marcel Reif und Sternekoch Martin Sieberer, bewertete das Drei-Gänge Menü der Koch-Profis. In der Gesamtwertung überzeugte hier das Team „Johann Lafer“ und holte sich mit seiner Interpretation des Menüs den Sieg in der kulinarischen Prüfung.

Im Video seht Ihr einige Impressionen des Sport-kulinarischen Events, bei dem die prominente Gästeschar bis spät in die Nacht noch feierte:
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Die beiden Skipokale gingen in diesem Jahr an die Gebrüder Obauer. In einem Herzschlagfinale konnte sich Rudi Obauer (Restaurant Obauer, Werfen, Österreich) in der Klasse „Köche allgemein“ vor Josef Brüggler (Landhotel Erlhof, Zell am See, Österreich) den Sieg sichern. Den dritten Platz auf dem Stockerl erkämpfte sich Reinhard Brandner (Tischlerwirt, Reith, Österreich). In der Kategorie „KOCH MASTERS“ (ab 50 Jahren) setzte sich Karl Obauer (Restaurant Obauer, Werfen, Österreich) vor Daniel Bumann (Chesa Pirani, La Punt, Schweiz) und dem deutschen Karl Ederer (Restaurant Ederer, München) durch. Die absolute Bestzeit lieferte – allerdings als Vorläufer – der Sieger der letztjährigen Gastro-WM Bernhard Neumann.

Randnotiz

Unter dem Pseudonym „Jak Kober“ ins Rennen gestartet, kam auch ich ins Ziel des Riesenslaloms, insgesamt als 42. von 86 Startern. Ein Fahrfehler samt Beinahe-Sturz im zweiten Lauf verhinderte leider eine bessere Platzierung meinerseits. Dennoch eine große Ehre, für mich als Hobbykoch unter all den Profis zu meinem ersten Skirennen überhaupt zu starten. Immerhin habe ich, mein vor dem Start formuliertes Ziel – vor dem Österreicher Johann Lafer ins Ziel zu kommen – noch knapp erreicht:

Meine Gesamtzeit nach zwei Läufen: 1,44.09 min, Johann Lafers Zeit: 1,45.42 min.

Hier seht Ihr das komplette Interview mit Johann Lafer:

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