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München Marathon 2016

#projekthalbmarathonläuft – Tag der Abrechnung

Gestern war es soweit, der erste Halbmarathon meines Lebens stand auf dem Programm. Seit Mitte Juli habe ich mich auf dieses Rennen vorbereitet. Am Ende standen 01:50:07 auf der Uhr. Zufrieden?
Der liebe Herrgott hat es gut gemeint mit den über 20.000 Teilnehmern des München Marathons, die sich über 42, 21 oder 10 Kilometer die Socken dampfig liefen: Sonnenschein, 12 Grad in der Spitze, windstille. Ideale Voraussetzungen für ein gutes Rennen. Ideale Voraussetzungen auch, um das im Juli gestartete Projekt Halbmarathon abzuschließen. Dass am Ende 1:50:07 auf der Uhr stehen, liegt nicht zuletzt an dem einen oder anderen Trainingskilometer in den vergangenen Monaten.

Rückblick.

Anfang Juli geht’s nach Bamberg zu Dr. med. Volker Schöffl und Julia Derbfuß im Klinikum Bamberg. Leistungsdiagnostik und Laufanalyse stehen auf dem Plan. Ergebnis: Vollkommen sporttauglich, die Schwellen liegen bei 122 und 139 bpm. Basisdaten für die Trainingspläne, die mir Julia Derbfuß zusammenstellt. Drei Stück, je einen pro für Monat bis zum Lauf. Und es ist alles dabei – Vorbereitungsphase, Formaufbau, Taperingphase. Neben der bloßen Rennerei stehen auch Krafteinheiten und Lauf-ABC (Linktipp: Wie einst Totilas) auf dem Programm. Eh klar.

Zahlen und Fakten

Bis es also am gestrigen Sonntag auf die Strecke ging, standen folgende Fakten auf der Uhr – nur bei der Anzahl der Einheiten sind auch die Kraft- bzw. Klettereinheiten eingerechnet:
Gelaufene Trainingskilometer: 311,1 km
Investierte Zeit: 43:39:36 h
Schritte/Minute: 157
Durchschnittliche Dauer einer Einheit: 01:08:56 h
Anzahl der Einheiten: 42 (inkl. Kraft/Klettern)

Man kann also getrost von einer guten Vorbereitung sprechen. Und so ging es ins Rennen. Zur Erinnerung: Eine Zeit unter zwei Stunden war zum Beginn der Vorbereitung mein Ziel, schließlich war ich damals noch nie in meinem Leben so lange und so weit gelaufen. Im Training stellte sich immer mehr heraus, dass dieses Ziel mehr als machbar ist.

Startschuss.

Gemeinsam mit 3887 Halbmarathonis geht es auf die Strecke. Mein Plan: die ersten fünf Kilometer einen 5:15er Schnitt. Dann bis Kilometer 15 das Tempo etwas verschärfen auf 5:05 bis 5:08 Minuten pro Kilometer, anschließend bis zum Ziel etwas drosseln auf 5:10 Minuten pro Kilometer. Doch vor allem am Start gestaltet sich die Sache schwer als gedacht, Läufer werden das Problem kennen. Zu eng und zu viele Kollegen, um das gewünschte Tempo zu laufen. Ich bin immer wieder eingekeilt zwischen langsameren Teilnehmern. So werden die ersten Kilometer etwas langsamer als geplant. Erst, als sich das Feld etwas auseinanderzieht, läuft es. Bei Kilometer 16, 17 wird es zäh. Beißen. Als ich dann Kilometerschild 19 passiere, zieht mich das Ziel förmlich an. Es geht wieder besser. Einlauf in den Olympiapark, das Stadion ist zu sehen, durchs Marathon-Tor geht es in den Innenraum, noch eine Runde. Die Uhr tickt unaufhörlich. Das Ziel in Sicht, Sekunde um Sekunde zählt nach oben. Zieldurchlauf. Unter zwei Stunden. Mission erfüllt. Und das mehr als deutlich. Insofern bin ich sehr zufrieden. Fürs erste Mal kann sich das sehen lassen.

©:Laura Preis

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