Brauneck-Lenggries – Skispaß in den Voralpen Derk Hoberg

Brauneck-Lenggries – Skispaß in den Voralpen

  • Redaktion
Früher wie heute: Die Winterferien in Bayern stehen an und Münchner Familien sowie Kindergarten- und Schulkinder brechen in Scharen auf, um im Tölzer Land das Skifahren zu lernen. Wir stellen das Gebiet vor.
Eine knappe Autostunde südlich von München im malerischen Isarwinkel gelegen, war das traditionsreiche Skigebiet Brauneck-Wegscheid in der Vergangenheit Schauplatz von Weltcups und Meisterschaften, in denen es mit einer Menge Adrenalin zur Sache ging. Mit dem anspruchsvollen Garland und seiner Weltcupabfahrt steht das Brauneck für sportlichen Anspruch. Dennoch kann das kleine Skiparadies im Isarwinkel nicht nur „schwierig“ – es ist sozusagen das Markenzeichen des Gebiets, dass hier rabenschwarze Pisten neben Familienhängen liegen und sich Anfänger, Kinder und Athleten das Bergpanorama teilen.

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Vor diesem Hintergrund wurden in den vergangenen Jahren mehr als 20 Millionen in die Modernisierung und den Komfort des Skigebietes investiert, zuletzt in den hochmodernen Milchhäusl-6er-Express mit Sitzheizung und Einstiegshilfe für Kinder und die Vollbeschneiung der beliebten Familienabfahrt.

Skischulen – Nicht nur für Kinder

Am Brauneck sorgen insgesamt sieben DSLV-geprüfte Ski- und Snowboardschulen und drei Kinder-Areale dafür, dass kleine und große Anfänger schnell, sicher und mit jeder Menge Spaß die ersten Schwünge im Schnee ziehen können. Auch kulinarisch ist am Brauneck für jeden Geschmack etwas dabei in den urbayerischen und außergewöhnlich schönen Almhütten, die so charakteristisch fürs Brauneck sind, oder im Panoramarestaurant an der Bergstation der Brauneck Kabinenbahn. Hier lohnt sich auch für Nicht-Skifahrer ein Besuch. Der fast vollständig verglaste Rundbau verfügt über eine große Außenterrasse und bietet neben einem hochwertigen kulinarischen Angebot einen traumhaften Blick auf die umliegende Vor- und Hochalpenwelt. Der Zugang zum Restaurant ist barrierefrei.

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Die Finstermünz Alm

Ausflug in die Historie

Am 16. November 1957 ging die Brauneck Bergbahn nach nur 16-monatiger Bauzeit in Betrieb. Damals kostete die Berg- und Talfahrt für Einheimische 3,50 DM, für „Auswärtige“ 5,50 DM. Zum Vergleich: Der durchschnittliche Stundenlohn damals lag bei 0,50 DM und für eine Halbe Bier musste man rund 0,80 DM bezahlen. „Auswärtige“ nannte man am Oberlauf der Isar seinerzeit die Münchner, die in den 1920er und 1930er Jahren scharenweise in Lenggries der Eisenbahn entstiegen und sich – die Brett’l auf den Schultern – auf den anstrengenden dreistündigen Marsch den Berg hinauf machten. Und so entdeckten die Lenggrieser, dass ihr Ort als Wintersportdestination für die nur 60 Kilometer entfernten Münchner Begehrlichkeiten weckte.

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Skikurs in Lenggries

Um „seiner Sonder- und Spitzenstellung in den bayerischen Bergen“, wie damals geschrieben wurde, gerecht zu werden, sollte das Brauneck mit einer Aufstiegshilfe ausgestattet werden. Auf Drängen des damaligen Bürgermeisters Taubenberger und im Schulterschluss mit dem örtlichen Skiclub wurde 1952 der Bau einer Bergbahn beschlossen. Ohne modernes Gerät im heutigen Sinne seinerzeit ein äußerst mühsames Unterfangen mit Schaufel, Pickel & Co. Vieles hat sich über die Jahrzehnte verändert, aber nach wie vor ist das Brauneck vor allem im Winter und zur Ferienzeit ein Besuchermagnet auf Grund seiner zahlreichen Freizeitmöglichkeiten, seines landschaftlichen Reizes und nicht zuletzt auch wegen der Bergbahn, die Bergerlebnisse für Groß und Klein bietet.

Pisten Brauneck / Lenggries

Pisten:
Insgesamt: 34,5 km
Leicht: 6 km
Mittel: 22 km
Schwer: 4,5

Lifte:
11 Schlepplifte, 4 Sessellifte, 1 Gondel

Saison: 02.12.2017- 02.04.2018
Betriebszeiten der Lifte: 08:15 - 16:30

Weitere Infos zum Skigebiet und den Skipass-Preisen: www.brauneck-bergbahn.de

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