Stressbewältigung durch Sport – Warum Laufen den Kopf freimacht istockphoto.com/kemter

Stressbewältigung durch Sport – Warum Laufen den Kopf freimacht

  • geschrieben von  Christian Riedel
Sport ist gut für Körper und Seele. Das ist nicht nur eine Binsenweisheit, sondern auch klar zu belegen. Denn Sport hilft ganz besonders bei der Stressbewältigung. Daran sind die Hormone „schuld“.

In vielen Büros herrscht Stress. Das Telefon klingelt, auf dem Schreibtisch stapeln sich die Akten und der Chef steht schon ungeduldig hinter einem. Die Mittagspause wird verkürzt, das Essen nur schnell hinuntergeschlungen, und das nächste Meeting steht auch schon unmittelbar bevor. Da ist es kein Wunder, wenn man abends müde und vor allem gestresst nach Hause kommt. Denn Druck und Zeitnot sind die Hauptverursacher von Stress am Arbeitsplatz.

Wer schon einen stressigen Job hat, hat nach dem Feierabend oft keine große Lust und keine Zeit mehr, Sport zu treiben. Doch genau das wäre die beste Therapie, um den Arbeitsstress wieder loszuwerden. Dafür gibt es mehrere Gründe.

Stress hat viele Ursachen. Die größten Verursacher sind Zeitmangel, Überforderung, Unterforderung oder Druck von außen. Der Organismus sieht diesen Druck von außen aus Bedrohung und setzt bestimmte Stresshormone frei. Dazu gehört auch das Hormon Cortisol.

Stress - Gefahr für Leib und Leben

 

Das Cortisol gilt als eines der Hauptstresshormone. Im Körper wird es in der Nebenniere gebildet als Reaktion auf eine vermeintliche Gefahr. Im Büro droht uns vom Chef oder von aggressiven Kollegen meistens keine direkte Gefahr für Leib und Leben, der Körper empfindet eine Stresssituation jedoch ähnlich wie eine konkrete körperliche Gefahr und schüttet Stresshormone aus.

Ein hoher Cortisolspiegel macht den Körper bereit für Kampf oder Flucht. Darum reagieren viele Menschen auch oft aggressiv, wenn sie im Stress sind. Der Puls und die Atmung werden beschleunigt und Adrenalin wird freigesetzt. Gleichzeitig schwächt Cortisol das Immunsystem und blockiert das Gehirn. Denn in einer Gefahr muss man instinktiv handeln, wenn man überleben will. Das Cortisol ist also kontraproduktiv, wenn man konzentriert arbeiten will.

Sport baut Cortisol ab

 

Ist die vermeintliche Gefahr vorüber, sinkt auch der Cortisolspiegel. Allerdings dauert das lange. Man kann den Cortisolspiegel aber auch aktiv senken und so besser Stress abbauen: durch Sport. Beim Ausdauersport baut der Körper vermehrt Cortisol ab. Man wird gelassen und entspannt. Darum ist gerade nach einem langen, harten und stressigen Tag im Büro eine Runde durch den Park genau das richtige Mittel, um den Kopf freizubekommen und Stress abzubauen.

Zudem hilft Bewegung im Grünen ebenfalls dabei, Stress abzubauen. Die Farbe grün und die frische Luft wirken ebenfalls Stress entgegen. Bereits 5 Minuten in einem grünen Umfeld hat nachweislich eine positive Wirkung auf unsere Psyche, wie eine Studie an der University of Essex in Colchester nachgewiesen hat.

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