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Beim HSV ist alles etwas größer – Dennis Aogo im Interview

  • geschrieben von  Maria Poursaiadi
Dennis Aogo, der junge Außenspieler vom Hamburger SV, sprach mit uns über seine ersten Erfahrungen als Profispieler, seiner Kameradschaft zu Zé Roberto und wie er sich bei dem HSV eingelebt hat.

netzathleten: Zur Saison 2008/09 bist Du vom SC Freiburg zum HSV gewechselt, hast Du Dich gut eingelebt? Was hat sich seitdem für Dich geändert?
Dennis: Die Eingewöhnungsphase ist mittlerweile längst abgeschlossen. Es gefällt mir wirklich sehr gut in Hamburg und im Verein. Es ist alles sehr gut organisiert, der Verein hat in den letzten Jahren einen beachtlichen Weg eingeschlagen. Für mich persönlich hat sich eigentlich nicht allzu viel verändert. Natürlich haben wir mit der Mannschaft jetzt mehr Spiele und das Niveau innerhalb des Kaders ist sehr hoch. Man muss in jedem Training stets sein Bestes geben.

netzathleten: Gibt es Unterschiede bzgl. Training, Trainer, Team und andere Gegebenheiten zum SC Freiburg?
Dennis: Dass es Unterschiede gibt ist völlig normal, denke ich. In Hamburg ist alles ein bisschen größer. Ein Beispiel ist das Medieninteresse am gesamten Verein, das um einiges größer ist.

netzathleten: Momentan bist Du mit dem HSV auf dem fünften Rang der Tabelle. Tabellenführer Leverkusen ist nur drei Punkte weg. Ist die Meisterschaft dieses Jahr drin?

Dennis: Mit der Meisterschaft beschäftigen wir uns nicht. Wir haben bisher eine gute Hinserie gespielt und wollen jetzt unbedingt bis zur Winterpause weiter punkten. Zudem haben wir noch schwere Spiele in der Europa League vor uns.

netzathleten: Wie fühlt es sich eigentlich an, neben einem so großen Spieler wie Zé Roberto zu spielen? Hat man da anfänglich zu großen Respekt vor einem solchen Spieler oder begegnet man ihm wie jedem anderen Teamkollegen auch?
Dennis: Es macht unglaublich viel Spaß, mit Zé gemeinsam zu spielen. Er ist ein Ausnahmespieler, das hat er in den letzten Jahren eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Zu großen Respekt hat man als Teamkollege jedoch nicht. Außerdem hat er immer ein offenes Ohr und gibt den jüngeren Spielern auch mal einen Rat.

netzathleten: Wenn wir schon von großen Spielern sprechen… wer war/ist denn eigentlich Dein großes Vorbild und warum?
Dennis: Ich hatte nie ein Idol in diesem Sinne. Ich habe aber natürlich immer versucht, mir von den besten Spielern etwas abzuschauen.

netzathleten: Wolltest Du eigentlich schon immer Profi-Fußballer werden, oder kam für Dich früher auch ein anderer Job in Frage?
Dennis: Ja, es war schon immer mein Traum.

netzathleten: Wann sehen wir denn Dennis Aogo in der A-Nationalmannschaft? Gab es schon ersten Kontakt?

Dennis: Ich konzentriere mich jetzt erstmal nur auf den HSV. Ich möchte mich weiterhin verbessern und natürlich versuchen, gute Leistungen zu zeigen. Alles Weitere wird man dann sehen.

netzathleten: Hast Du irgendwelche Rituale, die Du vor Spielen befolgst?

Dennis: Wenn wir mit dem Bus vom Hotel ins Stadion fahren, dann höre ich immer Musik. So kann ich gut abschalten.

netzathleten: Was hast Du gefühlt, als Du erstmals vor großem Publikum aufgelaufen bist?
Dennis: Ich war natürlich angespannt und nervös. Es gibt nichts Schöneres als in ein volles Stadion einzulaufen. Ich genieße das jedes Mal wieder.

netzathleten: Dennis, vielen Dank für das Interview. Dir und dem HSV noch viel Glück.
Dennis: Gerne, Euch auch!

 

Das Interview führte Maria Poursaiadi

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