Surflegende Robbie Naish: Vorteile für den Körper gettyimages.de -- Robby Naish (2. v. li.) hier im Gespräch mit Sportler-Kollegen bei den Laureus World Sport Awards in Berlin 2016

Surflegende Robbie Naish: Vorteile für den Körper

Wir haben Surf-Legende Robby Naish auf der ISPO getroffen. Der 24-fache Weltmeister hält sich noch immer fit, wie er im Interview verrät. Dazu spricht der Laureus-Botschafter auch über die anstehenden Laureus World Sport Awards in Monaco.
Robby Naish wurde mit 13 Jahren zum ersten Mal Weltmeister und ließ in seiner Karriere viele weitere Titel und Rekorde folgen. Nun wird er bald 54 Jahre alt, kümmert sich um seine erfolgreiche Firma und steht noch immer täglich auf dem Surfboard. Nur eben dann nicht, wenn er in München auf der ISPO ist.

naish robbynetzathleten: Robby, zunächst einmal, was machst Du auf der ISPO?
Robby Naish: Es gibt hier auf der ISPO ein relativ neues Wassersport-Areal, das Water Sports Village. Das versuche ich, ein wenig bekannter zu machen. Natürlich ist die Messe aber auch ansonsten toll, es gibt viel zu sehen und ich treffe auch einige Freunde hier.

netzathleten: Was machst Du, wenn Du nicht auf der ISPO bist?
Robby Naish: Ich bin noch immer sehr aktiv, ich surfe noch, mache Kite-Surfing und natürlich auch Stand-Up-Paddling.

netzathleten: Du hältst Dich also noch fit. Wie sah das denn während der Profi-Karriere aus? Hattest Du neben dem eigentlichen Sport ein spezielles Workout?
Robby Naish: Eigentlich nicht. Die meiste Zeit ist man im Wasser. Ich habe aber immer mal andere Sportarten als Cross Training eingebunden und auch ein wenig mit Gewichten und auch an der Ausdauer gearbeitet. Seitdem ich Stand-Up-Paddling mache, liegt der Schwerpunkt nun mehr auf der Ausdauer. Und ich versuche, verstärkt auf meine Ernährung zu achten. Ich trinke keinen Alkohol, esse bestimmte Dinge nicht mehr. In meinem Alter regeneriert man nicht mehr so schnell und ich hatte mit meinem Beckenbruch ja gerade eine schwerere Verletzung, weshalb ich meinem Körper jeden möglichen Vorteil bieten möchte.

netzathleten: Wie ist das passiert?
Robby Naish: Ich bin beim Kite-Surfing hart aufs Wasser geknallt und konnte mich mit Mühe zurück zum Strand kämpfen. Zunächst dachte ich, dass es nicht so schlimm ist, weil ich noch nie eine solch ernste Verletzung hatte. Erst als ich aufgrund der inneren Blutungen ohnmächtig wurde, wurde dann der Krankenwagen geholt. Wie gesagt, in meinem Alter ist es schwer, nach einer solchen Verletzung wieder zurückzukommen. Die Natur und das Alter arbeiten irgendwann gegen einen. Deshalb habe ich mein Leben umgestellt.

netzathleten: Du bist ja auch als Laureus-Botschafter im Dienst der guten Sache unterwegs. Kommende Woche finden die Laureus World Sport Awards statt, wer sind denn Deine Favoriten?
Robby Naish: Das ist schwer zu sagen. Ich selbst stimme häufig für die Underdogs ab, versuche aber immer, keine persönlichen Vorlieben einfließen zu lassen.

netzathleten: Gut, bei der Liste an renommierten Sportler, die nominiert sind, gibt es ja eigentlich keine Underdogs…
Robby Naish: Das stimmt, auch bei den Teams sind nur Kracher dabei. Aber es gibt ja auch die Kategorie Comeback of the Year, oder die Trophäe für die Behindertensportler des Jahres. Und bei den Projekten der Laureus-Stiftung geht es ja auch immer darum, die Underdogs zu unterstützen.

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