Vorbereitung und Ausrüstung: Richtig Wandern Steffie Stöckl
Sechs Tipps für Bergwanderer von Wanderguide Steffie Stöckl

Vorbereitung und Ausrüstung: Richtig Wandern

  • geschrieben von  Redaktion
Draußen, an der frischen Bergluft zu wandern – es gibt kaum etwas Schöneres. Doch wer sich gerne in der freien Alpennatur bewegt, der sollte diese Tipps und Tricks kennen: Wanderguide Steffie Stöckl verrät, was ein Bergwanderer auf jeden Fall befolgen sollte.

Tipp 1: Planung: Genügend Informationen sammeln

Gerade für Einsteiger gilt vorab: Informieren! Zum einen über das Thema Bergwandern an sich – dazu gibt es allerlei Literatur und hilfreiche Tipps im Internet. Zum anderen aber auch über die geplante Route. In der Regel ist bei den Touren auch der Schwierigkeitsgrad angegeben, sodass sich Einsteiger leichttun. Extra-Tipp: Verlassen Sie sich beim Planen nicht auf eine einzelne Tourenbeschreibung, sondern ziehen Sie immer eine zweite hinzu.

Tipp 2: Richtig Aufwärmen, bitte!

Ob Sie nun eine entspannte oder eine anspruchsvolle Tour planen: Wer sich nicht richtig aufwärmt, geht das Risiko einer Verletzung ein. Gerade, wenn die Tage etwas kühler sind, brauchen die Muskeln eine längere Phase, um ausreichend in Schwung zu kommen. Plus: Wer sich anständig aufwärmt, hat meist auch mehr Power für eine lange Tour.

Tipp 3: Sehen und gesehen werden

Wandertouren in der Bergwelt gehen meist über Stock und über Stein und durch dichte Wälder. Ist das Wetter zudem noch grau oder ist man in der Dämmerung unterwegs, darf die Kleidung ruhig so knallig wie möglich sein. Denn: Ist man in einer Gruppe mit unterschiedlich erfahrenen Wanderern unterwegs, unterscheidet sich das Wander-Tempo beispielsweise, ist farbenfrohe Kleidung hilfreich, um sich nach einer Etappe immer wiederzufinden. Ebenfalls hilfreich: Reflektoren an Hose, Jacke oder Rucksack.

Tipp 4: Gutes Schuhwerk

An einer Sache sollte jeder Bergwanderer – ob Einsteiger oder Profi – bestenfalls nicht sparen. Na klar, an den Schuhen. Denn sie sind der wichtigste Ausrüstungsgegenstand für jeden Wanderer. Denn: Drückt der Schuh, macht die Tour auch keinen Spaß. Plus: Bei in guten Schuhen knickt man nicht allzu schnell um. Daher immer zu einem mittelhohen Wanderschuh greifen, der den Knöchel gut schützt. Eine gute Sohle mit einem starken Profil bietet auch auf rutschigem Untergrund genug Halt.

Tipp 5: Ein Rucksack mit allerlei wichtigen Dingen

Ein guter – und vor allem bequemer Rucksack – sollte nicht fehlen. Darin sollte immer enthalten sein:

• Verpflegung wie Äpfel, Bananen und Müsliriegel, die schnell Energie liefern sowie ausreichend Wasser. Wer sich bewegt, wird durstig!
• Regenjacke, für alle Fälle. Denn selbst wenn es nicht regnet, kann die Jacke etwas warmhalten.
• Wanderkarten, denn in den Bergen hat man nicht immer Empfang. Daher bloß nicht auf das Smartphone verlassen!
• Blasenpflaster, kühlendes Wundspray und wärmende Thermo-Creme: Wollen wir hoffen, dass Sie sicher „über den Berg“ kommen. Doch bei kleinen Schnittwunden, Blasen oder einem umgeknickten Knöchel freuen Sie sich über die Notfallapotheke.
• Mütze und Handschuhe, selbst im sonnigen Spätsommer kann es in den Höhen recht frisch sein.

Hier findet Ihr eine ausführliche Packliste zum Wandern

Tipp 6: Genussvolles Wandern, statt Selbstkasteiung

Eine Bergtour soll nicht zu einer Qual werden, sondern vor allem immer Spaß machen! Daher sollte man das bekannte Sprichwort „Weniger ist mehr“ auch hier wortwörtlich nehmen. Ist man bei einer Tour beispielsweise nicht in absoluter Topform empfiehlt es sich, lieber einen Gang runterzuschalten oder die Tour zu verkürzen. Vergessen Sie nicht: Sie wandern in der freien Natur und die birgt manche Gefahr, alsbald man unachtsam wird oder müde ist. Wird es kühler, bitte unbedingt auf die Schleimhäute achten – denn kalte Luft trocknet diese aus.

Zur Person:
Steffi Stöckl ist Wanderguide im Vier-Sterne-Superior-Hotel Alpenhof Hintertux. Rund um das Hotel warten 350 km Wanderwege und Nordic-Walking-Strecken, 90 Gipfeltouren und 55 Dreitausender im Tiroler Zillertal. Die Auswahl an Routen ist ebenso eindrucksvoll, wie die Bergformationen selbst. Vom Hotel können Gäste direkt am Fuße des Hintertuxer Gletschers auf 1500 Meter Höhe gemeinsam mit dem Wanderguide des Hotels zu ihrer Wanderung starten.

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