Mehr Vitamine - weniger Knochenbrüche www.shutterstock.com/Claudio Bertoloni

Mehr Vitamine - weniger Knochenbrüche

  • geschrieben von  Redaktion
Spätestens ab dem 30. Lebensjahr nimmt die Knochendichte bei jedem Menschen langsam ab. Bei Frauen ist dieser Prozess meistens stärker als bei Männern. Gerade beim Sport drohen jetzt vermehrt Ermüdungsbrüche. Man kann seinen Knochen allerdings helfen, indem man bestimmte Nährstoffe zu sich nimmt.

Durch die Abnahme der Knochendichte brechen Knochen bereits bei geringen Belastungen schneller. Darum bekommen vor allem ältere Frauen den Rat, viel Kalzium und Vitamin D zu sich zu nehmen. An diesen Rat sollten sich auch junge und sportliche Frauen halten. Denn gerade beim Sport können stark beanspruchte Knochen durch die Überlastung brechen.

Studie: Vitamin D und Kalzium verhindern Knochenbrüche

Eine US-Studie hat nun ergeben, dass die Einnahme von Vitamin D und Kalzium nicht nur die Knochen von älteren Frauen stärkt. Auch junge Sportlerinnen können ihre Knochen durch die vermehrte Einnahme von Vitamin D und Kalzium stärken. Das hat eine groß angelegte Studie in den USA gezeigt. Die Zahl der Ermüdungsbrüche bei sportlich aktiven jungen Frauen hat sich um ein Viertel reduziert, wenn die Teilnehmerinnen regelmäßig entsprechende Nahrungszusätze zu sich genommen hatten.

An der Studie nahmen mehr als 5.200 Rekrutinnen der US-Navy teil. 300 Teilnehmerinnen erlitten während eines intensiven Trainings im Rahmen der Untersuchung eine Stressfraktur. 130 Frakturen ereigneten sich bei der Gruppe, die ihre Nahrung mit Vitamin D und Kalzium angereichert hatten. 170 Frakturen passierten bei der Kontrollgruppe, bei der Placebos verwendet wurden.

Mit Nahrungsergänzungsmitteln verringert sich das Fraktur-Risiko um 25 Prozent, lautet das Ergebnis des Forscherteams um Dr. Sabrina Strickland aus New York. Die Nahrung der Probandinnen wurde täglich mit 2.000 Milligramm Kalzium und 800 Internationalen Einheiten Vitamin D angereichert.

Stressfrakturen passieren in mehr als der Hälfte aller Fälle an den gewichtstragenden Knochen der Füße oder Unterschenkel. Denn dort ist die Belastung in der Regel am größten. Schuld an den Überlastungsbrüchen sind häufig zu lange, zu starke oder zu schnelle Belastungen. Durch zu hohe Ansprüche ermüden die Muskeln und sie können Stöße nicht mehr ausreichend auffangen. Als Folge kommt es zu einem winzigen Riss im Knochen, der Stressfraktur.


Ursachen Ermüdungsbruch

Typische Situationen für eine Stressfraktur sind: ein Anfänger trainiert zu viel und zu hart, ein Läufer joggt mit ausgelatschten Schuhen, ein Fußballer wechselt von weichem Rasen auf harte Asche oder ein Basketballer spielt auf einem Betonboden. In diesen Fällen werden die Knochen stark beansprucht. Wenn die Knochendichte gering ist, erhöht sich das Risiko für einen Überlastungsbruch noch einmal. Darum sind gerade Frauen besonders gefährdet, da bei ihnen die Knochendichte in der Regel geringer ist und ab dem 30. Lebensjahr schneller abnimmt. Wer das Risiko eines Ermüdungsbruches beim Sport verringern will, sollte regelmäßig Kalzium und Vitamin D zu sich nehmen.

Eine Stressfraktur kann man nicht so leicht feststellen wie einen „normaler“ Knochenbruch. Aber es gibt typische Symptome wie Schmerz und Schwellung, die plötzlich auftreten. Eine Röntgenaufnahme gibt in der Regel eine sichere Auskunft, ob ein Knochen gebrochen ist. In manchen Fällen bringt erst eine Szintigrafie Gewissheit. Bei diesem nuklearmedizinischen Verfahren wird dem Sportler ein radioaktiv markierter Stoff gespritzt. Mit einer speziellen Kamera kann so der Knochenstoffwechsel aufgenommen werden.


Pausieren nach Erdmüdungsbruch

Liegt eine Mikro-Verletzung vor, wird diese durch einen gesteigerten Stoffwechsel im betroffenen Organ sichtbar; auch wenn diese nicht auf dem Röntgenbild sichtbar ist. Dann heißt es zunächst einmal pausieren. Rund sechs bis acht Wochen sollte man den Knochen schonen oder zumindest auf eine Sportart ausweichen, die keine Probleme bereitet.

Vorbeugende Maßnahmen

Vitamin D und Kalzium stärken den Knochen. Aber man kann durch eine bewusste Trainingssteuerung auch eine Stressfraktur vorbeugen. Neue Sportarten solltet ihr nur langsam angehen und das Pensum auch langsam erhöhen, damit sich die Knochen an die ungewohnte Belastung gewöhnen können. Es nützt auch, beim Training die Disziplin zu wechseln, beispielsweise abwechselnd Fahrrad zu fahren und zu joggen, damit die Belastung verteilt wird. Wer überwiegend Ausdauertraining macht, sollte ab und zu eine Einheit Krafttraining machen. Außerdem sollte man bei Schwellungen und Schmerzen das Training abbrechen und besser einen Arzt aufsuchen. Zuletzt hat auch die Studie ja bewiesen, dass Vitamin D und Kalzium das Fraktur-Risiko ebenfalls verringern.

Christian Riedel

 

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