Wie gesund sind Fondue und Raclette? istockphoto.com/donstock

Wie gesund sind Fondue und Raclette?

  • Marco Heibel
An Silvester nehmen sich viele Menschen etwas Tolles vor. Man trifft sich mit Freunden und nimmt sich extra viel Zeit für das Essen. Raclette und Fondue sind am 31.12. besonders beliebt. Doch wie gesund sind diese Gerichte überhaupt?

Neben Schokolade, Käse und Uhren sind Raclette und Fondue vermutlich die beliebtesten Importe aus der Schweiz. Vor allem an einem Abend wie Silvester, an dem die Gemütlichkeit und das Zusammensein im Vordergrund steht (und es außerdem auch darum geht, eine gute Grundlage für den weiteren Abend zu legen ), sind Raclette und Fondue Klassiker. Der Vorteil: Aufgrund der Vielfalt an Beilagen kann jeder sein individuelles Mahl gestalten – und hat dabei Einfluss darauf, ob er eine „Kalorienbombe“ oder nur ein „-bömbchen“ zu sich nimmt.

Raclette – Nach Wusch, mit Käse obendrauf


Beim Raclette, also dem Erhitzen von kleinen Pfannen auf einem speziellen Ofen, kann jeder sein Menü nach Wunsch zusammenstellen. Das kann durchaus kalorienarm ausfallen, etwa indem man seine Pfanne vor allem mit Gemüse befüllt. Raclette-Klassiker sind Mais, Tomaten, Champignons, Paprika oder Zwiebeln. Ebenfalls beliebt sind kalorienreichere Zutaten, wie Kartoffeln, Brot oder Ananas. Freunde des herzhaften Essens können kaum auf Schinken, Salami oder Fleischstücke verzichten. All das schlägt in der Energiebilanz schon ordentlich zu Buche. Für die eigentlichen Kalorien sorgt beim Raclette aber vor allem der Käse, der das „Dach“ einer jeden Pfanne bildet.



Im Supermarkt gibt es speziellen Raclettekäse zu kaufen, der schnell schmilzt und sich gut verteilt. Hierbei handelt es sich üblicherweise um vollfetten Halbhartkäse. Bereits 100 Gramm Raclettekäse enthalten zwischen 300 und 400kcal, der Fettanteil liegt ungefähr bei 40 Prozent. Pro Person kann man zwischen zwischen 100 und 150 Gramm einkalkulieren. Über einen langen Abend kommt da also einiges zusammen.

Wer beim Raclette Kalorien sparen möchte, sollte sein Pfännchen vor allem mit Gemüse auffüllen. Auch beim Käse gibt es etwas leichtere Varianten, die sich ebenfalls zum Raclette machen eignen (z.B. Emmentaler, Edamer oder Gouda). Alles in allem kommen aber auch bei kleinerem Hunger schnell zwischen 600 und 800kcal zusammen. Wer richtig zulangt, überspringt locker die 1.000kcal-Hürde.

Fondue – Heiß und fettig


Beim Fondue, also dem Tunken von Brot in heißes Fett oder Käse, geht es ebenfalls äußerst kalorienreich zu. Hier ist das Anrichten des Fondue in Brühe die gesündere und leichtere Variante.
Tipp: Achte darauf, die Fleischstücke möglichst klein und dünn zu schneiden. So wird das Fleisch schneller gar, ohne dass es zu viel Käse oder Fett aufnimmt (hier findet Ihr mehr Tipps zum Fleischfondue).

Beim Raclette sind aber auch die Saucen (z.B. Knoblauch, Cocktail) echte Kalorienbomben. Hier kannst Du Kalorien sparen, indem Du als Beilage Salate servierst. Vor allem gemischte Salate mit einem leichten Öl-Essig-Dressing sind die deutlich kalorienärmere Alternative zu schweren Salaten mit Mayonnaise. Nicht unterschätzen sollte man bei der Kalorienbilanz auch das Brot, das gerne als Beilage gereicht wird und gerade beim Fondue mit Käse auch gerne getunkt wird.

Generell solltest Du es beim Raclette und beim Fondue defensiv angehen. Fang langsam an, belege immer nur ein Pfännchen gleichzeitig bzw. nimm Dir nur einen Spieß. Dann ist die Chance groß, dass die Sättigung früh einsetzt und Dich über den Abend nicht „überfrisst“.

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