Brillen im Outdoorsport – darauf kommt es an adidas Sport eyewear
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Brillen im Outdoorsport – darauf kommt es an

  • geschrieben von  Redaktion
Gleißende Sonne, blendender Schnee, holprige Radwege – der Sport im Freien birgt etliche Risiken. Wer da nicht die passende Brille trägt, gefährdet seine Gesundheit. Worauf man bei der Auswahl der Brille achten muss, erfahrt Ihr hier.
Die Deutschen sind längst keine Bewegungsmuffel mehr. Die Hälfte treibt mehrmals in der Woche Sport, 22 Prozent mindestens einmal. Die schlechte Nachricht: Jeder zweite Brillenträger nutzt dabei seine normalen Korrektionsgläser, aber nur drei Prozent eine Sportbrille. Und das ist wenig sportlich. Immerhin ereignet sich jeder neunte Unfall beim Sport. Viele davon, weil die Aktiven aus Unkenntnis ohne oder mit der falschen Brille auf der Nase unterwegs sind. Allein bei den Skiunfällen zählen Seh- und Wahrnehmungsfehler zu den häufigsten Ursachen.

Risiken

So gesund der Sport im Freien auch ist, so viele Gefahren lauern hier schon von Natur aus: UV-Licht, Blendung, Reflexionen, Temperaturunterschiede, schwieriges Terrain. Schnee und Wasser reflektieren das Licht bis zu 85 Prozent und mehr. Skialpinisten beispielsweise können bei gleißendem Sonnenlicht die Piste nicht checken, Ruderer den Schwimmer übersehen. Da hört der Spaß schnell auf.

Alternativen

Ohne passenden Augenschutz kann die Gesundheit erheblich und auf Dauer geschädigt werden. Bei Wind und Wetter sind Sportbrillen deshalb ein Muss. Doch wie findet man die richtige? Gleich vorab: Die Outdoor-Sportbrille schlechthin gibt es nicht, auch nicht die Sportbrille für alles.

Die Sehhilfen sollen zuallererst die Träger schützen und für gutes Sehen sorgen. Oberstes Gebot: Sie müssen schädliches UV-Licht fernhalten. Wichtig sind außerdem Belüftungssysteme und Tönungen für die jeweiligen Sportarten. Dass der Augenschutz leicht, ergonomisch und anatomisch perfekt am Kopf sitzen sollte, macht die Sache komfortabel. Eine normale Korrektions- oder Sonnenbrille kann das nicht alles leisten.

So sind Sportbrillen heute funktional, bequem und natürlich auch stylisch. Sie überzeugen mit Hightech-Material, perfekter Passform und ausgefeilten Features. Auch für Fehlsichtige – jeder vierte Deutsche trägt ständig eine Brille 2 – ist die sichere Bewegung im Freien längst keine Hürde mehr. Sie können auf die Kombination von Kontaktlinsen und Sportbrille, auf Sportbrillen mit Sehstärke, Clip-in-Systeme oder Wechselscheiben zurückgreifen. Viele Möglichkeiten, von denen einige sogar Korrektionen von –15 bis +15 Dioptrien erlauben.

Wer ganzjährig Sport treibt, greift zu Baukastensystemen: Verschiedene Rahmen, Gläser und Bügel können kombiniert werden. So wird aus der Laufbrille mit spezieller Belüftung für den Sommer ruckzuck die Winterversion mit Doppelthermogläsern.

Vieles ist möglich. Man muss den Bedarf und die Angebote nur kennen. Sportoptiker beraten, helfen bei Brillenauswahl und Brillenanpassung.

Brillen im Outdoorsport – darauf kommt es an

• Schutz vor UV-Strahlung, Blendung, Witterung, mechanischen Einflüssen
• bruchsicher, schlagfest und je nach Einsatz hitze- oder kältebeständig
• sehr leicht
• Korrektion der Fehlsichtigkeit
• Belüftungssysteme je nach Sportart
• anatomisch und ergonomisch angepasste Form
• komfortabler Sitz – kein Drücken, Wackeln, Rutschen
• kompatibel mit Helmen
• Tönungen und Farben je nach Breitengraden und Sportart
• ansprechendes Design

Gefahren - das kann ins Auge gehen

Es blendet, es brennt, es schmerzt. Jeder neunte Unfall ereignet sich beim Sport. Welche Risiken der Sport im Freien birgt.

UV-Licht
Der Angriff aus der Natur ist unsichtbar und deshalb besonders tückisch. Ultraviolettes Licht (UV-Licht) schädigt nicht nur die Haut, sondern auch die Augen. Und das zu jeder Jahreszeit. Die Folgen sind manchmal erst Jahre später zu spüren. Eine akute Bindehautentzündung ist auskurierbar, auf Dauer kann UV-Licht aber auch Linse und Netzhaut bleibend schädigen.

Kinder sind auf den UV-Schutz besonders angewiesen. Sie haben größere Pupillen und hellere Augenlinsen als Erwachsene, mehr UV-Licht dringt ins Augeninnere. Fatal: Laut einer Allensbach-Studie wissen 14 Prozent der Bevölkerung nicht, dass UV-Licht die Augen schädigt.

Blendung
Die Gefahr trifft mehr oder weniger alle Outdoorsportler – selbst im Schatten. Auch wenn der Blick nicht direkt zur Sonne geht, können Blendungen von reflektierenden Flächen das Sehvermögen gefährlich beeinträchtigen. Das hängt vom Einfallswinkel der Strahlen und von der Oberflächenbeschaffenheit ab. Neuschnee reflektiert das Licht zu etwa 85 Prozent, Sand zu mehr als 30 Prozent. Bei Wasser hängt die Reflexion besonders stark vom Einfallswinkel der Sonnenstrahlen ab: Ist er sehr steil, wird fast keine Strahlung reflektiert, bei einem sehr flachen Einfallswinkel nahezu die gesamte Strahlung.

Die blendende Sonne war im Jahr 2015 hauptverantwortlich für zwei Drittel aller witterungsbedingten Verkehrsunfälle mit Personenschaden. Auch Sportler, die schnell unterwegs sind, bewegen sich im Risikobereich. Schon wenige Sekunden im Blindflug können für Motocross-Fahrer, Skialpinisten, Radsportler oder Surfer kreuzgefährlich werden. Weniger gefährlich, aber ärgerlich sind die Risiken und Nebenwirkungen, zu denen kein Arzt konsultiert wird: Anspannung, Müdigkeit, Unsicherheit. Sie stehen ehrgeizigen Sportlerzielen im Weg – denn der Golf-Spieler will den Ball schließlich ins Loch putten und der Beachvolleyballer den Float Serve erfolgreich platzieren. Wer verliert schon gern, nur weil er schlecht sieht?

Verletzungen

Der Jogger stolpert über die Wurzel, der Mountainbiker stürzt in unwegsamem Gelände, der Surfer kann dem anderen nicht mehr ausweichen.

Der Sport endet beim Arzt – häufig weil die Freizeitsportler keine oder nicht die richtige Brille auf der Nase hatten.

Jeder neunte Unfall ereignet sich nach Angaben der privaten Unfallversicherer beim Sport. Dabei schießen sich Fußballer mit 37 Prozent an die Spitze, die Skisportler folgen mit 23 Prozent auf Platz zwei, die anderen Ballspieler folgen mit zwölf Prozent.

Quelle: Kuratorium Gutes Sehen

Das Kuratorium Gutes Sehen (KGS) ist eine unabhängige und überregionale Initiative, die seit 1949 erfolgreich Aufklärungsarbeit rund um gutes Sehen und Aussehen mit Brille und Kontaktlinsen leistet. Ziel des KGS ist es, durch verlässliche Information und verständliche Argumentation einer breiten Öffentlichkeit die Bedeutung guten Sehens bewusst zu machen. Weitere Informationen unter www.sehen.de