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Interview mit Sean Dundee - Unser Kolumnist für die WM in Südafrika

Interview mit Sean Dundee - Unser Kolumnist für die WM in Südafrika

Liebe netzathleten, wir möchten Euch unseren Kolumnisten für die Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika vorstellen: Sean Dundee. Der ehemalige Stürmer des Karlsruher SC, des FC Liverpool und des VfB Stuttgart wird im Magazin regelmäßig seine Einschätzungen zum WM-Geschehen geben.

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Sean Dundee ist den meisten Fußball-Fans ein Begriff. Der ehemalige Stürmer ging in seiner aktiven Zeit unter anderem für den Karlsruher SC und den VfB Stuttgart auf Torejagd. Inzwischen lebt er in seiner Geburtsstadt Durban (Südafrika), also in der Stadt in der die DFB-Elf ihr erstes Spiel gegen Australien austragen wird. Dundee hat seit 1997 die Deutsche Staatsbürgerschaft. Damals wurde er im Eilverfahren eingebürgert und sogar in die DFB-Auswahl berufen, in der er allerdings nicht zum Einsatz kam.

Im Interview erfahrt ihr mehr über das aktuelle Leben des „Torkrokodils“ – wie ihn die Boulevardpresse einst taufte – und wie er die Chancen von Südafrika bei der WM sieht.

netzathleten: Hallo Sean, schön dass Du für uns zur WM eine Kolumne schreibst. Deine Bundesliga-Zeit liegt ja inzwischen doch schon ein wenig zurück. Was machst Du denn zur Zeit?

Sean Dundee: Seit etwa einem halben Jahr arbeite ich für das Südafrikanische Fernsehen als Experte. Ich hab Glück gehabt, diesen Job bekommen zu haben und es macht mir viel Spaß. Ich bin vor allem für die Bundesliga zuständig, schließlich habe ich jahrelang in Deutschland gespielt.

netzathleten: Und was hast Du so in der Zukunft geplant? Wirst Du irgendwann auch mal wieder nach Deutschland kommen?

Sean Dundee: Ja, allerdings. Ich plane, nächstes Jahr zurück zu kommen. Deutschland ist für mich mein Zuhause. Ich würde auch gerne in Deutschland meinen Trainerschein machen oder bei einem meiner alten Vereine einen Job übernehmen. Aber das sind im Moment alles neue Überlegungen, und man muss sehen, was sich ergibt. Ich muss natürlich vorher auch schauen, wie es hier weiter geht. Der Sender, für den ich arbeite, hat sich die Bundesligarechte für nächste Saison gesichert. Sie halten die Bundesliga für besser als die Italienische Liga. Dieser Job ist auch eine große Chance für mich, Erfahrungen beim Fernsehen zu sammeln. Auch auf meine Familie muss ich Rücksicht nehmen. Solche Entscheidungen müssen gemeinsam getroffen werden. Und meinem Sohn gefällt die Kälte in Deutschland nicht… Aber ich will unbedingt zurück.


netzathleten: Ist es auch ein Ziel, in Deutschland als Trainer zu arbeiten?

Sean Dundee: Ja, irgendwann schon. Weißt du es ist so, dass ich schon Verschiedenes ausprobiert habe. Ich habe hier mit einem Spielerberater zusammengearbeitet und wollte selbst Spieler übernehmen. Aber ich habe gemerkt, dass das nichts für mich ist. Ich will kein Berater werden. Ich bin zu ehrlich für dieses Geschäft. Obwohl ich trotzdem sehr gerne helfen würde, Jungs rüberzuschicken nach Europa. Aber das ist sehr schwierig. Und zurzeit macht mir mein Job beim Fernsehen auch sehr viel Spaß. Hier in Südafrika einen Trainerschein zu machen, nutzt einem nicht viel. Ich könnte wahrscheinlich hier irgendwo Co-Trainer werden. Der Fußball ist hier zudem noch nicht da, wo er sein sollte. Südafrika hängt noch ziemlich hinterher.

netzathleten: Kommen wir doch mal zur WM. Wo siehst Du die südafrikanische Mannschaft?

Sean Dundee: Bis vor ein paar Monaten hatte ich eigentlich ein ganz gutes Gefühl. Aber inzwischen glaube ich, dass es keine wirklich gute WM für Südafrika wird. Das größte Problem ist, dass Südafrika keine Stürmer hat. Wenn man dann noch die Gruppengegner Mexiko, Uruguay und Frankreich sieht, wird das zu schwer für sie. Die wichtigsten Spieler im Team sind sicherlich Steven Pienaar vom FC Everton und Benny McCarthy von West Ham United. Auf die hoffen hier alle. Aber leider kommt McCarthy bei seinem Verein nicht so zum Zuge und daher weiß keiner, in welcher Verfassung er ist.

Man sollte die Hoffnung jedoch nicht aufgeben. Südafrika spielt zuerst gegen Mexiko und mit den Zuschauern im Rücken, weiß man nicht was passiert. Die Stimmung im ganzen Land steigt seit ein paar Monaten. Die Leute fiebern der WM entgegen, und man merkt, dass nur noch Fußball zählt. Es ist das erste Mal in meinem Leben, dass ich sagen kann: Man sieht, dass alle zusammen halten. Ich hoffe, Südafrika gewinnt gegen Mexiko. Das wäre sicherlich das Schönste für die Fans.

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Es gibt einen Kommentar

Martin J. schrieb am 21.05.10 um 10:51
Martin J.
Cool, endlich mal wieder was vom Crocodile zu hören
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