Jens Filbrich
Jens Filbrich

Jens Filbrich

Skilanglauf / Bronzemedaille WM 2007, Silbermedaille Olympia 2006,

Jens Filbrich wurde 1979 in Suhl (Thüringen) geboren. Jens gewann in seiner Laufbahn bei Olympischen Winterspielen Bronze (2002) und Silber (2006) mit der 4x10km Staffel. Bei Weltmeisterschaften konnte er ebenfalls mit der Staffel Silber- und Bronzemedaillen erringen. Sein größter Einzelerfolg war die Bronzemedaille über 50 km im klassischen Stil bei der Weltmeisterschaft 2007 in Sapporo.

Interview mit Langläufer Jens Filbrich

Interview mit Langläufer Jens Filbrich

Jens Filbirch, einer der erfolgreichsten Langläufer Deutschlands, spricht im Netzathleten-Interview über zwei Saisonhöhepunkte, seine Vorbereitung und über besondere Rituale.

Netzathleten: Hallo Jens. Fangen wir mal ganz früh an… Wie bist Du denn überhaupt zum Langlauf gekommen?
Naja, ich komme aus Oberhof und das ist ja eine Wintersport-Hochburg und somit bin ich praktisch schon als kleiner Junge im Schnee aufgewachsen. Auch meine Eltern waren früher selbst Skilangläufer und von daher wurde mir der Wintersport praktisch in die Wiege gelegt. Über die Schule bin ich dann in das Trainingszentrum gekommen und habe dann in einer Trainingsgruppe angefangen.

Netzathleten: Warum hast Du Dich für Langlauf entschieden? Warum nicht Alpin oder Biathlon?
Jens Filbrich: Genau sagen kann ich das nicht. Aber ich würde es damit erklären, dass meine Eltern selbst auch Langläufer waren. Meine Mutter war sehr erfolgreich, hat Medaillen bei Weltmeisterschaften und olympischen Spielen gewonnen. Da habe ich schon immer ein bisschen aufgeschaut und wollte ihr einfach nacheifern. Ich habe nie irgendeine andere Sportart im Kopf gehabt. Ich war von Anfang an Langläufer und es hat auch immer Spaß gemacht. Dazu war ich auch noch immer recht erfolgreich und so kam eins zum anderen.

Netzathleten: Bei der WM2007 hast Du Bronze über die 50 Kilometer gewonnen. Was verbindest Du mit diesem Erfolg und was ist danach in Dir vorgegangen?
Jens Filbrich: Diese Medaille ist mein größter persönlicher Erfolg, weil es meine bisher einzige Einzelmedaille ist, die ich erringen konnte. Sie ist zudem eine ganz besondere Medaille, da ich im Wettkampf davor (30 km Verfolgung) ganz knapp Vierter geworden bin. - Pietro Piller Cottrer hatte mich im Zielspurt noch überholt. Auch meine großen Hoffnungen auf die Staffel hatten sich nicht erfüllt. Wir sind ebenfalls „nur“ Vierter geworden. Dann habe ich schon gedacht: „Oh Mann, das kann ja nicht wahr sein. Jetzt bist du so gut drauf und fährst wahrscheinlich ohne Medaille nach Hause“. Trotzdem habe ich natürlich auf die 50 Kilometer gehofft, denn schließlich wurden sie im klassischen Stil gefahren und ich bin der Klassik-Spezialist bei uns im Team. Deshalb habe ich zwar schon daran geglaubt, dass auch eine Medaille drin ist. Aber gerade bei 50 Kilometern kann so viel passieren. Da kann man nur hoffen, dass da alles gut geht, dass das Material hält und die Tagesform passt. Und zum Glück war das bei mir so. Nach dem Rennen war ich überglücklich, dass ich überhaupt eine Einzelmedaille geholt habe. Und dass es dann auch noch über 50 km war, ist schon etwas ganz besonderes.

Netzathleten: An was denkt man während 50 Kilometern rennen eigentlich?
Jens Filbrich: Seit aus dem 50 km Einzelstart ein 50 km Massenstart wurde, läuft man die ganze Zeit Mann gegen Mann. Dabei ist man weniger mit der Streckenlänge beschäftigt. Vom Kopf her ist man viel mehr in der jeweiligen Rennsituation dabei. Ich denke eigentlich nur von Kilometer zu Kilometer.

Netzathleten: Als Langläufer kommt man ja relativ viel rum in der Welt. Hast Du eine Lieblingsstrecke?
Jens Filbrich: Ja also über die Jahre hinweg merkt man schon, wo man gerne läuft oder wo man meistens erfolgreich ist. Bei mir ist das zum einen Kousamo in Finnland, wo ich schon ganz oft in den Top 10 oder sogar auf dem Podium war. Besonders gerne laufe ich noch in Val di Fiemme. Da ist immer das Tour de Ski Finale und außerdem war ich auch auf dieser Strecke immer gut und habe dort 2003 eine super WM gehabt.

Seite 1: Interview mit Langläufer Jens Filbrich
Seite 2: Rituale und Saisonvorbereitung
Seite 3: Ein Ausblick auf Olympia 2010 in Vancouver
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