Unterwasserrugby - Sport in der dritten Dimension
Rugby spielt man normalerweise zu Lande und der Ball fliegt durch die Luft. Doch auch im Wasser gibt es eine Spielart des in England erfundenen Spiels: Das Unterwasserrugby. Diese Variante stammt aus Good Old Germany, genauer gesagt aus dem Ruhrgebiet.
Unterwasserrugby wird in einer Wassertiefe von 3,5 bis 5 Metern Tiefe gespielt. Die Tore sind schwere Eisenkörbe, mit einem Durchmesser von 40 Zentimetern, also etwas weniger als der eines Basketballkorbes. Sie stehen am Boden des Schwimmbeckens und sind das Ziel der Spieler, die versuchen den Ball darin zu versenken.
Dabei geht es durchaus hart zur Sache. Nicht nur, dass körperlich gerungen wird, auch der fehlende Sauerstoff macht den Akteuren zu schaffen. Zu ihrer Ausrüstung gehören nämlich keine Sauerstoffflaschen. Sie müssen sich mit einem Schnorchel begnügen. Dazu kommt die Tauchermaske, Schwimmflossen und – nicht zu vergessen – die Schwimmbekleidung. Hierzu gehört auch eine Wasserballmütze, die notwendigerweise auch mit Ohrenschützern ausgestattet ist.
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Unterwasserrugby
Die Anforderungen beim Unterwasserrugby
Der Ball, der mit einer Salzwasserlösung gefüllt ist, darf beim Spiel nicht an die Wasseroberfläche gelangen. Durch die größere Dichte der Salzlösung sinkt der Ball mit gut einem Meter pro Sekunde Richtung Boden des Beckens. Da Unterwasserrugby trotz der Trägheit des Wassers ein sehr schnelles Spiel ist, ist viel Ausdauer und Apnoetraining erforderlich. Deshalb bestehen die Teams auch aus 12 Spielern, von denen sich sechs im Spiel befinden, während die anderen versuchen, wieder Luft zu tanken. Ihr nächster Einsatz wird nicht lange auf sich warten lassen, schließlich wird fliegend gewechselt.
Neben der Ausdauer sind aber auch taktisches Kalkül, Kraft, Schnelligkeit und Wendigkeit beim Unterwasserrugby gefordert. Um sich in den drei Dimensionen – beim Unterwasserrugby können Angriffe auch von oben oder unten erfolgen – zurechtzufinden, ist allgemein eine gute Übersicht notwendig.