Transalpine-Run in Rekordzeit - Abenteuer Alpencross
Vom 5. bis 12. September stellten sich etwa 500 Läufer der Herausforderung Alpencross. Der 5. „Gore-Tex Transalpine-Run“ ging über 238 Kilometer und führte durch vier Länder. Zu Fuß über die Alpen – Das Siegerteam absolvierte die Westroute in Rekordzeit.
Der Gore-Tex Transalpine-Run gilt seit seiner Premiere im Jahr 2005 als eine der größten Herausforderungen für Bergläufer. Die Strecke führte auf einer der landschaftlich schönsten Routen (Allgäuer Alpen/Lechtaler Alpen/Ferwall/Silveretta/Sesvenna Gruppe/Südl. Ötztaler Alpen) in acht Tagesetappen durch vier Länder über die Alpen.
Die Tagesetappen von bis zu 2.400 Höhenmetern im Aufstieg und bis zu 42 Kilometern Streckenlänge insgesamt, fordern den ganzen Einsatz der Teilnehmer. Die Zweierteams gingen jeweils in den Kategorien Damen, Herren, Mixed und Master (die Duos müssen hier ein Gesamtalter von über 80 Jahren haben) an den Start.
Die letzten Etappen
Die beiden Gesamtführenden, Andrew Symonds und Tom Owens, vom „Saab Salomon Outdoor Team“ gewannen auch die letzten drei Etappen des Transalpine-Run 2009. Nur einen Tagessieg – den beim Bergsprint vergangene Woche – konnten sie nicht erringen. Die beiden Briten benötigten für die 28,62 Kilometer und 1.817 Höhenmeter der letzten Etappe 2:46:51.8 Stunden. Damit blieben die diesjährigen Dominatoren auf den knapp 240 Kilometern 22 Minuten unter der bis dato für die Westroute geltende Rekordzeit von 2007 (24:02:47.2).
Gesamtzweite wurden Thomas Geisenberger und Michael Veit von „Team Dr. Steinbauer“ (25:57:59.4), vor dem „Telmekom Team Südtirol“ um Roland Osele und Michael Fischer (26:21:10.4).
Nachdem sie all ihre sieben gewonnen Etappen ebenfalls in Rekordzeit bewältigt hatten, gehen Symonds und Owens als würdige Gewinner in die Geschichtsbücher des Transalpine-Run ein. „Wir freuen uns wirklich sehr und sind sehr zufrieden. Es war eine fantastische Woche, ein super Kurs“, fasste Owens nach dem Zieleinlauf in Latsch zusammen. Sein Teamkollege Symonds ergänzte: „Die Wegführung war vom Start in Oberstdorf bis hierher einfach brillant. Es war eine großartige Woche.“
Allerdings vergaßen die beiden Briten nicht zu erwähnen, dass sie auf ihrer Rekordjagd „von den hervorragenden Bedingungen profitiert“ hatten. „Die haben uns eine konstant Leistung überhaupt erst ermöglicht“, sagte Owens abschließend.
„Team Dr. Steinbauer“ überrascht sich selbst
Konnte man bei den beiden in Schottland lebenden Läufern, die im Vorfeld noch als Geheimtipp gehandelt worden waren, von einer Top-Performance ausgehen, waren es zwei Deutsche, die von ihrer Leistung selbst überrascht waren. Mit dem zweiten Gesamtplatz hatten Thomas Geisenberger und Michael Veit selbst am wenigsten gerechnet. „Ich bin sprachlos“, erklärte dann auch Veit, der wie sein Partner gemeinsam mit seinen Kindern über die Ziellinie gelaufen war. „Wir hätten nie erwartet, so weit vorne landen zu können. Aber wir haben super harmoniert. Das war der Schlüssel zum Erfolg.“
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