Rennrodeln –Wer hat´s erfunden?

Rennrodeln –Wer hat´s erfunden?

Die Geschichte des Schlittens geht auf Zeiten vor der Erfindung des Rades zurück. Bis die Menschen den Schlitten als Sport- und später sogar Wettkampfgerät entdeckten, dauerte es allerdings mehrere tausend Jahre. Am Ende gingen drei olympische Disziplinen aus dem einfachen Schlitten hervor: Skeleton, Bob und Rennrodeln.

Bereits im alten Ägypten wurden Schlitten als Transportmittel, beispielsweise auf Baustellen, genutzt. Auch in vielen nordischen Kulturen entstanden frühzeitig Schlitten, um die Fortbewegung in den schneereichen Gebieten zu ermöglichen. Später folgte die Entwicklung des Nutzschlittens zum Sportgerät

Entstehung des heutigen Rennschlittens

Die Anfänge der Schlittenrennen liegen in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Auf naturbelassenen, kurzen Streckenabschnitten wurde vermutlich bereits gewetteifert, wobei der Spaß meistens im Vordergrund stand. Organisierte Wettkämpfe aus dieser Zeit sind kaum bekannt.

Das heutige Rennrodeln im Eiskanal geht auf den Skeletonsport zurück, der in St. Moritz seinen Ursprung hat. Nur für Skeleton wurden eigens Rennbahnen angefertigt. Die Kunsteisbahnen sind heute zwischen 800 und 1.250 Meter lang. In Deutschland gründete sich bereits 1911 ein Rodel-Bund. Erst 1957 folgte dann der internationale Rodelverband (FIL) und auch der erste olympische Rodelwettkampf ließ auf sich warten.

Rennrodeln bei Olympia

Im Vergleich zu Skeleton- und Bobwettkämpfen wurde das Rennrodeln erst sehr spät in das olympische Programm aufgenommen. Genauer gesagt wurden 1964 in Innsbruck zum ersten Mal olympische Rennrodelwettbewerbe ausgetragen.

Die drei Rennrodel-Disziplinen

Gestartet wird heute in drei Disziplinen. Der Einzelwettbewerb wird von Frauen und Männern bestritten. Rennen im Doppelsitzer dagegen nur von den Herren. Außerdem wurde ein Staffelwettbewerb eingeführt, der in der Saison 2010/2011 zum ersten Mal im Weltcup gefahren wurde.

Dabei treten drei Vertreter aller Disziplinen unmittelbar hintereinander an. Am Ende der Bahn muss ein Anschlag getroffen werden, der wiederrum den Start für den folgenden Schlitten freigibt. 2014 wird der Staffel-Wettkampf im Programm der olympischen Winterspiele in Sotschi sein Debüt feiern.
Ausrichtung Mitte:

Fotostrecke

Rennrodeln Geschichte

Allgemeine Rennrodel-Regeln

  • Der Schlitten ist 1,35 Meter lang und 22 Kilogramm (Doppelsitzer 25 kg) schwer
  • Körperliches Höchstgewicht liegt bei 75 kg Frauen und 90 kg Männer
  • Im Einzelwettbewerb werden zwei Durchgänge gefahren
  • Im Doppel- und dem Staffelwettbewerb gibt es nur eine Fahrt durch den Kanal
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