Jens Filbrich

Jens Filbrich

Skilanglauf / Bronzemedaille WM 2007, Silbermedaille Olympia 2006,

Jens Filbrich wurde 1979 in Suhl (Thüringen) geboren. Jens gewann in seiner Laufbahn bei Olympischen Winterspielen Bronze (2002) und Silber (2006) mit der 4x10km Staffel. Bei Weltmeisterschaften konnte er ebenfalls mit der Staffel Silber- und Bronzemedaillen erringen. Sein größter Einzelerfolg war die Bronzemedaille über 50 km im klassischen Stil bei der Weltmeisterschaft 2007 in Sapporo.

Hautnah an den Stars – Ein Gespräch mit Jens Filbrich

Hautnah an den Stars – Ein Gespräch mit Jens Filbrich

Am heutigen Mittwoch geht die Tour de Ski in ihre zweite Phase. Bei den Herren läuft es gut, die Damen hingegen sind – bis auf Katrin Zeller – alle aus der Tour de Ski ausgestiegen. Auf seinem Weg zu Olympia ist die Tour de Ski auch für Langläufer Jens Filbrich eine erste Standortbestimmung.

Jens Filbrich über die Einteilung der Tour de Ski

Langläufer Jens Filbrich hat es geschafft, der Frankenhainer hat sich vor knapp drei Wochen beim Weltcup in Rogla (Slowenien) mit einem fünften Platz für die Olympischen Spiele in Vancouver qualifiziert. Den ersten Saisonhöhepunkt, die Tour de Ski, konnte er somit etwas ruhiger angehen.

Die Streckeneinteilung der diesjährigen Tour hat im Vorfeld Diskussionen hervorgerufen – sie sei zu sprintlastig. Jens Filbrich, unser Mann im deutschen Team, sieht das anders: „Es sind eigentlich nur zwei Sprints und jetzt, nach der vierten Etappe, beginnt die Tour eigentlich neu. Es kommen lange Kanten, erst 35km, danach ein Lauf gegen die Uhr über 10km und dann ein 20km Massenstart. Und auch der letzte Anstieg ist im Grunde nichts für Sprinter. Insofern sehe ich die Einteilung eher positiv und ausgeglichen.“

Jens Filbrich über Positionswechsel bei den Rennen

Das Rennen in Toblach wird im Skating-Stil gelaufen. Im Vergleich zum klassischen Stil, wo in einer gespurten Loipe gefahren wird, wird hier das Rennen ohne vorgegebene Spur ausgetragen. Plätze gut zu machen, ist bei beiden Stilen nicht ganz einfach. Im klassischen Stil kommt es gerade bei Spurwechseln immer wieder zu Stürzen. Dennoch sieht Filbrich die größeren Schwierigkeiten beim Skating-Stil. „Im Klassischen ist es einfacher Positionen gut zu machen, da durch die vorgegebenen Spuren alles etwas geordneter abläuft. Jeder wählt sich seine Spur und es gibt weniger Rangeleien als beim Skaten.“ Das Ausstellen der Ski beim Skating ist für ihn das Problem. „Dadurch passiert es viel leichter, dass man sich mit einem Gegner verhakt oder sich gegenseitig auf die Ski tritt und dadurch zu Fall kommt.“

Jens Filbrich über die Olympiavorbereitung

Sein erstes großes Ziel, die Qualifikation für Olympia, hat Filbrich bereits in der Tasche. Nach der Tour de Ski, die am 10. Januar zu Ende gehen wird, richtet er den ganzen Fokus auf Vancouver. „Ich werde die kompletten nächsten Weltcup-Veranstaltungen nicht bestreiten, weil ich denke, dass es vom Programm her ziemlich schwierig ist, die Tour de Ski zu laufen und danach dann im Wettkampfprogramm weiter zu machen.“ Vielmehr wird der Frankenhainer sich individuell auf Olympia vorbereiten. Ein erneuter Formaufbau, mit dem Ziel in Kanada in Topform zu sein, wird seine Wochen vor den Spielen prägen. „Zudem werden wir relativ frühzeitig nach Kanada fliegen, um genügend Zeit zu haben, uns zu akklimatisieren – besonders im Hinblick auf die Zeitverschiebung.“

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