Die Vorstellung der Gegner - Teil 2 meiner EM-Kolumne

Die Vorstellung der Gegner - Teil 2 meiner EM-Kolumne

Heute geht die Europameisterschaft endlich los. Nach der holprigen Vorbereitung steht nun die schwere Vorrundengruppe für unsere Jungs an. Mit Polen wartet gleich ein ganz dicker Brocken auf die Mannschaft von Heiner Brandt. Doch auch die nächsten Gegner, Schweden und Slowenien, muss man ernst nehmen.

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Bei unserem Titelgewinn 2007, bei der Heim-WM, lief im Vorfeld auch nicht alles glatt. Vorbereitung und Turnier sind allerdings zwei verschiedene Paar Schuhe. Das war damals so und gilt auch heute. Ab jetzt geht es um den Titel. Die Mannschaft muss von Beginn an zeigen, was in ihr steckt. Ein guter Start in das Turnier ist für den weiteren Verlauf enorm wichtig. Werfen wir zunächst einen genaueren Blick auf unsere ersten beiden Gegner in der Vorrunde, Polen und Schweden.

Die Gruppenspiele der Handball-EM finden vom 19. bis 23. Januar statt. Die ersten drei Teams qualifizieren sich für die Hauptrunde, die vom 24. bis 28. Januar gespielt wird. Die Halbfinals und das Endspiel werden am 30. und 31. Januar 2010 in Wien ausgetragen.

Bekannte Gesichter bei Polen

Die Polen haben eine sehr routinierte Mannschaft. Spätestens seit der WM 2007 muss man unseren damaligen Finalgegner immer auf der Rechnung haben. Das Team besteht zum Großteil aus Spielern, die ihr Geld in internationalen Ligen verdienen, die meisten davon kennt man aus der Bundesliga. Insbesondere Karol Bielecki von den Rhein-Neckar Löwen, und das Brüderpaar Krzysztof und Michal Lijewski vom HSV Hamburg. Viele bringen dazu auch Champions League Erfahrung mit, insgesamt ist Polen also ein sehr erfahrener und auch gefährlicher Gegner.
Sie verfügen über einen äußerst starken Rückraum und haben gute Außenspieler. Taktisch gesehen werden sie, genau wie wir, mit einer 6:0 Deckung antreten. Polen ist mittlerweile eine Mannschaft, die weit kommen kann. Das hat man auch bei der letzten WM in Kroatien gesehen, als sie Dritter wurden. Ihre internationalen Ergebnisse sind in den letzten Jahren also recht konstant. Körperlich sind die Polen wohl die kompaktesten in unserer Gruppe. Bielecki, die Lijewski-Brüder und die Jurecki-Brüder, die ebenfalls in Deutschland ihr Geld verdienen, sind allesamt um die zwei Meter groß. Echte Kanten also.


Einen kleinen Schwachpunkt mache ich allerdings beim zweiten Torhüter der polnischen Mannschaft aus. Sie haben keinen adäquaten Ersatzmann. Sollte aber die eigentliche Nummer Eins, Slavomir Szmal, in Normalform sein, ist das aber letztlich auch kein Problem. Mein Tipp gegen Polen: Wir kämpfen uns zu einem knappen Sieg.

Vorsicht vor Slowenien

Mit Slowenien haben wir eine Mannschaft in der Gruppe, die man auf gar keinen Fall unterschätzen darf. Auch wenn wir sie in der Qualifikation zwei Mal geschlagen haben – in Deutschland sehr deutlich, in Slowenien mit einem Tor Unterschied – halte ich sie für sehr, sehr gefährlich. Mit Zvonimir Serdarusic, dem ehemaligen Kieler, haben sie einen echten Trainerfuchs auf der Bank. Er ist für mich so ein bisschen der Star der Mannschaft. Was dieses Team drauf hat, wird man ganz sicher auch an den Ergebnissen sehen.

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Es gibt einen Kommentar

Markus P. schrieb am 20.01.10 um 15:39
Markus P.
Kopf hoch, Jungs!
Es kann nur besser werden

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