In manchen Basketballspielstätten Deutschlands herrscht ein Problem. Die Hallensituation sorgt für Kopfzerbrechen. In Hagen, Paderborn und Ulm muss sich etwas ändern, damit der Profisport strukturell am Leben bleibt.
Am 15. Oktober lief in den deutschen Kinos der Streifen "Hangtime - Kein leichtes Spiel" an. Darin wirken einige der Profis von Phoenix Hagen mit und zeigen, dass auch hierzulande guter Basketball gespielt wird.
Was aber im Film gezeigt wird, entspricht weniger der Realität. Gemeint ist dabei nicht die Art und Weise, wie die Feuervögel auf dem Platz auftreten, dem Gegner die Leviten lesen oder um wichtige Punkte in der Liga kämpfen.
Am 11.10.2009 fand die erste Bewährungsprobe in der Heimhalle in Hagen statt. 3.035 Zuschauer strömten in die Phoenix-Halle in der Färberstraße. Die während der Sommerpause umgebaute Tennishalle inmitten eines in die Jahre gekommenen Industrieareals kann zwar nicht die Geschichten erzählen wie zum Beispiel die Sporthalle Ost der Giessen 46ers oder eben die altehrwürdige Ischelandhalle, die ehemalige Heimstätte von Brandt Hagen. Trotzdem wirkt das Gebäude in dieser Spielzeit als Übergangslösung der Hagener Basketballer. Derzeit wird die Ischelandhalle auf das erforderliche Beko-BBL-Fassungsvermögen von 3.000 Zuschauerplätzen ausgebaut. Nächstes Jahr könnten die Feuervögel dann dort ihr Nest beziehen.
Dass die Hallensituation des Aufsteigers dieses Spieljahr als Provisorium herhalten muss, müssen die Fans noch 16 Heimspiele lang aushalten. Bei der Premiere gegen Paderborn (79:85) herrschte weniger auf dem Parkett Chaos, sondern vielmehr seitens der zahlenden Zuschauer.
Wie beispielsweise die Westfälische Post ausführlich erklärt, war es für viele der Anwesenden schwierig, das gesamte Spiel über selbiges zu verfolgen. "Sowohl auf der Stehplatztribüne als auch auf den gegenüberliegenden Plätzen traten erhebliche Sichtprobleme auf", heißt es im Artikel von Axel Gaiser. Es gäbe noch einiges zu tun, um die provisorische Halle auch für die Zuschauer erstligareif umzubauen bzw. auszustatten. Neben den erforderlichen Fluchtwegen und Sicherheitsmaßnahmen sollten die Fans aber vor allem auch in den Genuss des Spiels kommen - ohne ständig stehen zu müssen, obwohl sie für einen Sitzplatz gezahlt haben.
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