Welche Vitamine braucht ein Sportler
Die Vitamine der B-Gruppe sind besonders für Kraftsportler wichtig, da sie bei der Energiebereitstellung und der Zellerneuerung eine Rolle spielen. B-Vitamine kommen vor allem in Fleisch und Vollkorngetreide und -produkten vor. Eine strenge Diät zur Gewichtsreduzierung oder eine vegetarische Ernährung kann zu einer Mangelernährung führen.
Laut Studienergebnis einer amerikanischen Forschungsgruppe schränkt schon eine geringfügige Unterversorgung mit Vitamin B1, B2, B6, Folat und B12 die Leistungseffizienz, Regenerationsfähigkeit und Immunabwehr von Intensivsportlern ein. Die Forscher empfehlen bei einer Mangelernährung die Einnahme von Vitaminpräparaten.
Sind freie Radikale schädlich?
Einige Vitamine, (beispielsweise C und E sowie Beta Carotin (Vorstufe von Vitamin A), gehören gemeinsam mit Zink und Selen zu den wichtigsten Antioxidantien.
Sie binden im Körper die so genannten freien Radikale, die hochreaktiv und agressiv sind und schützen somit unsere Zellen. Aus diesem Grund wird ihnen eine vorbeugende Wirkung gegen Krebs und viele weitere Erkrankungen zugeschrieben. Außerdem stärken sie unser Immunsystem.
Gerade bei Leistungssportlern besteht durch den höheren Verbrauch die Gefahr einer Unterversorgung an Vitamin A, C, E und der B-Vitamine sowie den Mineralstoffen Magnesium, Calcium, Eisen und Zink.
Der Zeitpunkt der Vitamineinnahme ist wichtig
Ganz unumstritten ist die Supplementierung dieser Vitamine allerdings nicht. Schon länger legen Studien den Verdacht nahe, dass der Einfluss von Vitamin C auf das Immunsystem viel geringer ist als landläufig vermutet. Eventuell muss man mit Vitamin C auch vorsichtig sein. Eine aktuelle Studie der Universität Jena kam zu dem Ergebnis, dass die Einnahme von Vitamin C und E direkt nach dem Sport negative Auswirkungen haben kann.
Sport verbessert die sogenannte Insulinresistenz bei Typ II-Diabetes (Insulinresistenz bedeutet, dass das körpereigene Insulin schlecht wirkt und dadurch der Zucker im Blut zu stark ansteigt). Sport verbessert also die Wirkung des Insulins auf die Körperzellen. Interessanterweise wird dieser Effekt der körperlichen Bewegung durch die Vitamin C und E-Pille deutlich gehemmt.
Sport hilft dem Körper auch zu vermehrter Widerstandskraft gegen die schädliche Wirkung der so genannten “freien Radikale”. “Freie Radikale”, das sind sehr reaktionsfreudige Substanzen, die im menschlichen Stoffwechsel entstehen und eine Reihe von Krankheiten wie z.B. Gefäßverkalkung und Krebs begünstigen.
Vitamin C und E verhindern, dass der Körper durch Sport vermehrte Widerstandskraft gegen diese unliebsamen Gesellen bilden kann. Es spielt jedoch eine große Rolle, in welcher Form die Vitamine zugeführt werden. In dieser Studie wurden synthetische Supplemente in Tablettenform gegeben. Es ist jedoch nicht gewiss, ob sich dasselbe Ergebnis zeigt, wenn die Vitamine aus natürlichen Quellen (Obst und Gemüse) zugeführt werden.
Expertin: Simone Overzier, Diplom-Oecotrophologin
www.simone-overzier.de
Jörg Birkel
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Es gibt 2 Kommentare
| nuursvwwom schrieb am 09.11.11 um 17:43 |
| Tassilyn schrieb am 06.11.11 um 00:45 |





