Was ist Kreatin und wofür eignet es sich?

Was ist Kreatin und wofür eignet es sich?

Viele, die einen schnellen Muskelaufbau verfolgen, denken, dass mit einer Supplementierung von Kreatin dieser Prozess beschleunigt werden kann. Dies ist aber nur bedingt richtig. Doch auch diejenigen, die eine zusätzliche Kreatinzufuhr als Doping und dem Körper gegenüber als schädlich betrachten, haben nicht Recht. Um diese Gerüchte aus der Welt zu schaffen, möchte ich hier ein paar wissenschaftliche und eigene Erfahrungen des Kreatinkonsums weitergeben.

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Was ist Kreatin eigentlich?

Kreatin hat jeder von uns im Körper. Es befindet sich dort, wo schnell Energie benötigt wird, wie zum Beispiel in den Skelettmuskeln. Sobald wir die Muskulatur benutzen, wird in den ersten Sekunden dieser Anstrengung Kreatin als Energieträger benutzt. Unser Körper enthält durchschnittlich 100 -120 Gramm Kreatin. In der Regel benötigt man ca 2-4 Gramm pro Tag. Der Bedarf bei Sportlern liegt weitaus höher.

Die Wirkung von Kreatin?

Wie schon gesagt, ist Kreatin ein Energieträger. Durch die Supplementierung von Kreatin werden die Kreatinspeicher größer und können somit während der Belastung wieder schneller regenerieren.

Als Beispiel: Ich mache 4 Sätze Bankdrücken mit jeweils 100 kg. Nach jedem Satz werden die Kreatinspeicher immer kleiner, weil sie während der Belastung verbraucht werden. In der Pause zwischen den Sätzen bauen sich die Kreatinspeicher soweit es geht wieder auf. Je länger die Unterbrechung dauert, desto mehr bauen sich die Kreatinspeicher wieder auf. Der Nachteil dabei ist, dass der Anpassungsprozeß der Muskulatur unter einer zu großen Satzpause leidet. Eine Supplementierung mit Kreatin ermöglicht eine kürzere Satzpause ohne einen Energieverlust.

Ab wann ist der Einsatz von Kreatin sinnvoll?

Im Sport, beziehungsweise beim Fitnesstraining ist eine Supplementierung mit Kreatin sehr sinnvoll; gerade dann, wenn ich eine Leistungssteigerung erzielen möchte. Allerdings ist der Bedarf von Sportart zu Sportart unterschiedlich. Daher sollten die Dosierungen und die korrekte Einnahme immer mit einem Trainer oder Ernährungsberater (Schwerpunkt Sporternährung) besprochen werden. Durch die Kreatineinnahme erhöht sich der Muskeltonus, wodurch bei schnellkräftigen Bewegungen das Verletzungsrisiko erhöht ist.

Sinnvolle Einnahme für den Muskelaufbau

Um einen gesunden Muskelaufbau zu erzielen, sollte mit der Einnahme wie folgt verfahren werden: Zunächst begintt man mit der sogenannten Aufladephase von 7 Tagen. In dieser Phase sollten 20g pro Tag konsumiert werden. Am Besten morgens und abends 10g. Dies entspricht zwei gut gehäuften Teelöffeln. Nach der Aufladephase werden nur noch 3g pro Tag eingenommen. Man sollte eine Kreatinkur niemals länger als 12 Wochen machen. Zwei bis vier Kreatinkuren pro Jahr sind sinnvoll, andernfalls wird die körpereigene Kreatinproduktion zu sehr gesenkt wird. Über die Bedeutung und Notwendigkeit der Aufladephase wird immer wieder diskutiert. Während sie von einigen als unnötig angesehen wird, vertreten die Befürworter die Meinung, es lasse sich mit einer Aufladephase schneller die gewünschte Leistung erzielen.

Produktinformationen

Meiner Meinung nach ist ein Kreatinmonohydrat zu empfehlen. In vielen Nahrungsergänzungen ist dem Hersteller zu Folge zwar Kreatin enthalten. Jedoch meist in zu geringen Mengen. Daher sollte Kreatin immer über ein Monohydrat separat zu anderen Nahrungsergänzungen eingenommen werden. Nur so ist eine individuelle Dosierung möglich. Da die meisten Kreatin-Monohydrate zur starken Wassereinlagerung neigen, kann man andere Arten von Kreatinen nehmen. Tipps dazu gibt's im Fitness Forum.

Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse

Nicht nur im Sport ist eine Einnahme von Kreatin sinnvoll. Zur Zeit untersuchen Wissenschaftler die Wirkung von Kreatin im Zusammenhang mit Herzrhythmusstörungen nach einem Herzinfarkt, Mineralisation von Knochen und Knorpel sowie bei Muskelkrankheiten. Zudem wird zu seiner Schutzwirkung auf Gehirn und Nervenzellen geforscht.

Alexander Plum, Luxus-Body.de


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Es gibt 2 Kommentare

Peter G. schrieb am 12.01.11 um 11:40
Peter G.
Kreatin Monohydrat ist wohl eines der am häufigsten untersuchten Supplementierungsmittel im Sportbereich. Ich habe bereits vor ca. 20 Jahren schon einige Weltklassesportler hiermit versorgt. Die anfänglichen Probleme mit einem zu hohen Muskeltonus haben wir seit vielen Jahren im Griff. Es gibt außer dem Hinweis, dass man bei der Einnahme von Kreatin auch genügend trinken sollte, noch ein paar andere Kniffe zur effektiven Nutzung. Die Qualität des Kreatin Monohydrats spielt auch eine große Rolle. Wir produzieren z.B. zwei unterschiedliche Qualitäten. Ein Produkt mit tatsächlich in Deutschland hergestellten Kreatin und eines für den "kleinen" Geldbeute. Leider schauen sehr viele Sportler immer noch zuerst auf den Preis und dann erst auf die Qualität. Siehe www.hewelco-shop.de Mit sportlichen Grüßen
Stefan K. schrieb am 30.11.09 um 16:37
Stefan K.
Bitte das nächste Mal die Quellen angeben, wo die Kreatinwirkung belegt wurde. Grade ältere Quellen lassen keinen signifikanten Zusammenhang vermuten, neuere schon. Auch antizipierte Ergebnisse aus therapeutischen Studien sind nicht sinnvoll. Die Sinnhaftigkeit von "Kuren" ist ebenso zweifelhaft. Nicht rezeptorafine Substanzen wie Kreatin könnten durchgängig genommen werden. Auch auf die Nachteile eingehen, der Kreatinsupplementation. Fachlich kein guter Artikel.