Sport-Anämie – Was hilft bei Eisenmangel?

Sport-Anämie – Was hilft bei Eisenmangel?

Ohne ausreichend Eisen im Blut ist der Körper weniger ausdauernd. Tatsächlich gibt es aber gerade unter den Ausdauersportlern einige, die einen Eisenmangel haben. Doch den mit Nahrungsergänzungsmitteln zu supplementieren, wäre der falsche Ansatz.

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Sich vermehrt Eisen zuzuführen, erscheint zunächst sinnvoll. Immerhin spielt dieses Spurenelement für die Produktion der Sauerstofftransporteure Hämoglobin und Myoglobin eine entscheidende Rolle. Dementsprechend ist die Gleichung simpel: wenig Eisen = schlechte Ausdauerleistung. Doch Eisen wird auch darüber hinaus dringend benötigt, etwa für die Umwandlung von Zucker in Energie, den Abbau von Stoffwechselabfallprodukten und vieles mehr.

Sport-Anämie: Sportler benötigen mehr Eisen


Immer wieder kommt es aber vor, dass Sportler unter einer Eisen-Unterdeckung leiden, der so genannten Sportler-Anämie. Sie ist keine Blutarmut im eigentlichen Sinne, sondern hat einen anderen Ursprung: Durch das Training nimmt das Blutvolumen zu. Da die meisten Sportler jedoch nicht in gleichem Maße ihre Eisenzufuhr erhöhen, sind sie oft unterversorgt. Eisen kann vom Körper selbst nicht herstellt werden. Daher muss der Eisenbedarf komplett aus der Nahrung gedeckt werden.

Laut einer kanadischen Studie aus den späten 1980er Jahren hatten 91 Prozent der Starterinnen eines Marathon-Laufes einen zu niedrigen Eisenwert. Neuere Studien zu diesem Thema gibt es nicht, doch es ist anzunehmen, dass trotz des gestiegenen Ernährungsbewusstseins auch heutzutage noch einige Athleten zu niedrige Eisenwerte aufweisen.



Das Problematische bei der Sport-Anämie ist, dass man sie erst sehr spät als solche erkennt. Es dauert lange, bis das Leistungsvermögen sinkt. Und welcher Athlet geht schon zum Arzt, wenn er seinen Sport lange ohne Leistungsverlust ausüben kann? Wer viel Sport macht, sollte daher gezielt in seinen Körper hinein horchen. Vor dem Leistungsabfall kommen nämlich Müdigkeit, Kopfschmerzen, Konzentrationsschwäche oder Blässe.

Erst Arztbesuch, dann Nahrungsergänzungsmittel


Wer den Verdacht hat, unter Eisenmangel zu leiden, sollte erst einen Arzt aufsuchen, bevor er in den Drogeriemarkt spaziert, um sich dort im reichhaltigen Sortiment der Nahrungsergänzungsmittel zu bedienen. Eine Blutuntersuchung wird Gewissheit verschaffen, und ein Mediziner kann Tabletten mit Sicherheit besser dosieren als eine Verpackungsaufschrift.

Hinzu kommt, dass vor allem aus Asien importierte Nahrungsergänzungsmittel häufig verunreinigt sind und – ganz wichtig für Leistungssportler – auch Spuren von Dopingsubstanzen enthalten können. Weiterhin stimmen eine US-amerikanische Studie aus dem Jahr 1999 und eine griechische Studie aus dem Jahr 2004 darin überein, dass eine Supplementierung mit Eisen Sportlern keinen Nutzen beschert.

Auch der Mediziner wird wahrscheinlich nur dann Eisenpräparate verschreiben, wenn es sich um eklatante Mangelerscheinungen handelt. Ansonsten wird er zu einer Ernährungsumstellung raten. Damit es erst gar nicht so weit kommt, hier einige Tipps für einen ausgeglichenen Eisenhaushalt.

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Seite 2: Ernährungstipps: Hier ist viel Eisen drin

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Es gibt 8 Kommentare

tesedtoggxs schrieb am 06.10.11 um 11:08
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kvxgvvhlx schrieb am 04.10.11 um 17:15
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sldicpbuqg schrieb am 03.10.11 um 11:36
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Winter schrieb am 03.10.11 um 08:23
So true. Hoesnty and everything recognized.
David B. schrieb am 11.08.09 um 19:01
David B.
danke für die tips. habs mal mit traubensaft probiert.
das kann man wirklich essen. o-saft und multi kommt als nächstes...
Esther Mara B. schrieb am 10.08.09 um 16:35
Esther Mara B.
Man kann Müsli mit Saft essen... O-Saft oder Multivitaminsaft beispielsweise. Schmeckt gar nicht mal so schlecht, auch wenn es ein wenig gewöhnungsbedürftig ist.
Marco H. schrieb am 07.08.09 um 10:28
Marco H.
Ich fürchte, dass Sojamilch den gleichen Effekt hat, da auch hierin der Resorptionshemmer Calcium enthalten ist.
Das mit den Alternativen ist so eine Sache. Wer isst sein Müsli schon gerne mit Wasser?
David B. schrieb am 06.08.09 um 21:23
David B.
Erstmal ein super Artikel!
Ich bin Sportler und Vegetarier und habe eine Frage zu dem Müsli (Eine meiner Grundnahrungsmittel ;-))
Wirkt der eisenhämmende Effekt denn auch bei Sojamilch?
Was wären Alternativen um den Müsli nicht trocken essen zu müssen?

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