Das Finale der Abu Dhabi Adventure Challenge: Willkommen in Al Ain

Das Finale der Abu Dhabi Adventure Challenge: Willkommen in Al Ain

Letzter Tag der Abu Dhabi Adventure Challenge 2009. Vor dem Finale des Abenteuerrennens müssen die Teams in der Oasenstadt Al Ain ihre Fähigkeiten im Klettern und Abseilen beweisen.

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Der Jebel Hafeet, das größte Bergmassiv Abu Dhabis an der Grenze zum Oman bildet die Kulisse für diese letzte Herausforderung. Als die 38 Mannschaften am frühen Morgen von ihrem Camp aufbrechen, ist es noch dunkel. Zunächst gilt es, einen steilen Aufstieg zu bewältigen. Das Gestein des Bergs ist brüchig und äußerst scharfkantig. Blutende Knie und Schürfwunden sieht man bei den Athleten häufig. Trotz des Schlafmangels und der allgemeinen körperlichen Erschöpfung müssen die Mannschaften daher jeden Fußtritt bewusst setzen und sehr wach sein. Einen Fehltritt kann sich hier niemand leisten. Vor zwei Jahren stürzte ein Schwede beim Aufstieg auf den Jebel Hafeet ab und zog sich einen offenen Bruch zu.

Nach dem Abseilen konnten die Teams kurz nahe des Gipfels verweilen, bevor sie per Mountainbike zum Fuß des Bergmassivs zurückkehrten - eine Etappe, die aufgrund der Gefährlichkeit der rasanten Downhillpassage nicht in die Zeitwertung einging. Es folgte eine 30 Kilometer letzte Mountainbikestrecke auf ebener Straße und ein kurzer Sprint bis zum Fort Jahili, wo die Ziellinie auf die Teilnehmer wartete.

Nachdem die neuseeländischen Titelverteidiger vom Team "Qasr al-Sarab" schön während des Rennens deutlich klarmachten, dass sie sich auch in diesem Jahr wieder den Titel holen wollen, überquerten sie mit einer halben Stunde Vorsprung das Ziel. Zweiter wurden die neuseeländischen Landsmänner vom Team "ADCO". Als dritte kamen die Franzosen von "Vibram Sport2000" ins Ziel.

Die deutsch-schweizerische Mannschaft unter Teamcaptain Marc Pschebizin schaffte einen hervorragenden 7. Platz - die bisher beste Platzierung des Pschebizin-Teams bei der Abu Dhabi Adventure Challenge. Gerade in den letzten beiden Tagen hatte das Viererteam bewiesen, dass sie auch gegen Endes des Rennens, wenn viele mit Ermüdungserscheinunen zu kämpfen haben, noch Kraftreserven mobilisieren und erstklassige Leistungen zeigen können. Für die Mannschaft, die in dieser Formation zum ersten Mal an einem Adventure Race teilnahm ein riesiger Erfolg.

Das Triathlon-Team von Faris al-Sultan konnte das Rennen aufgrund der Handverletzung von Andrea Steinbecher nicht beenden. "So kann ich das nicht stehen lassen", erklärte daraufhin Ironman-Weltmeister al-Sultan. "Ich werde im nächsten Jahr wiederkommen". Zeit zum Üben hat er jetzt erst einmal genug. Er verbringt den Winter zum Training in Al Ain.

Sascha Jurek, funsporting.de


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