Horrorszenario - Schnitzel aus dem Labor könnten Alltag werden

Horrorszenario - Schnitzel aus dem Labor könnten Alltag werden

Fleisch wird immer teurer, das Zuchtvieh belastet die Umwelt und benötigt eine Menge Weideland. Kein Wunder, dass Fleisch in unserer Gesellschaft ein zunehmend schlechtes Image hat. Geht es nach dem Willen der Industrie, könnte Fleisch aus dem Labor die Lösung sein.

Zumindest technisch scheint dieses Szenario schon bald greifbar zu sein: In naher Zukunft wird es möglich sein, Fleisch im Labor zu züchten. Mittels Muskelbiopsie werden Kühen, Schweinen oder Hühnern so genannte Sattelitenzellen entnommen, die dann durch Zugabe von Nährstoffen und chemischen Wachstumszusätzen zu neuen Muskelzellen heranwachsen könnten.

Fleisch aus dem Labor steckt zwar noch in den Kinderschuhen, aber Wissenschaftler aus Amerika und Europa arbeiten derzeit mit Hochdruck daran, dass es in absehbarer Zeit für uns zur Gewohnheit wird.

Bis Ende des Jahres will beispielsweise der niederländische Forscher Mark Post die erste Frikadelle aus dem Labor präsentieren. Billig wird der künstliche Burger indes nicht: Nach eigenen Angaben verschlingt das ehrgeizige Projekt des Niederländers rund 250.000 Euro an Forschungsgeldern.

Aufgrund des wachsenden Fleischbedarfes der Weltbevölkerung ist das Interesse an der Forschung groß. Vor allem, weil sich durch die Produktion von In-Vitro-Fleisch die Umweltbelastung gegenüber der landwirtschaftlichen Zucht deutlich senken ließe. „Immerhin fließen derzeit 70 Prozent der landwirtschaftlichen Kapazitäten in die herkömmliche Fleischgewinnung“, sagte der Niederländer in einem Medienbericht.

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Es gibt 3 Kommentare

Roland N. schrieb am 20.10.12 um 21:24
Roland N.
Ich finde die Angelegenheit keineswegs problematisch, warum auch? Meint der Autor/ die Autorin dieses Textes, dieses Fleisch wäre schädlich für den, der es verzehrt? Ich finde auch, dass es aus ethischen Gründen sinnvoll wäre, obwohl ich kein Vegetarier oder Veganer bin. Solange das Fleisch nicht schädlich ist und es mir gut schmeckt sehe ich kein Problem im Laborfleisch. Möglicherweise wurde dieser Text nicht aus Gründen der Information des Lesers geschrieben (schließlich steht im Text noch nicht einamal, was denn an dem Laborfleisch schlecht sein solle), sondern einfach, um wieder einmal einen aufrührerischen, spektakulär erscheinenden Artikel zu verfassen. Qualität hat er meiner Meinung nach jedenfalls nicht.
Alexandra L. schrieb am 04.10.12 um 13:20
Alexandra L.
Ich verstehe die Überschrift "Horrorszenario" auch nicht so recht...Ich bin zwar Vegetarierin, aber würde ich Fleisch essen, äße ich doch wohl lieber ohne schlechtes Gewissen das Laborfleisch, als das Fleisch von zu Tode gequälten Tieren?!? Zudem würde dann auch das Thema mit der Antibiotika-Mast und diversen anderen Lebensmittelskandalen vom Tisch sein. Laborfleisch wäre nicht nur ethisch korrekter, sondern wahrscheinlich auch gesünder.
Matt schrieb am 03.10.12 um 16:59
Horrorszenario??? 1. entweder auf Fleisch verzichten 2. oder sonst Fleisch aus dem Labor Ich bin Veganer und finde es einen guten Kompromiss, wenn ihr schon nicht einseht, was ihr der Umwelt, den Tieren und euch mit dem qualitativ minderwertigen Fleisch(konsum) anstellt!!!!!

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