Die volle Kraft des Korns - Getreide

Die volle Kraft des Korns - Getreide

Körner, Kerne und Nüsse sind ein großes Thema in den nächsten Wochen. Gerade zur Weihnachtszeit haben Backwaren und Nussmischungen Hochkonjunktur. Wir erklären, was im Teig drin steckt und was die einzelnen Nährstoffe bewirken. Den Anfang dieser Reihe machen die Getreidekörner – schließlich sind sie ein wichtiges Grundnahrungsmittel.

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Acht Hauptgetreidegattungen gibt es: Weizen, Roggen, Hafer, Reis, Mais, Gerste und Hirse. Die Verwendungsmöglichkeiten der Körner sind sehr vielfältig. Ob Getreideflocken, Getreideöl, Getreidesprossen, einfach nur Mehl oder zur Bier- und Whiskeyherstellung. Doch warum ist Getreide, oder besser gesagt dessen Körnerfrüchte so wichtig für die menschliche Ernährung?

Viel Energie

Das Getreidekorn ist für unsere Ernährung so unentbehrlich, weil es in erster Linie Stärke enthält und damit ein wertvoller Energieträger ist. Die Stärke zählt zur Gruppe der Kohlenhydrate und ist eigentlich von der Natur dafür gedacht, damit der Keimling genügend Kraft hat, eine neue Getreidepflanze auszutreiben. Sie ist im Mehlkörper zu finden und dieser macht den größten Teil des Korns aus.



Da der menschliche Körper nicht in der Lage ist, das Enzym Zellulase zu produzieren, fallen für uns viele Pflanzen als potentielle Nahrungsmittel weg. Zellulase wird benötigt, um Zellulose zu zerlegen. Sie wiederum ist der Hauptbestandteil der ausgewachsenen Pflanzenzelle, weshalb die meisten Pflanzenarten für den Menschen nicht verdaulich sind. Zu den zentralen Ausnahmen gehört neben Wurzeln, Samen, Früchten und Nüssen eben auch das Korn.

Was macht das volle Korn wertvoll?

Körner haben neben der energiereichen Stärke noch mehr zu bieten: Ein Korn besteht zunächst einmal aus der Schale, dem Mehlkörper und dem Keimling. Die Oberhaut dient als Schutzmantel, der die Frucht zusammenhält. Darunter liegen weitere Frucht- und Samenschalen, die für den menschlichen Organismus wichtige Mineralstoffe, Vitamine und Ballaststoffe enthalten. Der Mehlkörper verfügt neben der Stärke zusätzlich noch über Eiweiß. Eine Auflistung der wichtigsten Getreidearten und ihrer Inhaltsstoffe findet Ihr übrigens auf der nächsten Seite.

Bei Vollkornprodukten wird das ganze Korn gemahlen. So bleiben die wichtigen Inhaltsstoffe der Schale (Kleie) folglich im weiterverarbeiteten Mehl oder Schrot erhalten. Damit sind sie natürlich wesentlich wertvoller für den Körper als normale Kornprodukte. Die Vollkornmehle können dabei genauso verwendet werden wie jene Mehle, die nur aus dem Mehlkörper hergestellt werden. Zum Beispiel in Nudelteig, Brot oder anderem Gebäck.

Die Wirkung von Vollkornprodukten

Lange Zeit galten Vollkornprodukte als ländlich und rückständig. Weißes Mehl war dagegen ein Statussymbol der Oberschicht. Die Lebensmittelchemie fand im Laufe der Zeit allerdings heraus, dass das Vollkornbrot gesünder und nährstoffhaltiger ist. Mit der zunehmenden Zuwendung hin zu gesünderer Ernährung und Bioprodukten erlebte das Vollkornbrot in den letzten Jahrzehnten noch mehr Aufschwung in Deutschland.

Auch in Sachen Diabetes-Prävention und -Milderung wird Vollkornprodukten teilweise eine gute Wirksamkeit zugeschrieben. Darüber hinaus regen die Ballaststoffe die Verdauung an und beugen Verstopfung vor. Es ist davon auszugehen, dass sie dazu beitragen, die Darmflora zu regulieren und die Darmschleimhaut zu regenerieren. Ebenfalls sollen sie die Blutfettwerte senken und helfen, Dickdarmkrebs vorzubeugen.

Verwendung

Auch wenn Brot die weltweit gebräuchlichste Form ist, Körner zu verwenden, gibt es zahlreiche weitere Arten der Verwendung. Als Suppe oder Brei, als Bratling oder Nudel. Doch nicht aus jedem Getreide lässt sich auch Brot backen. Nur in manchen Arten ist Gluten vorhanden, das sogenannte Klebereiweiß. Vor allem im Weizen und in Dinkel kommt es vor. Es bestimmt die Backeigenschaften und die Backfähigkeit von Mehl. Aus Gerste, Hirse oder Hafer kann man beispielsweise kein Brot backen, da der Teig ohne den Kleber Gluten nicht halten und aufgehen würde.

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Es gibt einen Kommentar

Stefan K. schrieb am 13.12.09 um 20:41
Stefan K.
Leider ist der Artikel an der aktuellen Lehrmeinung vorbei geschrieben. Diabetes Prävention und Therapie(hier als "Linderung" bezeichnet) sind in Studien als absolut wirkungslos einzustufen und erreichen nicht einmal signifikante Verbewsserungen, geschweige denn praxisrelevante Verbesserung des Krankheitsbildes. Die Cochrane Libary hat einige Reviews dazu. Das Aufsuchen einer Medizinsichen Datenbank und dem aktuellen Wissenstand wiederzuspiegeln wäre sinnvoller, als allgemeine populärwissenschaftliche Behauptungen.

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