Wintersportprodukte unter der Lupe – Der HEAD Icon und der Alpinist

Wintersportprodukte unter der Lupe – Der HEAD Icon und der Alpinist

Die Skiserie des Sportartikelherstellers HEAD will mit neuen Technologien Punkten. Getestet im alpinen Rennsport – Head rüstet unter anderem Lindsay Vonn, Bode Miller und Maria Riesch aus – wurden die Ski mit neuen Techniken ausgestattet. Wir testeten den Icon TT 80 und den Tourenski Alpinist.

Der Icon TT 80 ist das Topmodell der Icon-Serie und ein Allround Carving-Ski. Mit seiner Worldcup Sandwich Konstruktion ist er für Skifahrer gemacht, die Geschwindigkeit und Griffigkeit suchen. Die Torque Turning Technologie soll dem Ski laut Hersteller trotz hoher Torsionssteifigkeit auch Flexibilität verleihen. Querstabilisatoren im Ski wirken der Torsion, also der Verdrehung um die Längsachse des Skis, entgegen und sollen dafür sorgen, dass die Kanten bestmöglich greifen. Der Ski ist aber nicht nur für hohe Geschwindigkeiten auf der Piste konzipiert. Auch im weicheren Schnee will er Fahrspaß garantieren.

Es gibt den Ski ab einer Länge von 152 cm bis 176 cm. Die Sidecut-Werte (Schaufel-Mitte-Ende) und der Taillierungsradius beim 170 cm-Ski: 118-66-102 / 13,4. (UVP des Herstellers: 599,95 Euro)

Der Alpinist

Der Alpinist ist ein All Mountain Touring Ski. Er richtet sich an gute Gelände-Skifahrer und Freunde des Tiefschnees. Auch hier haben neue Technologien Einzug gehalten: Aircoat Hollow Glass Technology wird eingesetzt. Aircoat bedeutet, dass die verwendeten Glasfasern hohl sind. Das macht die Ski nicht nur leichter, sondern gleichzeitig auch agil und stabil.

Es gibt den Ski ab einer Länge von 156 cm bis 177 cm. Die Sidecut-Werte (Schaufel-Mitte-Ende) und der Taillierungsradius beim 170 cm-Ski: 114-74-103 / 16,9. (UVP des Herstellers: 399,00 Euro)

Der Test

Wir hatten die Möglichkeit, beide Ski zu testen. Jedoch unter umgekehrten Vorzeichen. Als wir den Icon testeten herrschten auf der Piste Tiefschneebedingungen, der Alpinist wurde bei besten Pistenbedingungen getestet. Dabei zeigte sich, dass beide Ski auch mit den für sie nicht vorgesehenen Schneebedingungen gut zu Rande kommen. Der Alpinist war hervorragend zu kontrollieren auf den bestens präparierten Pisten. Trotz der montierten Tourenbindung war der Fahrspaß enorm, die Kanten griffen präzise. Das geringe Gewicht des Skis macht sich also auch auf der Piste bezahlt. Beim Skitouring ist geringes Gewicht ohnehin das oberste Gebot, dafür ist der Ski auch konzipiert.



Der Icon TT 80 bewährte sich im Tiefschnee. Der frische Neuschnee, der über Nacht bei unserem Test in Grasgehren gefallen war, stellte den Allround-Ski vor eine Herausforderung, die er meisterte. So war sein Carvingverhalten bei diesem Wetter natürlich schwer zu testen. da der Ski aber dafür gedacht ist, setzen wir einfach mal voraus, dass er das kann. Mit dem tiefen Schnee kam der Icon auch zu Recht. Aufgrund seiner breiten Schaufel hatte er gute Fahreigenschaften im tiefen Schnee, war wendig und insgesamt gut kontrollierbar.


Derk Hoberg

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