Outdoor-Trends für die kalte Jahreszeit: „Ganz klar, Skitouren“

Outdoor-Trends für die kalte Jahreszeit: „Ganz klar, Skitouren“

Dieses Jahr heißt das große Thema im Sportwinter „ganz klar, Skitouren.“ Das zumindest sagt Heiner Unterstaller, Zentraleinkäufer für den Sportfachhändler SportScheck.

Skitouren stehen schon seit einiger Zeit hoch im Kurs. Allerdings sieht Unterstaller das Thema auf einem neuen Level. „Das Thema Skitouren ist in einem Stadium angekommen, in dem es nochmal richtig zulegen wird. Auch wir merken das und haben schon sehr viel Zulauf in dieser Richtung bekommen.“ Die Interessenten sind inzwischen vielschichtiger. Es sind nicht mehr nur die Skitourengeher auf und abseits der Piste, die sich für die neue Saison ausrüsten, sondern gerade auch bei den bisher klassischen Skifahrern stehen Touren immer mehr im Fokus, erklärt Unterstaller weiter.

„Für die Nicht-Skifahrer erwarten wir, dass das Thema Schneeschuhwandern besonders interessant wird. Folglich setzten wir bei Sportscheck in eben diesen beiden Themen die Schwerpunkte im Bereich Outdoor“, gibt Unterstaller einen Ausblick auf die kalte Jahreszeit.

Thema Sicherheit

In direktem Zusammenhang mit dem Touren und Fahren abseits von Pisten steht das Thema Sicherheit. „Natürlich wollen und können wir unsere Kunden mit allen notwendigen Sicherheitsgeräten versorgen“, sagt Unterstaller. „Sicherheit steht an erster Stelle.“ LVS-Gerät, Lawinensonde und Schneeschaufel gehören unter anderem dazu. Ein weiterer Trend ist vor allem bei Freeridern festzustellen. „Gott sei Dank ist es inzwischen ein wirklicher Trend, beim Freeriden ABS-Rucksäcke zu verwenden“, sagt Unterstaller, der selbst häufig abseits der Pisten auf Skitouren unterwegs ist. ABS-Rucksäcke sind mit einem Airbag ausgestattet, der sich öffnet, wenn der Sportler in eine Lawine gerät. Dadurch erhöhen sich die Chancen, eine Lawine zu überleben, erheblich. „Etwas übertrieben könnte man sagen: Es gehört beinahe schon zum Lifestyle der Freerider, einen ABS-Rucksack dabei zu haben.“

Erst wenn man mit allen notwendigen Sicherheitsgeräten versorgt ist, kann man sich dem zweiten zentralen Thema zuwenden: Funktionskleidung. Hier gelten seit Jahren die gleichen Kriterien: leicht, atmungsaktiv und wasserfest soll sie sein. Bahnbrechende Änderungen im Kleindungssegment gibt es für die Saison 2012/13 jedoch nicht. (Vgl. http://www.netzathleten.de/Sportmagazin/Sports-Inside/Outdoor-2012-die-Industry-Awards/5337583590653637430/head).

Ein Gesamttrend – die Zeit

Fortsetzen wird sich weiterhin ein weiterer Trend, der nicht nur im Wintersport, sondern auch beim Laufen, Mountainbiken oder Bergsteigen immer zentraler wird, das Thema Zeit. Das sieht auch Unterstaller ähnlich: „Der Outdoorsport geht insgesamt immer mehr in Richtung Schnelligkeit. Und das Thema Schnelligkeit bedeutet auch immer: Die Menschen wollen dokumentieren, wie schnell sie sind, wollen ihre Streckenlänge, die absolvierten Höhenmeter wissen, kurz: sie wollen alles messen. Das bedeutet, alle Messgeräte mit GPS-Funktion sind im Grunde ein Gesamttrend der Outdoorbranche. Das Motto könnte lauten: Be faster.“ Verstärkt wird dieser Trend durch Social Media, Apps und ähnliches, wodurch die Vergleichbarkeit und die Kommunikation und Vernetzung mit anderen Sportlern beschleunigt wurden und werden.

Vereint werden können alle Trends letztlich bei der Skitour. „Sie bietet die Möglichkeit zum Freeriden, kann als reiner Sport oder eben auf Zeit ausgeführt werden“, erklärt Unterstaller. Warum das Touren damit zum zentralen Thema beim Münchener Sportausrüster für diesen Winter werden wird, liegt auf der Hand.

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Es gibt einen Kommentar

Peter s. schrieb am 28.09.12 um 20:42
Peter s.
Liebe Sportler, ob Sommer- oder Wintersportler, laßt euch in dieser schnelllebigen Zeit nicht auch noch bei den sportlichen Aktivitäten auf "Beschleunigung" ein. Wer aktiv und auf hohenm Niveau Sport begtreibt, der will undmuss "beschleunigen", ok. Wer sich aber im Urlaub befindet und sich von dem Wahn der Schnelligkeit anstecken lässt, tut sich (und seiner Familie) i.d.Regel nichts Gutes an. tut das Gegenteil: "Entschleunigt" euch, genießt die Zeit als aktive Urlauber mit Verstand. Beschleunigen müsst ihr sowieso wieder, wenn der Arbeisalltag euch wieder eingefangen hat. Höher, weiter, schneller war einmal. Laßt euch nicht erzählen, das wär´s. Der Trend geht genau anders herum. Es wird immer Unvernünftige geben, die ohne die Bewunderung der KollegInnen nicht auskommen. Ihr kennt sie, jeder kennt sie. Sie brauchen das für ihr ego. Lasst sie. Es ist ok. Man kann sie nicht umdrehen. Schönen Urlaub, Peter

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